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Finnland: Pastoren während Outdoor-Gottesdiensts verhaftet

17. April 2021 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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Die Polizisten forderten einen Abstand zwischen Haushaltsangehörigen und drohten allen Gläubigen mit der Festnahme. Die Gemeinde will wieder zusammenkommen.


Espoo (kath.net/LifeSiteNews/mk) Zwei christliche Pastoren wurden vergangenen Sonntag in Espoo, Finnland, von der Polizei festgenommen und über 4 Stunden angehalten, weil sie mit ihrer Gemeinde einen Gottesdienst im Freien gefeiert hatten. Dieser Gottesdienst einer finnischen Baptistengemeinde fand in dieser Form schon zum fünften Mal in Folge statt, unter Einhaltung der Covid-Abstandsregeln, auf einem großen öffentlichen Platz, dessen Benützung den Baptisten von der öffentlichen Hand erlaubt worden sei. Etwa 35 Gläubige waren diesmal anwesend. Die plötzlich erschienenen Polizisten monierten, dass innerhalb der Familien - also etwa zwischen Eltern und ihren kleinen Kindern im selben Haushalt - der 2-Meter-Abstand nicht eingehalten werde, und drohten damit, alle festzunehmen. Schließlich wurden die beiden Pastoren verhaftet und abgeführt.


Die Christengemeinde hielt wenige Tage später auf ihrer Website fest, dass die staatlichen Behörden vom Gesetz her keine Befugnis hätten, in Veranstaltungen gesetzlich anerkannter Religionsgemeinschaften einzugreifen. Dies bestätigte auch die örtlich zuständige Gesundheitsbehörde, allerdings mit dem Beisatz, dass die Nutzung von Grundstücken etwa zu gewerblichen Zwecken sehr wohl behördlichen Einschränkungen unterliege. Bis dato konnten die inzwischen wieder freigelassenen Pastoren aber keine Information darüber erhalten, weshalb die Amtshandlung nun konkret erfolgt sei.

Die Baptistengemeinde kündigte an, am kommenden Sonntag wieder einen Outdoor-Gottesdienst am selben Ort abzuhalten.


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