Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  4. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. Vertrauenskrise in der Kirche
  7. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  8. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  9. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  10. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  11. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  12. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  13. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  14. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  15. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien

Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden

vor 2 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Bericht präsentiere Zeugnisse von Homosexuellen ohne Einordnung in das Lehramt. Wahre Pastoral suche keine Kompromisse mit der moralischen Wahrheit, sondern führe die Menschen zu Christus und zur Übereinstimmung mit den Normen.


Rom/Utrecht (kath.net/jg)
Der Bericht der Arbeitsgruppe 9 der Synode zur Synodalität stellt nach Ansicht des niederländischen Kardinals Willem Jacobus Eijk eine schwerwiegende Abweichung von der beständigen moralischen Lehre der Katholischen Kirche dar. In einem Kommentar für den National Catholic Register kritisiert der Erzbischof von Utrecht den Bericht scharf und fordert dessen entschiedene Zurückweisung.

Der Bericht präsentiert persönliche Zeugnisse von Personen mit homosexueller Neigung, ohne diese in den Rahmen der kirchlichen Morallehre einzuordnen. Ein Zeuge behauptet, die Sünde liege nicht in der gleichgeschlechtlichen Beziehung selbst, sondern in einem Mangel an Glauben an einen Gott, der unsere Erfüllung wolle. Die Autoren des Berichts geben diese Aussage ohne Korrektur oder Erläuterung wieder.

Kardinal Eijk widerspricht klar: Homosexuelle Handlungen seien nach der beständigen Lehre der Kirche intrinsisch schlecht. Zwar fehle es einem gläubigen Christen, der solche Handlungen setzt, an Vertrauen in Gottes Gnade, die zur Vermeidung der Sünde befähigt – doch dies ändere nichts daran, dass die Sünde in der Handlung selbst liege und nicht primär im Glaubensmangel.


Ein zweites Zeugnis kritisiert das katholische Apostolat Courage International, das Menschen mit gleichgeschlechtlicher Neigung zu einem Leben in Keuschheit nach der kirchlichen Lehre begleitet. Der Bericht stelle Courage negativ dar und behaupte fälschlich, es betreibe „Konversionstherapie“. Stattdessen werde eine Integration in Gemeinden nahegelegt, die Personen aus der „LGBT-Community“ willkommen heißen – mit der impliziten Billigung gleichgeschlechtlicher Beziehungen.

Durch die unkommentierte Aufwertung solcher Zeugnisse normalisiere der Bericht homosexuelle Beziehungen im kirchlichen Kontext und schwäche die Verkündigung der katholischen Morallehre, kritisiert Kardial Eijk.

Methodischer Bruch mit der Tradition

Das grundlegendere Problem liege jedoch im gesamten methodischen Ansatz der Studiengruppe. Die Autoren stellen den „synodalen Prozess“ in den Vordergrund, der sich auf Erfahrungen und Praktiken der Menschen konzentriere. Sie lehnen es ab, „abstrakt Prinzipien zu verkünden und deduktiv anzuwenden“, die als „unveränderlich und starr“ gelten. Stattdessen plädieren sie für eine „fruchtbare Spannung“ zwischen Lehre, Pastoral und Lebenswirklichkeit.

Kardinal Eijk sieht darin eine radikale Abkehr von der katholischen Moraltheologie. Die Autoren berufen sich auf das Jesus-Wort, der Sabbat sei für den Menschen gemacht und nicht umgekehrt, um zu suggerieren, moralische Normen seien nicht absolut. Dies sei eine Fehlinterpretation: Während positive liturgische Gesetze des Alten Bundes ihre Geltung verlieren konnten, handele es sich bei den Normen zur Ehe und Sexualität um natürliches Sittengesetz. Diese seien universell gültig, da sie in der Schöpfungsordnung Gottes verwurzelt sind – Mann und Frau, Totalhingabe und Offenheit für Leben.

Der Bericht erzeuge bewusst Mehrdeutigkeiten, indem er behaupte, die universale Wahrheit des Menschlichen könne nicht ein für alle Mal festgelegt werden, sondern entstehe im Dialog der Kulturen und Erfahrungen. Dies widerspreche der Lehre, dass die Grundwahrheiten über Ehe und Sexualität durch das natürliche Sittengesetz und die Heilige Schrift erkennbar seien (vgl. Röm 2,14-15).

„Pastoralität“ statt Anwendung der Lehre

Zentral sei das Prinzip der „Pastoralität“, welches statt der Lösung des Problems ein „Bleiben beim Problem“ bevorzuge. Statt Normen auf konkrete Fälle anzuwenden, solle man auf allgemeine Lösungen verzichten und lediglich „Prozesse des Zuhörens“ initiieren. Damit werde bewusst vom das klassischen Modell, wonach die Praxis aus der Lehre abgeleitet wird, abgewichen.

Kardinal Eijk erinnert an die klare Zurückweisung solcher Ansätze durch Papst Johannes Paul II. in der Enzyklika Veritatis Splendor. Wahre Pastoral suche keine Kompromisse mit der moralischen Wahrheit, sondern führe die Menschen zu Christus und zur Übereinstimmung mit den Normen. Es gebe keine echte pastorale Liebe darin, die Wahrheit zu verschleiern oder Ausnahmen von universellen Geboten zuzulassen.

Der Bericht relativiere die Morallehre der Kirche nicht nur in Fragen der Sexualität, sondern berge Gefahren für den gesamten Bereich des Lebensschutzes. Kardinal Eijk schließt mit der Feststellung, dass die Lehre der Kirche nicht dunkel und auch nicht durch synodale Prozesse revisionsbedürftig sei. Sie sei vielmehr die Wahrheit, die frei macht.

 


© Foto Kardinal Eijk: Erzbistum Utrecht

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 HerrHilfDeinerKirche vor 23 Minuten 
 

Theorie und Praxis

Unser Pfarrer war bislang im Umkreis der Letzte, der keine Homosegnungen « anbot «. Aber jetzt hat es auch ihn « erwischt « Interview mit der Lokalpresse : Tenor «man kann diese Menschen nicht dauerhaft vor der Kirchentür stehen lassen ». Genaue Vorstellungen gibt’s wohl (noch) nicht, aber im Sommer soll das Angebot stehen. Damit schließt sich der Kreis und Alle Gemeinden sind drin. Gesegnet wird zwar bislang nur in einer einzigen Kirche, aber die Pfarrer unterstützen ihren Amtsbruder stets. Ich dachte bislang, was der Papst sagt, ist absolut zu befolgen. Scheinbar erwartet man aus Rom keine schwerwiegenden Konsequenzen! Straßenumfrage zum Thema war eindeutig: ob Alt oder Jung: « endlich auch hier «…..


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  5. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  6. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  7. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  8. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  9. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  10. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  12. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  13. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  14. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  15. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz