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US-Erzbischof kritisiert Pelosi: „Kein Katholik kann mit gutem Gewissen Abtreibung befürworten“

23. Jänner 2021 in Prolife, 12 Lesermeinungen
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Schärfstmögliche Kritik von Cordileone: „Unser Land ist vom Blut Unschuldiger durchtränkt, das muss aufhören“ – „Nancy Pelosi spricht nicht für die katholische Kirche“, sie spricht „nicht die Sprache der Einheit und der Heilung“ – Von Petra Lorleberg


San Francisco-Washington DC. (kath.net/pl) Schärfstmögliche Kritik an der abtreibungsbefürwortenden Haltung von Nancy Pelosi (Demokratische Partei), der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, äußert Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco (Kalifornien), der Heimatdiözese von Pelosi, in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung.

kath.net dokumentiert die Erklärung in voller Länge in eigener Übersetzung – Übersetzung © kath.net/PL

Antwort von Erzbischof Cordileone auf die Kommentare von Sprecher Pelosi zu Pro-Life-Wählern
Salvatore J. Cordileone, 21. Januar 2021

Am Montag kritisierte die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, die zahlreichen Wähler, die wegen der Abtreibungsfrage für Donald Trump gestimmt hatten. Sie sagte, diese Stimmabgaben hätten „sie als Katholikin sehr traurig“ gemacht und sie beschuldigte sie, dass sie „wegen dieser einen Sache bereit sind zum Ausverkauf der gesamten Demokratie“.

Salvatore J. Cordileone, Erzbischof von San Francisco, gab als Antwort folgende Erklärung ab:

Zunächst einmal: Nancy Pelosi spricht nicht für die katholische Kirche. Sie spricht als hochrangige wichtige Regierungschefin und als Privatperson. Und zur Frage der gleichen Würde des menschlichen Lebens im Mutterleib spricht sie auch im direkten Widerspruch zu einem grundlegenden Menschenrecht, für das sich die katholische Lehre seit 2000 Jahren konsequent einsetzt.


Christen haben immer vertreten, dass das Gebot „Du sollst nicht töten“ alles [menschliche] Leben betrifft, einschließlich des Lebens im Mutterleib. Gegen Ende des ersten Jahrhunderts heißt es im Barnabasbrief: „Du sollst das Kind nicht töten, indem du Abtreibung ermöglichst, du sollst es auch nicht zerstören, nachdem es geboren wurde.“ (Nr. 19). Eintausendachthundertfünfundsechzig Jahre später bekräftigte das Zweite Vatikanische Konzil: „Das Leben ist daher von der Empfängnis an mit höchster Sorgfalt zu schützen. Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuenswürdige Verbrechen.“ (Gaudium et spes, Nr. 51).

Papst Franziskus setzt diese ungebrochene Lehre fort. Vor den Teilnehmern der Konferenz „Ja zum Leben! - Sich um das kostbare Geschenk des Lebens in seiner Gebrechlichkeit kümmern“ am 25. Mai 2019 verurteilte er die Abtreibung auf das Allerschärfste: „Ist es erlaubt, ein menschliches Leben auszulöschen, um ein Problem zu lösen? ... Es ist nicht erlaubt. Man darf niemals, niemals ein menschliches Leben auslöschen ... um ein Problem zu lösen. Abtreibung ist niemals die Antwort, nach der Frauen und Familien suchen.“ Und erst gestern (20. Januar 2021) wiederholte Erzbischof Gomez, Präsident der Konferenz der katholischen Bischöfe der Vereinigten Staaten, die Erklärung der US-Bischöfe, dass Abtreibung für Katholiken von „herausragender Priorität“ ist. Dabei hat er in seiner Funktion als Präsident der US-amerikanischen katholischen Bischofkonferenz richtig und kollaborativ gehandelt, und ich bin ihm dafür dankbar.

Hervorragend bedeutet natürlich nicht „nur“. Es gibt sicherlich viele Übel, denen wir uns stellen müssen, und viele Gutes, nach dem wir streben müssen. In seiner gestrigen Antrittsrede rief Präsident Biden zu Einheit und Heilung auf. Er präsentierte, was ich als eine „Litanei des Mitgefühls“ bezeichnen möchte – und er brachte die Leiden der Menschen in einem breiten Themenspektrum vor die Augen der Nation. Nach meiner Erfahrung arbeiten auch Fürsprecher für ungeborene Kinder fleißig, um auch in vielen dieser Fälle von Nutzen zu sein. Sprecher Pelosi hat diese Woche beschlossen, die Motive von Millionen von Katholiken und anderen in Frage zu stellen, die Abstimmung über das Thema Abtreibung zu ihrer Priorität zu machen, und wirft ihnen den „Ausverkauf der gesamten Demokratie“ vor. Dies ist nicht die Sprache der Einheit und der Heilung. Sie schuldet diesen Wählern eine Entschuldigung.

„Ich selbst werde nicht davon ausgehen zu wissen, was die katholischen Wähler dachten, als sie für den Präsidentschaftskandidaten ihrer Wahl stimmten, unabhängig davon, wer ihr bevorzugter Kandidat war. Es gibt viele Fragen von sehr schwerwiegender moralischer Konsequenz, die Katholiken bei ihrer Abstimmung mit gutem Gewissen abwägen müssen. Eines ist jedoch klar: Kein Katholik mit gutem Gewissen kann eine Abtreibung befürworten. Das „Recht auf Entscheidung“ ist eine Nebelwand, um eine ganze Branche aufrechtzuerhalten, die von einem der abscheulichsten Übel profitiert, das man sich vorstellen kann. Unser Land ist vom Blut der Unschuldigen durchtränkt – und das muss aufhören.

Deshalb werden wir als Katholiken weiterhin für diejenigen sprechen, die keine Stimme haben, um für sich selbst zu sprechen, und diejenigen erreichen, trösten und unterstützen, die unter den Narben der Abtreibungserfahrung leiden. Wir werden dies tun, bis unser Land dieses verabscheuungswürdige Übel endgültig beseitigt hat.“

Link zum Originalstatement von Erzbischof Cordileone uf der Homepage des Erzbistums San Francisco: Archbishop Cordileone’s Response to Speaker Pelosi’s Comments About Pro-Life Voters - Most Rev. Salvatore J. Cordileone

VIDEO - Erzdiözese San Francisco (Kalifornien) - Erzbischof Salvatore Cordileone in Online-Diskussion über die Zukunft der ProLife-Bewegung (englisch)

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Lesermeinungen

 Diadochus 23. Jänner 2021 
 

Demokratiefeinde

In der Aussage von Nancy Pelosi höre ich etwas sehr Gefährliches heraus. Es geht ihr nicht nur um die Abtreibung. Sie impliziert in ihrer Rede, Katholiken seien gegen die Demokratie, für den "Ausverkauf der Demokratie". Katholiken seien der Anlass, weswegen Amerika der Heilung und der Einheit bedürfe. Das ist harter Tobak. Es wäre also ein Anlass gegeben, Katholiken zu verfolgen, um Amerika zu heilen und um die Einheit wieder herzustellen, die nicht mehr gegeben sei. Katholiken sollten jetzt auf alles gefasst sein. Mit Erzbischof Cordileone hat Nancy Pelosi einen streitbaren Gegner, der ihr nicht klein bei gibt, so wie es sich für einen Katholiken gehört.


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 lesa 23. Jänner 2021 

Viel zu den Heiligen Engeln beten!

Gott sei Dank gibt es nicht nur solch furchtbare Verblendung, sondern Menschen, die an Gott erinnern.
"Im Buch Genesis lesen wir von der Ursünde Adams, in der unsere Stammeltern so sein wollten wie Gott. Immer weiter breitete sich seitdem das Übel über die ganze Menschheit aus. Wie aus der Sintflut und dem Turmbau zu Babel deutlich wird, wurde das Bedürfnis nach einem Neuanfang immer dringlicher, das in Christus seine volle Erfüllung finden sollte. Die Heilige Schrift berichtet uns neben der in ihre Sünde verstrickten Menschheit auch von einer anderen verborgenen Wirklichkeit: von gerechten, auf den Herrn hoffenden Menschen wie Abel, der ein Gott wohlgefälliges Erstlingsopfer darbringt, oder von Noach, der durch seinen frommen Lebenswandel die Vernichtung der Menschheit abwendet. Das Gebet der Gerechten bildet einen Schutzwall gegen das wachsende Böse in der Welt, denn es richtet den Blick auf den Herrn aus, der Wüsten des Hasses in blühende Gärten verwandeln kann." (Papst Franziskus)


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 stephanus2 23. Jänner 2021 
 

Wegen dieser einen Sache (!!!) :-(

..bereit zum Ausverkauf der gesamten Demokratie.." Trump zu wählen, war also Ausverkauf der Demokratie? Und nur wegen dieser einen Sache...das macht sie ach so traurig...Wissen es solche Menschen, wenn sie Unwahrheit, Verdrehung und Gift verspritzen ? Das Gegenteil ist wahr, wir werden es erleben, wenn die Linken ihre Macht jetzt einsetzen werden. D a n n ist die Demokratie in Gefahr. D a n n sind die Menschenrechte in Gefahr.Übrigens ist das ein älteres Foto von Pelosi, ich glaube sie geht auf die 80 zu.


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 KatzeLisa 23. Jänner 2021 
 

eigenartiges Demokratieverständnis

Nancy Pelosi zeigt ein eigenartiges Demokratieverständnis und hat sich als knallharte Politikerin entlarvt, die "über Leichen (von Foeten) geht".
Auch Joe Bidens Aussage, Amerika "heilen" zu wollen, erscheint mehr als fragwürdig, wenn er bereits wenige Stunden nach Amtsantritt mit einem Federstrich eine Reihe von Trump-Entscheidungen rückgängig macht. Dieser Präsident wird, getrieben von linken Demokraten, die Spaltung Amerikas eher vertiefen als beheben. Sollte er aus gesundheitlichen Gründen seine Amtszeit nicht durchstehen können, werden die Abgründe mit Kamala Harris noch mehr zunehmen.


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 peritus 23. Jänner 2021 
 

Falsche Prophetin im "katholischen" Gewand

"Wegen dieser einen Sache" zeigt diese Person ihr antikatholisches Gesicht. Unabdingbare Grundlage des römisch katholischen Glaubens ist das Bekenntnis der Unantastbarkeit des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Alles andere ist ein Pakt mit dem Teufel. Pelosis Gesichtszüge sind desöfteren vom Hass verzerrt. Auch eine Folge ihres Abfalles von der Lehre der Kirche. Wer die mörderische Abtreibung als "diese eine Sache" wegwischt, muss sich nicht wundern, wenn das Seelenleben in Finsternis gehüllt ist. Katholisch sein heisst ALLES zu glauben und zu verkünden, was die unfehlbare Lehre der Kirche lehrt; wenn auch nur eine ihrer Lehren abgelehnt wird, so bricht das ganze Glaubensgebilde in sich zusammen und wird zu Menschenmachwerk. Alleine der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche steht der Heilige Geist bei; alleine durch sie will Er gehört werden. Niemals durch verweltlichte Pseudo"Katholiken" wie Biden oder Pelosi.


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0
 
 hape 23. Jänner 2021 

Nancy Pelosi gehört zu den Frauen,

die man seinem schlimmsten Feind nicht zum Freund wünscht.


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 nazareth 23. Jänner 2021 
 

Ausverkauf der Demokratie ist den Willen von mehr als halb Amerika zu beschimpfen und zu missachten. Amerika ist halb liberal und halb konservativ eingestellt,in etwa, grob verkürzt. Und das nennt man dann hart erkämpfte Kompromisse. Und Freiheit in Gewissen und Religion müssen unangetastet bleiben! Das haben die Demokraten nicht verstanden. Man sah dies in der Praxis...


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 padre14.9. 23. Jänner 2021 

"Kein Katholik mit gutem Gewissen kann eine Abtreibung befürworten"

Mein Dank an Erzbischof Salvatore Cordileone!
Joe Biden und Nancy Pelosi sind katholisch, und befürworten Abtreibung / Tötung eines Menschen, niemals ist das ist keinesfalls katholisch!!


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 Zeitzeuge 23. Jänner 2021 
 

Im Link das Wappen des mutigen Erzbischofs, der bekannt ist, für

sein unerschrockenes Zeugnis bzgl. der kath.

Glaubens- und Sittenlehre!

Er ist ein auch dem a.o. Ritus nicht abgeneigter

Bischof, der 2012 von Papst Benedikt XVI.zum

Erzbischof von San Francisco ernannt wurde.

Möge Erbischof "Löwenherz" (Jg. 1956) noch

Recht lange als Zeuge der Wahrheit öffentlich

seine Stimme erheben!

de.wikipedia.org/wiki/Salvatore_Joseph_Cordileone#/media/Datei:Coat_of_arms_of_Salvatore_Joseph_Cordileone.svg


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 girsberg74 23. Jänner 2021 
 

Schließe mich

den Posts von @SalvatoreMio und @Herbstlicht voll an!
Es gibt nichts anderes als Christ.


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 Herbstlicht 23. Jänner 2021 
 

unmissverständlich klar gesprochen und nicht drumherum geredet

Erzbischof Salvatore J. Cordileone hat eine klare Aussage gemacht.
Nancy Pelosi muss dies zur Kenntnis nehmen, ob es ihr passt oder nicht.
Es wird sich herausstellen, wie sich die Regierung Biden zur Abtreibung stellt, vermutlich durchweg positiv.
Aber dann würde sich zeigen, wie wenig ihr das Leben insgesamt -da sich das Ungeborene noch im schutzwürdigen und absolut abhängigen Zustand befindet- wirklich ein echtes Anliegen wäre.


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 SalvatoreMio 23. Jänner 2021 
 

Bravo! Eine gewissenhafte, klare Aussage!

Viele alte Menschen unserer Zeit finden Halt an Handstock und Rollator. Mindestens ebenso brauchen wir alle Halt für unser seelisch-geistig-geistliches Leben. Dazu braucht es wieder Eindeutigkeit, wie in den Worten von Erzbischof Gomez. Danke!


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