Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  2. Vertrauenskrise in der Kirche
  3. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  4. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  8. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  9. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  10. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  11. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  12. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  13. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  14. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  15. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘

„Mädchen unerwünscht“ – wo bleibt der Aufschrei der Feministinnen?

19. Jänner 2022 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Abtreibungen aufgrund des Geschlechts, oft gewaltsam erzwungen, führen in Indien und China schon zu massiven gesellschaftlichen Verwerfungen. Gehandelt dagegen wird leider kaum.


Neu-Delhi (kath.net/LifeNews/mk) In Indien wurden in den letzten 50 Jahren Schätzungen zufolge 46 Millionen Mädchen durch eine Abtreibung nur aufgrund ihres Geschlechts getötet, wie die New York Post berichtet. Wo bleiben die Aufschreie der Feministinnen? Diese Diskriminierung verletzt auch die Mütter, die oft von ihrer Familie zur Abtreibung gedrängt oder sogar gewaltsam gezwungen werden. Der Guardian berichtet von einer 40-Jährigen aus Mumbai, die wegen ihrer Familie in einem Jahr acht Abtreibungen von Mädchen über sich ergehen lassen musste. „Familien wollen um jeden Preis einen Sohn. Um jeden Preis! Wenn ich sterbe, wird mein Mann morgen wieder heiraten, in der Hoffnung, dass die nächste Frau ihm einen Sohn gebären wird“, erzählt eine andere Inderin.


Prem Chowdhry, ein emeritierter Universitätsprofessor, der sich gegen solche „geschlechtsselektiven“ Abtreibungen einsetzt, erklärt die Hintergründe dieser schrecklichen Tradition. Mädchen würden ihre Herkunftsfamilie nach der Heirat verlassen. Da sie darüber hinaus eine Mitgift „kosten“, werde die Geburt eines Mädchens als unerfreuliche Verpflichtung angesehen. Obwohl die indische Regierung die vorgeburtliche Untersuchung auf das Geschlecht hin schon 1994 verboten hat, erfolgen solche Untersuchungen im Untergrund nach wie vor. Die Auswirkungen lassen sich an den Geburtenzahlen ablesen, die eine massive Kluft zwischen den Geschlechtern offenbaren: im Jahr 2016 kamen auf 100 geborene Buben nur 89 Mädchen.

Auch in China ist die Abtreibung aufgrund des Geschlechtes ein Problem, auch wegen der restriktiven Bevölkerungspolitik des kommunistischen Regimes. Dokumentationen zeigen, wie schwer es Männer oft haben, eine Frau zu finden, weil durch die Abtreibungen so viele Frauen in der Gesellschaft fehlen. Ein effektives Vorgehen gegen diese verwerflichen Praktiken fehlt großteils: der UN-Bevölkerungsfonds verurteilt zwar Abtreibungen aufgrund des Geschlechts in seinen Dokumenten, handelt aber nicht dagegen. In den Vereinigten Staaten verbieten nur einige wenige Bundesstaaten eine derartige Diskriminierung.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  3. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  4. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  5. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  6. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  7. Vertrauenskrise in der Kirche
  8. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  9. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  10. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  11. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  12. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  13. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  14. Warum die deutsche „Demokratie-Kirche“ keine Zukunft hat
  15. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz