Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  2. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  3. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  4. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  8. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  9. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  10. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  11. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  14. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  15. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets

USA: Massive Kritik an Präsident Bidens Pro-Abtreibungs-Aussagen vom Washingtoner Kardinal Gregory

10. September 2021 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Überraschend deutlich: „Der Präsident vertritt nicht die katholische Lehre“ bezüglich der Frage der Abtreibung, „unsere Kirche hat ihre Position zur Unmoral der Abtreibung nicht geändert“, sagt Kardinal Gregory. Von Petra Lorleberg - VIDEO


Washington D.C. (kath.net/pl) Der Streit zwischen den US-Bischöfen und dem US-Präsidenten Joe Biden mit seiner klaren Pro-Abtreibungspolitik, spitzt sich weiter zu. Kardinal Wilton Gregory, Erzbischof von Washington D.C., der eigentlich eher zum Lager der moderaten US-Bischöfe zählt, hat sich bei einer Veranstaltung des „National Press Club“ in Washington klar gegen die Pro-Abtreibungs-Position des US-Präsidenten Joe Biden gestellt. Biden, der sich gern medienwirksam als „praktizierender Katholik“ zeigt, hatte erst vor wenigen Tagen gesagt, er glaube nicht, dass das menschliche Leben mit der Empfängnis beginne, außerdem „war und bin ich ein starker Befürworter von Roe v. Wade“ [dem Grundsatzurteil von 1973, mit dem in den USA die Abtreibung legal wurde].

„Die katholische Kirche lehrt und hat gelehrt, dass das Leben – das menschliche Leben – mit der Empfängnis beginnt“, sagte Kardinal Gregory. „Der Präsident vertritt nicht die katholische Lehre“ bezüglich der Frage der Abtreibung, „unsere Kirche hat ihre Position zur Unmoral der Abtreibung nicht geändert und ich sehe nicht, wie wir sie ändern könnten, denn wir glauben, dass jedes menschliche Leben heilig ist. Jedes Menschenleben ist heilig.“ Das ist dem Video zu entnehmen, das der National Press Club veröffentlich hat (siehe unten).


Noch im Januar hatte sich Kardinal Gregory gegen deutlichere Aussagen der US-Bischofskonferenz (USCCB) gegen die Abtreibungspolitik von Biden gewandt. Gregory hatte damals, gleich nach Bidens Amtseinführung, gewarnt, dass diese Aussagen zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekommen seien und dass man besser den „Dialog“ mit der neuen Regierung suchen sollte. Er hatte sich zu dem Satz verstiegen: „Echter Dialog – das ist das Mantra von Papst Franziskus“, kath.net hat berichtet (siehe Link).

Auch während der Frühjahrsvollversammlung der USCCB versuchte er, einen mäßigenden Einfluss zu nehmen. In der Diskussion darüber, ob die US-Bischöfe ein Lehrdokument veröffentlichen wollen, das sich dazu äußert, ob katholische Politiker, die öffentlich für Abtreibung eintreten bzw. entsprechende Gesetze fördern, zum Empfang der Hl. Eucharistie zugelassen seien, hatte Gregory vor einem solchen Dokument gewarnt. Er hatte argumentiert, dass ein solches Lehrschreiben die „Einheit“ schädigen würde. Auch hatte er keinen Widerspruch erhoben, als ein Priester seines Erzbistums öffentlich vertrat, dass er Präsident Biden weiterhin die Kommunion reichen werde. Deshalb ist die jüngste Äußerung des Kardinals als „ sehr überraschend“ einzustufen.

Biden, der im Wahlkampf erkennbar auch um die Stimmen der katholischen Wähler geworben hatte, hatte am 1. September in Reaktion auf eine Grundsatzentscheidung des Bundesstaates Texas gegen Abtreibung ab Beginn des Herzschlags geschrieben, das Urteil des Obersten Gerichtshofs sei „ein beispielloser Angriff auf die verfassungsmäßigen Rechte und erfordert eine sofortige Reaktion. Wir werden eine gesamtstaatliche Anstrengung unternehmen, um darauf zu reagieren, und wir werden prüfen, welche Schritte wir unternehmen können, um sicherzustellen, dass Texaner Zugang zu sicheren und legalen Abtreibungen haben.“ kath.net hat berichtet (siehe Link).

National Press Club - Cardinal Wilton Gregory (englisch), die entscheidenden Aussagen erfolgen ab Minute 59

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Warum bin ich Christ“
  3. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  4. Mit dem Rosenkranz im Gym
  5. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  6. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  7. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  8. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  9. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  10. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  11. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  12. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  13. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  14. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  15. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz