Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  2. Homosexualität: Gott-gewollt oder Darwinischer Irrtum?
  3. Zitat: „Explizit wie nie zuvor wird Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen als Bereicherung anerkannt
  4. Callboys, Nutten und Drogenjunkies - Wie wärs mit einem (Neben-)Job in der ‚deutschen Kirche‘?
  5. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  6. Deutsche Bischöfe kehren angeschlagen aus Rom zurück
  7. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  8. Daniel Deckers wittert einen Eklat: Der Papst habe die deutschen Bischöfe „düpiert“
  9. Papst an Theologen: Kreative Treue zu Tradition bei Gender-Thema
  10. Roma locuta causa finita
  11. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  12. Italien: "Singende Nonne" Suor Cristina ist aus ihrem Orden ausgetreten
  13. Nach dem Ad-limina-Besuch – Deutsche Bischöfe sitzen in der selbstgestellten Falle
  14. "Bei den einen ist das todesmutig, bei den anderen ganz und gar nicht"
  15. Hat Kardinal Marx dem Papst erneut den Rücktritt angeboten?

Die antike Prophetie und der letzte Horizont

vor 2 Tagen in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: durch seine Verkündigung und dann durch seinen Tod und seine Auferstehung hat Christus die alten Verheißungen erfüllt und eine tiefere und universale Perspektive offenbart. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Donnerstag der 34. Woche im Jahreskreis – das Kirchenjahr liegt in den letzten Zügen. Der Advent steht bevor und die Lesungen werden dramatischer.

 

Vom Gericht über Jerusalem

„Wenn ihr aber seht, dass Jerusalem von Heeren eingeschlossen wird, dann erkennt ihr, dass seine Verwüstung bevorsteht. Dann sollen die Bewohner von Judäa in die Berge fliehen; wer in der Stadt ist, soll sie verlassen, und wer auf dem Land ist, soll nicht in die Stadt gehen. Denn das sind die Tage der Vergeltung, damit alles in Erfüllung geht, was geschrieben steht. Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen! Denn große Bedrängnis wird über das Land hereinbrechen und Zorn über dieses Volk. Mit scharfem Schwert wird man sie erschlagen, als Gefangene wird man sie zu allen Völkern schleppen und Jerusalem wird von den Völkern zertreten werden, bis die Zeiten der Völker sich erfüllen.

Das Kommen des Menschensohnes

Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. 26 Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe“ (Lk 21,20-28).

Benedikt XVI., Angelus am 7. Dezember 2008:

Seit einer Woche befinden wir uns in der liturgischen Zeit des Advents: einer Zeit der Öffnung auf Gottes Zukunft hin und einer Zeit der Vorbereitung auf das heilige Weihnachtsfest, als er, der Herr, der die absolute Neuheit ist, kam, um inmitten dieser gefallenen Menschheit zu wohnen und sie dadurch von Innen her zu erneuern. In der Liturgie des Advents erklingt eine Botschaft voller Hoffnung, die uns einlädt, den Blick auf den letzten Horizont zu richten, gleichzeitig jedoch in der Gegenwart die Zeichen des Gott-mit-uns zu erkennen. An diesem zweiten Adventssonntag nimmt das Wort Gottes den bewegenden Tonfall des sogenannten Deuterojesaja an, der den von Jahrzehnten bitteren Exils in Babylonien geprüften Israeliten endlich die Befreiung verhieß: »Tröstet, tröstet mein Volk«, spricht der Prophet im Namen Gottes. »Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet der Stadt, daß ihr Frondienst zu Ende geht« (Jes 40,1–2). Das will der Herr im Advent tun: seinem Volk und durch es der ganzen Menschheit zu Herzen reden, um das Heil zu verkünden. Auch heute erhebt sich die Stimme der Kirche: »Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste!« (Jes 40,3). Für die durch Elend und Armut geschwächten Völker, für die Scharen von Flüchtlingen, für all jene, die schwere und systematische Verletzungen ihrer Rechte erleiden, stellt sich die Kirche als Wächterin auf den hohen Berg des Glaubens und verkündet: »Seht, da ist euer Gott. Seht, Gott der Herr, kommt mit Macht« (Jes 40,9–10).

Diese prophetische Botschaft hat sich in Jesus Christus verwirklicht. Durch seine Verkündigung und dann durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er die alten Verheißungen erfüllt und eine tiefere und universale Perspektive offenbart. Er hat den Anfang zu einem neuen, nicht mehr nur irdischen, geschichtlichen und somit vorläufigen, sondern zu einem radikalen und endgültigen Exodus gesetzt: zum Übergang vom Reich des Bösen zum Reich Gottes, von der Herrschaft der Sünde und des Todes zu jener der Liebe und des Lebens. Folglich geht die christliche Hoffnung über die berechtigte Erwartung einer sozialen und politischen Befreiung hinaus, da das, was Jesus begonnen hat, eine neue Menschheit ist, die »von Gott« kommt, zugleich aber in dem Maß in diesem unserem Boden keimt, in dem sie sich vom Geist des Herrn befruchten läßt. Es geht deshalb darum, ganz in die Logik des Glaubens einzutreten: an Gott zu glauben, an seinen Heilsplan, und gleichzeitig sich für den Aufbau seines Reiches einzusetzen. Die Gerechtigkeit und der Friede sind nämlich Geschenk Gottes, sie brauchen jedoch Männer und Frauen, die »guter Boden « sind, der das gute Samenkorn seines Wortes aufzunehmen vermag.

Erstlingsfrucht dieser neuen Menschheit ist Jesus, Sohn Gottes und Sohn Mariens. Sie, die Jungfrau und Mutter, ist der »Weg«, den Gott selbst bereitet hat, um in die Welt zu kommen. Mit all ihrer Demut geht Maria an der Spitze des neuen Israels beim Auszug aus jeglichem Exil, aus jeder Unterdrückung, aus aller moralischen und materiellen Knechtschaft, hin zu »einem neuen Himmel und einer neuen Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt« (2 Petr 3,13). Ihrer mütterlichen Fürsprache vertrauen wir die Erwartung des Friedens und des Heiles für die Menschen unserer Zeit an.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lesa vor 33 Stunden 

Licht des Glaubens - adventliche Zubereitung

Danke, Herr Schwibach! Ihre Arbeit, das laufende Bereitstellen dieser Predigten und Ansprachen von Benedikt VI. sind Balsam, Salbe und Stärkung für die Kirche. Sonnenlicht, das heilende Wirkung hat.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI. - Licht des Glaubens

  1. Unsere Liebe Frau in Jerusalem – die Hingabe
  2. Elisabeth von Ungarn – Brot, das zu schönsten Rosen wird
  3. Unterwegs zu Christus, dem König
  4. Martin von Tours. Der Soldat Christi
  5. Die Kirche: der Weinstock, die Reben und die Reblaus
  6. Simon und Judas: unsere Identität erfordert angesichts der Widersprüchlichkeiten der Welt Kraft
  7. Ein Narrativ: das reale Konzil und des ‚Konzil der Journalisten’
  8. Leiden mit dem anderen, für die anderen. Leiden um der Wahrheit und der Gerechtigkeit willen
  9. Ignatius von Antiochien: die ‚katholische Kirche’ und das ‚Christentum’
  10. Weh euch! Ihr errichtet Denkmäler für die Propheten, die von euren Vätern umgebracht wurden







Top-15

meist-gelesen

  1. Warum Sie am 2. April 2023 am Abend in Krakau sein sollten!
  2. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  3. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  4. Daniel Deckers wittert einen Eklat: Der Papst habe die deutschen Bischöfe „düpiert“
  5. Eine einmalige kath.net-Reise ans Ende der Welt - NORDKAP + LOFOTEN
  6. Deutsche Bischöfe kehren angeschlagen aus Rom zurück
  7. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  8. Homosexualität: Gott-gewollt oder Darwinischer Irrtum?
  9. Italien: "Singende Nonne" Suor Cristina ist aus ihrem Orden ausgetreten
  10. Callboys, Nutten und Drogenjunkies - Wie wärs mit einem (Neben-)Job in der ‚deutschen Kirche‘?
  11. Nach dem Ad-limina-Besuch – Deutsche Bischöfe sitzen in der selbstgestellten Falle
  12. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  13. Roma locuta causa finita
  14. "Gott bewahre mich vor jemand, der nur EIN Büchlein gelesen hat" (Thomas von Aquin)
  15. Zitat: „Explizit wie nie zuvor wird Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen als Bereicherung anerkannt

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz