Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  8. Realitätsverlust im Bistum Chur
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  12. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  13. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  14. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Die Salbung des Geistes – dem Heute der anderen Jesus vermitteln

23. Jänner 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: das Wort verwandelt einen gewöhnlichen Tag in das Heute, in dem Gott zu uns spricht. Das Wort Gottes – Leuchtfeuer, das den synodalen Weg leiten soll. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus mit Papst Franziskus am dritten Sonntag im Jahreskreis, Tag des Wortes Gottes.

Im Evangelium der heutigen Liturgie sähen wir, wie Jesus seine Predigt einleitet (vgl. Lk 4,14-21). Er gehe nach Nazareth, „wo er aufgewachsen ist, und nimmt an den Gebeten in der Synagoge teil“. Er stehe auf, um zu lesen, und finde in der Schriftrolle des Propheten Jesaja den Text über den Messias, der den Armen und Unterdrückten eine Botschaft des Trostes und der Befreiung verkünde (vgl. Jes 61,1-2). Am Ende der Lesung „waren die Augen aller auf ihn gerichtet“ (V. 20).  Und Jesus beginne mit den Worten: „Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt (V. 21).

„Lasst uns heute bei diesem Heute verweilen“, so der Papst: „es ist das erste Wort der Predigt Jesu, das im Lukasevangelium aufgezeichnet ist. Vom Herrn ausgesprochen, weist es auf ein ‚Heute’ hin, das alle Zeitalter überschreitet und immer gültig bleibt“. Die Prophezeiung Jesajas liege Jahrhunderte zurück, aber Jesus, in der Kraft des Geistes, mache sie aktuell und vor allem erfülle sie sich.


Die Dorfbewohner seien von Jesu Worten beeindruckt. Auch wenn sie ihm aufgrund von Vorurteilen nicht glaubten, erkennten sie, dass seine Lehre anders sei als die der anderen Lehrer: „sie spüren, dass Jesus mehr zu bieten hat. Was ist da?“. Es gebe die Salbung durch den Heiligen Geist. Manchmal komme es vor, dass unsere Predigten und unsere Lehren allgemein und abstrakt blieben, „dass sie die Seele und das Leben der Menschen nicht berühren. Warum? Weil ihnen die Kraft des heute fehlt, die Jesus durch die Kraft des Geistes mit Sinn erfüll“.

Man höre tadellose Konferenzen, gut konstruierte Reden, aber sie bewegten das Herz nicht und so bleib alles beim Alten. Die Predigt „läuft Gefahr, ohne die Salbung des Geistes das Wort Gottes zu verarmen, in Moralismus und abstrakte Begriffe zu verfallen, das Evangelium distanziert darzustellen, als sei es aus der Zeit gefallen, weit weg von der Wirklichkeit“. Aber ein Wort, in dem nicht die Kraft von heute pulsiere sei nicht Jesus würdig und hrlfr dem Leben der Menschen nicht. Deshalb müssten diejenigen, die predigten, als erste das Heute Jesu erfahren, um es im Heute der anderen vermitteln zu können.

An diesem Sonntag des Wortes Gottes „möchte ich allen Predigern und Verkündigern des Evangeliums danken. Lasst uns für sie beten, dass sie das Heute Jesu leben, die süße Kraft seines Geistes, die die Heilige Schrift lebendig macht“. Das Wort Gottes sei in der Tat lebendig und wirksam, es verändere uns, „es greift in unsere Angelegenheiten ein, es erhellt unseren Alltag, es tröstet und bringt Ordnung“.

„Denken wir daran“, rief Franziskus auf: „das Wort verwandelt einen gewöhnlichen Tag in das Heute, in dem Gott zu uns spricht. Nehmen wir also das Evangelium in die Hand, jeden Tag einen kleinen Abschnitt, den wir in aller Ruhe lesen und wieder lesen. Mit der Zeit werden wir entdecken, dass diese Worte speziell für uns, für unser Leben gemacht sind“.

Sie würden uns helfen, jeden Tag mit einer besseren und gelasseneren Einstellung zu begrüßen, „denn wenn das Evangelium in die Welt von heute eintritt, erfüllt es sie mit Gott“. Der Papst unterbreitete einen Vorschlag: „an den Sonntagen dieses Kirchenjahres wird das Lukasevangelium, das Evangelium der Barmherzigkeit, verkündet. Warum lesen wir sie nicht auch persönlich, alles, jeden Tag einen kleinen Abschnitt? Machen wir uns mit dem Evangelium vertraut, es wird uns die Neuheit und die Freude Gottes bringen!“.

Das Wort Gottes sei auch das Leuchtfeuer, das den synodalen Weg leite, der in der ganzen Kirche begonnen habe: während wir uns bemühen, einander mit Aufmerksamkeit und Unterscheidungsvermögen zuzuhören, lasst uns gemeinsam auf das Wort Gottes und den Heiligen Geist hören“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz