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„Warum ich katholisch bin“vor 2 Stunden in Spirituelles, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Digitaler Missionar Abel de Jesús: „Nach so vielen Jahren, nach so vielen Zweifeln, Versuchungen und Wunden, kann ich sagen, dass ich aus Überzeugung katholisch bin. Oder genauer gesagt: dass der wahre Gott mich dazu ruft, Jesus nachzufolgen…“
Madrid (kath.net/pl) „Oft heißt es, man gehöre jener Religion an, in der man aufgewachsen ist. Das gilt jedoch nicht mehr, sobald man ein gewisses Maß an Wissen, Reife und Freiheit erlangt hat. Wenn man sich die Mühe gemacht hat, die Prinzipien, die das eigene religiöse Leben bestimmen, durch den Filter des eigenen geistlichen Gewissens und Verstandes zu prüfen, dann trifft man eine bewusste Entscheidung. Und nach so vielen Jahren – nach so vielen Zweifeln, Versuchungen und Wunden – kann ich sagen, dass ich aus Überzeugung katholisch bin. Oder genauer gesagt: dass der wahre Gott mich dazu ruft, Jesus, seinem einzigen Sohn, nachzufolgen, in dem die Fülle der Offenbarung wohnt.“ Das schreibt der Laientheologe Abel de Jesús auf dem Internetportal „Revista ecclesia“, das von der Spanischen katholischen Bischofskonferenz verantwortet wird. Abel de Jesús ist Digitaler Missionar und Religionslehrer, er steht der Karmelspiritualität nahe, gilt als Tolkien-Kenner und hat einige Jahre im Karmel gelebt, aber keine ewige Profess abgelegt. 
„Denn so wenig ich daran zweifle, dass das Evangelium die Wahrheit ist, so wenig zweifle ich auch daran, dass die Kirche Christi in der katholischen Kirche fortbesteht“, bekennt der Theologe und zählt die für ihn wichtigsten Gründe dafür auf:
- „Wegen der besonderen Gnadenlehre, die das Lehramt der katholischen Kirche verkündet und durch die der Mensch vollständig wiederhergestellt werden kann“
- „Wegen der Freiheit – die Gott unangetastet lässt, wie es der Liebe geziemt –, im Gegensatz zu Lehren, die bestreiten, dass der Mensch letztlich mit ungebrochenem Willen aus Liebe handeln kann.“
- „Wegen des Fegefeuers, das es mir ermöglichen wird, an meinem Heil weiterzuarbeiten inmitten jenes Zusammentreffens von Tränen und Lachen, von Verzicht und Errungenschaften, das das menschliche Heil ausmacht.“
- „Wegen der Jungfrau Maria, die uns zeigt, dass Heiligkeit tatsächlich möglich ist und dass die Sünde keinerlei Erkenntnis über die Sünde vermittelt.“
- „Wegen der Bilder Jesu, denn die Gnade verleiht dem Künstler eine Salbung, die ihn befähigt, eben diese Gnade zu vermitteln.“
- „Wegen der Wissenschaft, die für den Katholiken nicht durch und durch verdorben ist – wie eben nichts Menschliches –, und wegen der Philosophie, die jene ungeteilte Wahrheit Gottes offenbart. Jener Philosophie, die uns ‚homoousios‘ und die Transsubstantiation geschenkt hat.“
- „Und wegen des Bieres, der Mönche, der Verehrung der heiligen Teresa von Jesus und des Fronleichnamsfestes.“
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