Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

„Wie hältst Du's mit der Synodalität?“ - Meine Antwort auf die Gretchenfrage der Kirche

17. November 2022 in Kommentar, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Ich bin römisch-katholisch und werde es bleiben; das hängt weder von den schrägen Thesen einzelner Theologieprofessoren ab, noch von den pseudodemokratischen Voten ‚Synodaler Wege‘.“ Glosse von Joachim Heimerl


Linz (kath.net/joh) Vor einiger Zeit schrieb mir ein priesterlicher Mitbruder und Theologieprofessor einen „offenen Brief“. Ob dies die rechte Umgangsform unter Priestern ist, sei hier dahingestellt; jedenfalls wandte er sich im Nachgang eines meiner Texte auf dieser Seite an mich; richtiger müsste ich wohl sagen: Er wandte sich „gegen mich“ und meinte, mich dabei auch noch zu belehren. - Nun gut, Professoren tun das ja gern und vermutlich hört man ihnen deshalb nur ungern zu. Demgemäß blieb der Erfolg des Professors dann auch auf der Strecke; seinen Blog, auf dem er den Brief veröffentlichte, lese ich so wenig wie die allermeisten Gläubigen, die sich nicht zu der winzigen Blase eines linken „Akademiekatholizismus“ zählen.

Etliche Wochen dümpelte sein Brief so unbeachtet im Netz, bis er mich über „wohlmeinende“ Mitbrüder schließlich doch noch erreichte. Ihn zu lesen, war der Mühe dann aber kaum wert: Der Professor kam über die altbackenen reformatorischen Positionen nicht hinaus, die er gewöhnlich als neue theologische Erkenntnisse verkauft. Noch ehe ich gelangweilt abbrechen wollte, stieß ich dann  aber auf seine Unterstellung, ich hinge einer längst vergangenen „Zeit der Entsynodalisierung“ nach. - Im drögen Brief eines verzweifelten Reformers war also doch noch ein Bonmot versteckt: „Entsynodalisierung“ – Wow!


Vielleicht stutzen Sie, verehrte Leser, bei diesem Wortungetüm genauso wie ich. Nach kurzem Überlegen wird aber jedem klar, auf welch seichtem Standpunkt sich der Professor hier stellt: Die Kirche sei ihm zufolge nur dann „Kirche“ im volleren Sinn, wenn sie „synodal“ sei; dies sei sie jetzt und das sei sie früher nicht gewesen, da war sie eben – recht kurz gegriffen – „entsynodalisiert“. Im Klartext heißt das natürlich immer das Gleiche: „Weg mit den alten Zöpfen“, was fiele dem tapferen Professor ansonsten auch ein. So wie mir würde er wohl am liebsten jedem Katholiken die Gretchen-Frage eines Inquisitors stellen: „Nun sag, wie hältst Du's mit der Synodalität“?

Die Antwort darauf möchte ich meinen Lesern so wenig in den Mund legen, wie ich offene Briefe beantworte, meine persönliche Antwort ist allerdings klar: Ich halte nichts von „Synodalität“, ausdrücklich sage ich: gar nichts – wenigstens nicht insoweit, als sie das protestantische Kirchenbild umfasst, das wiederum jenes des Professors und seiner synodalen Spießgesellen ist. Ich bin römisch-katholisch und werde es bleiben; das hängt weder von den schrägen Thesen einzelner Theologieprofessoren ab noch von den pseudodemokratischen Voten „Synodaler Wege“. „Offene Briefe“ ändern daran nichts, das wäre ja auch noch schöner! Bekanntlich ist deren Ziel ohnehin immer nur eins: Sie sollen jene diskreditieren, die für die katholische Sache eintreten. - Leider sind das wenige geworden, erst recht im Klerus, und nicht selten hat man den Eindruck, die katholischen Stimmen gehen gegenüber den „synodalen“ unter. Kein Wunder: Sie werden medial an den Rand gedrängt und in die „rechte Ecke“ geschoben. Die synodale Kirche ist bekanntlich links, bunt und grün, natürlich ist sie auch weltoffen, zeitgeistig und irgendwie „modern“; wer dagegen einfach nur „katholisch“ sein will, kommt nicht mehr nach – wenigstens dann nicht, wenn er sich nicht von Professoren und Funktionären jenen pseudokatholischen Synkretismus aufoktroyieren lässt, den man „synodal“ zu nennen pflegt.

Der Weihbischof von Herzogenbusch, Rob Mutsaerts ist jüngst aus dem synodalen Prozess ausgestiegen, von dem er klipp und klar sagte, dass Gott dabei nicht mehr im Spiele sei. Seiner erfrischend katholischen Auffassung schließe ich mich gerne an, selbst auf die „Gefahr“ eines weiteren „offenen Briefes“ hin. Der Professor mag sich damit bestätigt sehen; meine Antwort auf die Gretchenfrage ist glasklar. - Aber wie ist die Ihre?

Der Autor Dr. Joachim Heimerl ist Priester und Oberstudienrat.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  2. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  3. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  4. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  5. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  8. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  9. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  10. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  11. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  12. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  13. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  14. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  15. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz