Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  4. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  7. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  8. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  9. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  10. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  14. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  15. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang

Er lehrte wie einer, der göttliche Vollmacht hat

12. Jänner 2021 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: schweig und verlass ihn! Jesu ganzes Dasein ist Übersetzung der Macht in Demut. Es ist die Hoheit, die sich in die Gestalt des Knechts erniedrigt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Der sogenannte Jahreskreis hebt an, und dies mit aller „Macht“:

„In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa“ (Mk 1, 21-28).

„Für den Menschen bedeutet Autorität oft Besitz, Macht, Herrschaft, Erfolg. Für Gott dagegen bedeutet Autorität Dienen, Demut, Liebe; sie bedeutet, in die Logik Jesu einzutreten, der sich herabbeugt, um die Füße der Jünger zu waschen (vgl. Joh 13,5), der das wahre Wohl des Menschen sucht, der die Wunden heilt, der einer so großen Liebe fähig ist, dass er sein Leben hingibt, da er die Liebe ist. In einem ihrer Briefe schreibt die hl. Katharina von Siena: ‚Es ist notwendig, dass wir in Wahrheit mit dem Licht des Glaubens sehen und erkennen, dass Gott die höchste uns ewige Liebe ist und nichts anderes als unser Heil wollen“.


Benedikt XVI., Angelus am 29. Januar 2012, ein Jahr vor der Abdankung:

Das Evangelium des heutigen Sonntags (Mk 1,21–28) berichtet uns von Jesus, der am Sabbat in der Synagoge von Kafarnaum predigt, jener kleinen Stadt am See Gennesaret, wo Petrus und sein Bruder Andreas wohnten. Seiner Lehre, die das Staunen der Menschen erregte, folgt die Befreiung eines Mannes, »der von einem unreinen Geist besessen war« (V. 23), welcher in Jesus den »Heiligen Gottes«, das heißt den Messias erkennt. Rasch verbreitet sich sein Ruf im ganzen Gebiet, das er durchwandert, wobei er das Reich Gottes verkündigt und Kranke aller Art heilt: Wort und Tat. Der hl. Johannes Chrysostomus weist darauf hin, wie der Herr »in so vielfältiger Weise auf den Nutzen seiner Zuhörer bedacht ist, und bald von den Wundertaten zur Predigt übergeht, bald auf die mündliche Belehrung Wundertaten folgen läßt« (Hom. in Matthæum 25, 1: PG 57, 328).

Das Wort, das Jesus an die Menschen richtet, eröffnet unmittelbar den Zugang zum Willen des Vaters und zur Wahrheit über sich selbst. Nicht so dagegen erging es den Schriftgelehrten, die sich anstrengen mußten, die Heilige Schrift über zahllose Überlegungen hinweg zu deuten. Darüber hinaus vereinte Jesus die Wirksamkeit des Wortes mit der Wirksamkeit der Zeichen der Befreiung vom Bösen. Der hl. Athanasius merkt an: »Wenn er Teufeln gebietet und sie austreibt, so ist das kein menschliches, sondern ein göttliches Werk«; denn der Herr »vertrieb einfach alle Krankheiten und Gebrechen von den Menschen. […] Wer wird denn angesichts seiner Macht […] noch Zweifel hegen, ob dieser der Sohn Gottes, die Weisheit und Macht sei?« (Oratio de Incarnatione Verbi 18.19: PG 25,128 BC. 129B). Die göttliche Autorität ist keine Naturgewalt. Sie ist die Macht der Liebe Gottes, der das Universum schafft, im eingeborenen Sohn Mensch wird, in unser Menschsein herabkommt und so die durch die Sünde verdorbene Welt heilt. Romano Guardini schreibt: »Jesu ganzes Dasein ist Übersetzung der Macht in Demut […]; es ist die Hoheit, die sich in die Gestalt des Knechts erniedrigt« (Die Macht – Versuch einer Wegweisung, Würzburg 1951).

Für den Menschen bedeutet Autorität oft Besitz, Macht, Herrschaft, Erfolg. Für Gott dagegen bedeutet Autorität Dienen, Demut, Liebe; sie bedeutet, in die Logik Jesu einzutreten, der sich herabbeugt, um die Füße der Jünger zu waschen (vgl. Joh 13,5), der das wahre Wohl des Menschen sucht, der die Wunden heilt, der einer so großen Liebe fähig ist, daß er sein Leben hingibt, da er die Liebe ist. In einem ihrer Briefe schreibt die hl. Katharina von Siena: »Es ist notwendig, daß wir in Wahrheit mit dem Licht des Glaubens sehen und erkennen, daß Gott die höchste und ewige Liebe ist und nichts anderes als unser Heil wollen kann« (Ep. 13 in: Le Lettere, Bd. 3, Bologna 1999, 206).

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI. - Licht des Glaubens

  1. Der außerordentliche Aufruf zur Umkehr
  2. Die antike Prophetie und der letzte Horizont
  3. Unsere Liebe Frau in Jerusalem – die Hingabe
  4. Elisabeth von Ungarn – Brot, das zu schönsten Rosen wird
  5. Unterwegs zu Christus, dem König
  6. Martin von Tours. Der Soldat Christi
  7. Die Kirche: der Weinstock, die Reben und die Reblaus
  8. Simon und Judas: unsere Identität erfordert angesichts der Widersprüchlichkeiten der Welt Kraft
  9. Ein Narrativ: das reale Konzil und des ‚Konzil der Journalisten’
  10. Leiden mit dem anderen, für die anderen. Leiden um der Wahrheit und der Gerechtigkeit willen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  6. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  7. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  8. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  9. Grösse
  10. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  11. Scharfe innerorthodoxe Kritik an Kyrills Atomwaffen-Predigt
  12. „Ich spüre die Berufung zu pilgern“ – Andrzej Kurek pilgert seit 65 Jahren nach Tschenstochau
  13. Salzburg: Opernstar bereitete Franziskus-Rolle im Kapuzinerkloster vor
  14. Ceuta: Integrationsministerin Bauer fordert mehr Außengrenzschutz und effektive Rückführungen
  15. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz