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| ![]() „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“vor 5 Stunden in Kommentar, 3 Lesermeinungen „Es lohnt der Hinweis, dass Bischöfe vom Papst ihres Amtes enthoben werden können – und dass dies bislang nur deshalb nicht geschehen ist, weil die Furcht vor einem verheerenden finanziellen Schaden zu groß war.“ Kommentar in „Silere non possum“ Rom (kath.net/Silere non possum/pl) kath.net dokumentiert den Beitrag des priesterlichen Verfassers „F.K.“ auf „Silere non possum in voller Länge in eigener Übersetzung und dankt „Silere non possum“ für die freundliche Erlaubnis zur Weiterveröffentlichung: Am vergangenen Freitag, dem 15. Mai – am Rande des Katholikentags in Würzburg –, gab der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und designierte Bischof von Münster, Bischof Heiner Wilmer S.C.I., dem Sender Phoenix ein Interview. Darin äußerte er unter anderem, dass er persönlich nicht damit rechne, dass die „Synodalkonferenz“ bereits im November zusammentreten könne – dies begründete er mit den aktuellen Entwicklungen in Rom: Die Angelegenheit, so erklärte er, wandere innerhalb der Kurie weiterhin von einem Dikasterium zum nächsten. Gemeint ist hier die „Synodalkonferenz“ – jenes neue, ständige Gremium auf Bundesebene, das sich aus Bischöfen und Laien zusammensetzt und als Fortsetzung sowie Stabilisierung des deutschen „Synodalen Wegs“ konzipiert wurde. Wilmers Äußerungen deuten auf eine konkrete Verschiebung hin: Eine erste Sitzung war bereits für den 6. und 7. November in Stuttgart angesetzt, gefolgt von einem zweiten Treffen am 16. und 17. April 2027 in Würzburg. Nach den nun getätigten Aussagen des DBK-Vorsitzenden bricht dieser Zeitplan jedoch in sich zusammen. Es sei zudem daran erinnert, dass seine Ernennung zum Bischof von Münster – eine Entscheidung, die Papst Leo XIV. persönlich traf – unmittelbar auf seine Wahl zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz folgte und wie eine Warnung anmutet: „Wir setzen dich in Münster ein – aber hilf uns dabei, Deutschland wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.“ Selbst in diesem Kontext zeigte sich Wilmer zuversichtlich, dass der Prozess „voranschreiten“ werde, bat jedoch zugleich um „ein wenig Geduld“. Er erläuterte, dass er als DBK-Vorsitzender die aus Deutschland kommenden Anliegen in Rom vorgetragen habe und diese nun innerhalb der Kurie von einem Zuständigkeitsbereich in den nächsten weitergereicht würden. Er fügte hinzu, er vertraue darauf, dass die deutschen Bischöfe auch künftig geeint blieben und gemeinsam Verantwortung trügen – ungeachtet der regionalen Vielfalt und der unterschiedlichen kulturellen Sensibilitäten. Doch gerade dieses Beharren auf den verschiedenen Dikasterien wirkt wie ein Versuch, die Verantwortung abzuschieben: Es ist, als wolle Wilmer den deutschen Katholiken signalisieren, dass das Problem nicht bei ihm liege, sondern in Rom – das die Angelegenheit von einer Stelle zur nächsten weiterreiche, um den Prozess zu verzögern. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass diese Bischöfe von jenem Geld leben, das ihnen von den deutschen Katholiken gezahlt wird; und genau dieser Punkt verdient es, hinterfragt zu werden. Was das Verfahren betrifft, so wurde die Satzung der Synodalen Konferenz Ende März offiziell beim Heiligen Stuhl eingereicht. Wilmer legte sie dem Präfekten des Dikasteriums für die Bischöfe, Erzbischof Filippo Iannone O. Carm., vor und erklärte dabei, er handele „in Kontinuität“ zu seinem Vorgänger Georg Bätzing. Seither befindet sich der Text in der Prüfung durch die Kurie. Einige Medien zeichneten das Bild einer deutschen Kirche, die ohne Rom nicht vorankomme und gerade deshalb als fragil gelte; andere hingegen lobten sie als „gehorsam“. Es lohnt jedoch der Hinweis, dass Bischöfe vom Papst ihres Amtes enthoben werden können – und dass dies bislang nur deshalb nicht geschehen ist, weil die Furcht vor einem verheerenden finanziellen Schaden zu groß war. Denn in Deutschland bezahlen die Katholiken ihre Kirchensteuer bekanntlich direkt. Papst Franziskus spielte mit der Ambiguität: teils wegen des Geldes, teils aber auch, weil ihm das Geschehen im Grunde gar nicht missfiel. Das Einzige, was ihn wirklich beunruhigte, war der Autoritätsverlust – der Verlust seiner eigenen Autorität als Pontifex. Leo XIV. hingegen verlangt Klarheit: Ist er gegenüber den Traditionalisten unnachgiebig, so zeigt er sich gegenüber den Modernisten ebenso entschieden. Entweder man bleibt Rom vereint und treu – oder man kommt nirgendwohin. fr. F.K. Archivfoto: Deutsche Bischofskonferenz Februar 2026 (c) DBK/Marko Orlovic
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