Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

"Habemus Papam"-Verkünder Kardinal Martino 91-jährig verstorben

30. Oktober 2024 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In Debatte um das päpstliche Lehrschreiben "Amoris laetitia" zu Ehe und Familie hatte Martino 2016 Verständnis geäußert für die Zweifel ("Dubia") vierer Kardinäle - Es sei legitim, dem Papst in Fragen der Lehre eine Meinung zu unterbreiten


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der emeritierte Kurienkardinal Renato Raffaele Martino ist am 28. Oktober mit 91 Jahren gestorben. Wie der Heilige Stuhl am Montag in Rom mitteilte, findet die Trauerliturgie am Mittwoch unter Leitung von Kardinal Giovanni Battista Re und im Beisein von Papst Franziskus im Petersdom statt.

Martino leitete von 2002 bis 2009 den Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden und war einer der profiliertesten kirchlichen Anwälte der katholischen Soziallehre und der Menschenrechte. Unter seiner Federführung veröffentlichte der Vatikan 2004 ein Kompendium der katholischen Soziallehre. Zuvor hatte Martino 16 Jahre lang den Heiligen Stuhl als Beobachter bei den Vereinten Nationen in New York vertreten. Johannes Paul II. berief Martino 2003 ins Kardinalskollegium.


Seit Juni 2014 war Renato Martino Kardinalprotodiakon der römischen Kirche. Als dienstältester Kardinaldiakon - eine der drei Kardinalsklassen - war es seine bekannteste Aufgabe, nach erfolgreicher Papstwahl von der Benediktionsloggia des Petersdoms aus den neuen Papst zu verkündigen: "Habemus papam ...".

Martino wurde am 23. November 1932 im süditalienischen Salerno geboren und 1957 zum Priester geweiht. Er studierte Kirchenrecht und trat 1962 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls. Nach Stationen an den päpstlichen Botschaften in Nicaragua, auf den Philippinen, im Libanon, in Kanada und Brasilien leitete er von 1970 bis 1975 die Sektion für die internationalen Organisationen im vatikanischen Staatssekretariat. 1980 wurde er Apostolischer Nuntius für Thailand und weitere südostasiatische Länder. Anschließend wechselte er 1986 als Vatikan-Vertreter ins UNO-Hauptquartier in New York.

In der Debatte um das päpstliche Lehrschreiben "Amoris laetitia" zu Ehe und Familie hatte Martino im Dezember 2016 Verständnis geäußert für die Zweifel ("Dubia") vierer Kardinäle. Es sei "legitim", dem Papst in Fragen der Lehre eine Meinung zu unterbreiten. Ebenso richtig sei es, darauf zu antworten, hatte er damals dem italienischen Internetportal "La fede quotidiana" gesagt. Die Aussagen des Schreibens "Amoris laetitia" zu wiederverheirateten Geschiedenen könnten zu "zweifelhaften Interpretationen" führen, auch wenn er die seelsorgerische Sichtweise dahinter durchaus verstehe.

Nach Martinos Tod zählt das Kardinalskollegium 233 Mitglieder. Von ihnen haben 121 das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet. Sie sind damit im Konklave zur Papstwahl berechtigt.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. Brücken bauen, Wurzeln schlagen, Gemeinschaft leben. Der Glaube als gemeinsamer Ursprung und Auftrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz