Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  2. Liegt ein Schisma in der Luft?
  3. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  6. Die Liturgie gehört nicht uns! Reform muss aus der Tradition wachsen
  7. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  8. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  9. Adios Toni!
  10. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  11. Polnische Bischofskonferenz bejaht in Positionspapier die Ehe nur „zwischen Mann und Frau“
  12. Ebola-Ausbruch in Ostafrika: Groß-Wallfahrt in Uganda abgesagt
  13. Die offenen Türen des Glaubens, der Kirche und des Herzens
  14. Medien spekulieren weiter über möglichen Beginn des Seligsprechungsprozesses für Benedikt XVI.
  15. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative

Vatikan bietet Nicaragua Wiederaufnahme von Gesprächen an

1. Oktober 2023 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Außenbeauftragter Gallagher bei UNO-Vollversammlung in New York: Hoffnung auf respektvoller diplomatischen Dialog zum Wohl der Kirche und der gesamten Bevölkerung


New York (kath.net/KAP) Der Vatikan will mit der Diktatur in Nicaragua erneut das diplomatische Gespräch aufnehmen. Wie der Außenbeauftragte des Heiligen Stuhls, Erzbischof Paul Richard Gallagher, am Dienstag bei der 78. Sitzung der UNO-Vollversammlung in New York hervorgehoben hat, sei man bestrebt, das verloren gegangene Vertrauen wiederaufzubauen zum Wohl aller. Dabei wurde besonders auf das mittelamerikanische Land unter der Herrschaft von Machthaber Daniel Ortega verwiesen.

"Ein besonderer Gedanke gilt Nicaragua, mit dem der Heilige Stuhl einen respektvollen diplomatischen Dialog zum Wohl der dortigen Kirche und der gesamten Bevölkerung führen möchte", sagte der vatikanische "Außenminister". Gallagher bekundete auch "Solidarität" mit Nicaragua. Der erhoffte Dialog, der auch über die örtlichen Kirchen zu führen sei, könne "im Interesse der nationalen Bevölkerung sein", so der Erzbischof.


An die UNO gerichtet, forderte Gallagher, die Staatengemeinschaft müsse "wieder zu einem Ort werden, an dem die Probleme der Welt gelöst werden". Die Rückkehr zum gegenseitigen Zuhören und zum Dialog seien für die Beendigung von Konflikten und die Vermeidung neuer vonnöten, doch sei aktuell eine gegensätzliche Entwicklung zu beobachten: "Die Menschen hören nicht nur nicht zu, sondern sie wollen diejenigen, die anderer Meinung sind als sie, mit scheinbar plausiblen Argumenten zum Schweigen bringen oder ausgrenzen."

Obwohl Gallagher nur kurz auf den Krisenstaat eingegangen war, seien seine Worte "besonders wichtig in einer Zeit, in der sich der Unterdrückungsapparat des Ortega-Regimes gegen die katholische Kirche richtet", kommentierte am Mittwoch in Nicaragua das regierungskritische Portal "Despacho 505". Hingewiesen wurde auch darauf, dass bei Gallaghers Rede vor der UNO auch der nicaraguanische Außenminister Denis Moncada zugegen war.

Moncada seinerseits ging in einer Rede am Dienstag nicht auf das vatikanische Angebot ein. Er sprach u.a. mit Blick auf die von den USA und der EU verhängten Sanktionen gegen Nicaragua von der "Verteidigung der Souveränität" seines Landes gegenüber den "Bedrohungen des Imperialismus". Durch Sanktionen gegen Nicaragua oder auch Kuba und Venezuela einen dortigen Regierungswechsel erzwingen zu wollen, zeuge von "Arroganz und Hochmut".

Nicaraguas Kirche, Nichtregierungsorganisationen und unabhängige Medien prangerten in den vergangenen Jahren immer wieder Menschenrechtsverletzungen des Regimes an. Dieses reagierte mit Verhaftungen Oppositioneller und dem Verbot hunderter Organisationen. Gezielt lässt Machthaber Ortega auch kirchliche Einrichtungen schließen und geht gegen Kirchenvertreter vor.
Das Regime legt laut "Despacho 505" anhaltend große Feindseligkeit gegenüber der Kirche an den Tag, mit Enteignungen, Schließung katholischer Einrichtungen, Bespitzelung der Gottesdienste, Landesverweisen für Ordensleute und den Apostolischen Nuntius, Inhaftierung von Priestern und eines Bischofs - Rolando Alvarez -, sowie schweren Verbalangriffen von Machthaber Ortega gegen Papst Franziskus.

Die Ausweisung des damaligen päpstlichen Nuntius Waldemar Sommertag durch Nicaragua war bereits im Frühjahr 2022 geschehen, wenig später die kam Anordnung zur kompletten Räumung der Vatikan-Botschaft. Der Vatikan hatte daraufhin

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto: Der nicaraguanische Bischof Alvarez bei seiner Verhaftung 2022


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  3. Liegt ein Schisma in der Luft?
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  6. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  7. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  8. Adios Toni!
  9. Er starb, weil er die Ehe verteidigte
  10. Weltweiter Rosenkranz für den Frieden am 30. Mai mit Papst Leo XIV. – Übertragung aus dem Vatikan
  11. Martin Mosebach: ‚Die Nichtnagetiere betreten das sinkende Schiff‘
  12. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  13. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  14. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  15. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz