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Frankreich: „Inzwischen bedeutet Katholizismus, seinen Glauben erklären zu können“

18. April 2024 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Französische Katholiken bereiten sich darauf vor, ihren Glauben auch vor Muslimen zu verteidigen


Paris (kath.net/pl) In französischen Banlieus (städtische Vororte) führt die Präsenz der Muslime dazu, dass die dort ansässigen Katholiken offen über ihren christlichen Glauben sprechen und sich sogar darauf vorbereiten, ihn gegenüber ihren muslimischen Nachbarn zu verteidigen. Diese Katholiken in den Banlieus sind allerdings keine geborenen Franzosen, sondern haben Migrationshintergrund. In diesen von Muslimen dominierten Stadtvierteln entstehen dynamische und meist junge Gemeinschaften, die Zeugnis für Christus ablegen. Das berichtet „Vatican News“ in seiner polnischsprachigen Ausgabe anhand eines entsprechenden Beitrags in der katholischen Wochenzeitung „Famille Chrétienne“.

„Famille Chrétienne beschrieb dieses Phänomen am Beispiel der Stadt Trappes bei Paris, so das polnische „Vatican News“ weiter. Wörtlich schildert „Vatican News“: „Einige islamische Terroristen kommen von dort. Vor zehn Jahren wollten sich bis zu 60 junge Menschen dem Islamischen Staat in Syrien anschließen. In der Stadt mit 32.000 Einwohnern sind 70 Prozent der Bewohner Muslime. Aber es gibt dort auch Katholiken, die sich um die Saint-Georges-Kirche sammeln, die an diesem Ort seit 1003 existiert. Sonntags ist die Kirche überfüllt, das Durchschnittsalter liegt bei etwa dreißig Jahren. Zu Ostern wurden zwölf Katechumenen – Jugendliche und Erwachsene – getauft. ‚Unsere jungen Leute haben keine Komplexe. Sie schämen sich nicht, ihren Freunden zu sagen, dass sie katholisch sind. Sie tragen (sichtbar] Rosenkränze, Bruderschafts-Sweatshirts oder T-Shirts mit der Aufschrift Ich liebe Jesus!‘, sagt Schwester Germaine, eine Ordensfrau aus Mali, die die Jugendarbeit leitet. Anfangs hatte sie Angst davor, in einem solchen Umfeld zu arbeiten, weil sie, wie sie sagt, in ihrer Heimat bereits viel unter den Islamisten gelitten hatte. Sie vertraute jedoch Gott und sagte: ‚Benutze mich, damit ich ohne Angst auf diejenigen schauen kann, die mir Angst machen.‘ Wie der Pfarrer erklärt, kommt der starke Glaube junger Menschen nicht von ungefähr. Dies ist ihren Eltern zu verdanken, merkt Pfr. Etienne Guillet an.


Einige der örtlichen Katholiken haben Ex-Christen unter sich, die die Mehrheitsreligion angenommen haben. Am häufigsten geschieht dies unter dem Einfluss eines muslimischen Partners. Und Anhänger des Islam sind in religiösen Angelegenheiten in der Regel besser informiert, daher müssen sich Christen weiterbilden. Ein regionaler Pfarrer nahm kürzlich an einem Wochenendkurs teil mit dem Thema: Wie man in einer muslimischen Umgebung Christ wird. „Es waren 70 junge Leute aus unserer Diözese dabei, darunter etwa 20 aus Trappes. Sie haben muslimische Freunde. Sie fühlen sich machtlos, einige theologische Fragen zu beantworten. Inzwischen bedeutet Katholizismus, seinen Glauben erklären zu können“, sagt der Pfarrer aus Trappes. Er betont, dass seine Gemeindemitglieder keine Vorurteile gegenüber dem Islam haben, aber sie möchten, dass ihre muslimischen Freunde Christus kennen.

Link zum Originalbeitrag in „Vatican News“: Wiara na francuskich przedmieściach, katolicy wobec islamu


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Lesermeinungen

 BedaVenerabilis 18. April 2024 

1. Petr 3,15

"Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt" (1. Petr 3,15), auch wir sollten fähig werden, unseren Glauben und unsere Hoffnungen erklären zu können!


2
 
 Herbstlicht 18. April 2024 
 

zum Glauben stehen

Hierzulande ist es die Herausforderung, sich gegenüber der immer anti-christicheren Welt zu behaupten.
In den Banlieus wiederum gibt es andere Herausforderungen, die angegangen werden sollten.

Fazit: Nehmen wir als bekennende Christen diese Aufgaben wahr, bitten Jesus Christus um seine Hilfe und Maria und Josef um Beistand.


2
 
 SalvatoreMio 18. April 2024 
 

Den Glauben vermitteln - da müssen wir Christen an uns selbst viel ändern

Bei Muslimen allgemein ist wahrscheinlich der Boden für das Samenkorn des Glaubens besser vorbereitet, weil Gott für sie eine wichtige Rolle spielt. Wir müssen uns allgemein mehr bemühen, den Glauben nicht mit Floskeln und hoch intellektuell zu beleuchten, sondern mit Beispielen aus dem aktuellen Leben, so wie Jesus es auch tat. Trotzdem begriffen die Jünger nicht und brauchten Nachhilfe-Unterricht. Auch wir Christen müssen wieder angeregt werden, den Glauben zu reflektieren, Gottes Wort wirklich in uns einzulassen. Auch die Eucharistiefeiern: Worte, Worte, Worte, aber sie können nicht eindringen, weil sie wie eine Dusche über uns ausgeschüttet werden, offenbar wie auf einer Regenjacke abperlen. Am Ende schütteln wir die letzten Tropfen ab und gehen wieder nach
Hause, doch nichts hat gefruchtet.


3
 
 Jothekieker 18. April 2024 
 

Anspruchsvolle Aufgabe

Den dreifaltigen Gott einem Menschen zu erklären, der ein deutlich primitiveres Gottesbild hat, ist eine Herausforderung. Ein Gott, der Mensch geworden ist, der sich gar schlimmster Folter unterworfen und den Tod am Kreuz hingenommen hat, ist für einen Menschen, der sich Gott als eine Art orientalischen Despoten vorstellt, nur schwer vermittelbar.
Aber es ist notwendig.


3
 

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