Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  8. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  9. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  10. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  11. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  12. Die große Täuschung
  13. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  14. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Joe Biden verbreitet FAKENEWS und behauptet, die Kirche erlaube Abtreibung nach Vergewaltigung

26. September 2022 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Diese falsche Wiedergabe der kirchlichen Lehre dürfte Teil einer politischen Strategie vom US-Präsidenten sein, um Wähler von den Republikanern abzuschrecken.


New York (kath.net/mk) US-Präsident Joe Biden behauptete vergangene Woche bei einer Spendenveranstaltung der Demokratischen Partei in New York indirekt, die katholische Kirche erlaube Abtreibung nach einer Vergewaltigung. Das berichtet LifeNews. Damit setzte Biden einen weiteren Schritt in einer langen Reihe von „Ärgernissen“, wie es im Kirchenrecht heißt, durch den Missbrauch seiner Rolle als „Katholik“ für unkatholische politische Zwecke. Nunmehr schimpfte er über einen Gesetzesvorschlag des Pro-Life-Senators Lindsey Graham aus South Carolina und setzte hinzu: „Vergewaltigung, Inzest, keine Ausnahmen. Nun komme ich zu meinem üblichen Argument. Ich bin eben ein praktizierender Katholik, und meine Kirche setzt sich für dieses Anliegen nicht ein.“


Die Position der Kirche im Lebensschutz ist aber glasklar: „Seit dem ersten Jahrhundert hat die Kirche es für moralisch verwerflich erklärt, eine Abtreibung herbeizuführen. Diese Lehre hat sich nicht geändert und ist unveränderlich. Eine direkte, das heißt eine als Ziel oder Mittel gewollte, Abtreibung stellt ein schweres Vergehen gegen das sittliche Gesetz dar.“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2271) Auch die US-Bischöfe bekräftigten 2013 diese Lehre: „Jedes in einer Vergewaltigung empfangene Kind ist wie seine Mutter ein unschuldiges Opfer. Auch dieses Kind hat ein Recht auf Leben; es zu zerstören, würde weder den Täter bestrafen noch das Trauma der Mutter beenden.“ Darüber hinaus betonen die Bischöfe, dass betroffene Frauen „unsere mitfühlende und verständnisvolle Fürsorge brauchen, einschließlich psychologischer, geistlicher und medizinischer Hilfe“.

Die Art der Empfängnis ändert also nichts am Recht des Ungeborenen auf Leben. Frank Pavone von den „Priests for Life“ (Priester für das Leben) deutet die verbale Entgleisung als politische Strategie des Präsidenten, der um seine Wiederwahl fürchten muss. Biden wolle die Wähler glauben machen, dass die Republikaner Abtreibungsverbote ohne Ausnahmen auch für die schlimmsten und tragischsten Umstände durchsetzen wollten. Abgesehen davon, dass die im Gefolge der höchstgerichtlichen Dobbs-Entscheidung im Juni in diversen Bundesstaaten in Kraft getretenen Abtreibungsverbote in aller Regel ebensolche Ausnahmen enthalten, will Pavone den Blick auf die Gesetzesvorhaben der Demokraten lenken: Dort sei nämlich oft von Abtreibung ohne Einschränkung bis zur Geburt die Rede. Biden selbst möchte gerade im Kongress ein Gesetz durchbringen, das nicht nur die völlige Legalisierung, sondern auch den Zwang für christliche Spitäler und Mitarbeiter vorsieht, an Abtreibungen entgegen ihrem Gewissen mitzuwirken.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  15. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz