Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  8. Bätzing gegen Papst Leo
  9. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  10. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  11. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  12. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  13. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  14. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  15. „Wir werden erwartet“

Syrien: Wiederaufgebaute maronitische Kathedrale von Aleppo eingeweiht

25. Juli 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach mehrjährigen Aufbauarbeiten wurde die maronitisch-katholische Kathedrale Sankt Elias in Aleppo am 20. Juli wieder eingeweiht.


München-Wien (kath.net/KIN)

Nach mehrjährigen Aufbauarbeiten wird die maronitisch-katholische Kathedrale Sankt Elias in Aleppo am 20. Juli wieder eingeweiht. Die im 19. Jahrhundert errichtete Kirche war zwischen 2012 und 2016 durch mindestens drei Raketeneinschläge und weitere Kampfhandlungen schwer beschädigt worden. Die schlimmsten Schäden an dem Bauwerk entstanden im Jahr 2013: Damals hatten islamistische Kämpfer den Stadtteil gestürmt, in dem sich die Kathedrale befindet. Dabei versuchten sie, alle christlichen Wahrzeichen zu zerstören.

Zu Weihnachten 2016 gingen Bilder um die Welt, als die Gemeinde nach dem Ende der Kampfhandlungen Gottesdienst in der zerstörten Kathedrale feierte und eine Krippe in den Trümmern errichtete. Danach begann der Wiederaufbau; das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ hat ihn hauptsächlich unterstützt.


 

„Wiedereröffnung ist Botschaft an Christen in aller Welt“

 

Entsprechend groß ist nun die Freude der maronitischen Gemeinde wie der gesamten christlichen Bevölkerung, erklärte der zuständige Erzbischof Joseph Tobji: „Die Eröffnung unserer Kathedrale ist eine Botschaft für die Christen in Aleppo und der ganzen Welt. Der Wiederaufbau ist ein Beweis, dass wir trotz unserer schwindenden Zahl immer noch in diesem Land leben. Unsere Stimmen werden Gott an diesem Ort trotz aller Schwierigkeiten weiterhin loben.“

Der geschäftsführende Präsident von „Kirche in Not“ International, Dr. Thomas Heine-Geldern, wandte sich mit einer Video-Botschaft an die Teilnehmer der Eröffnungsfeierlichkeiten: „Ich bin traurig, dass ich wegen der Corona-Beschränkungen an diesem Tag der Freude nicht bei Ihnen sein kann. Wir sehen die Sankt-Elias-Kathedrale und es ist ein Wunder. Es ist fantastisch, dass sie in ihrer alten Pracht wiedererstrahlt. Ich wünschte, dass sie wieder zum Zentrum der gesamten christlichen Gemeinschaft wird, so wie es vor diesem schrecklichen Krieg war.“

 

Nur ein Drittel der Christen ist geblieben

 

Die syrischen Christen haben unter den Auswirkungen des Syrienkriegs schwer gelitten. Laut „Kirche in Not“ vorliegenden Quellen leben derzeit höchstens 30.000 Christen in Aleppo. Vor Ausbruch des Syrienkriegs im Jahr 2011 waren es etwa 180.000. In ganz Syrien waren es rund 1,5 Millionen Christen, heute ist etwa ein Drittel davon übrig.

Die wiederaufgebaute Kathedrale Sankt Elias beherbergt die maronitisch-katholische Gemeinde von Aleppo. Sie gehört zu den kleineren christlichen Gemeinschaften in Aleppo, ist aber bei der humanitären und pastoralen Betreuung der Bevölkerung sehr aktiv. „Unser Wunsch ist es, zu bleiben – nicht nur, weil wir hier geboren wurden oder weil wir keine andere Möglichkeiten hatten, sondern weil es unsere Mission ist“, erklärte Erzbischof Tobji im Gespräch mit „Kirche in Not“. „Wir sind eine Familie. Meine Absicht war es, das gemeinsame Haus zu erneuern, dass uns vereint und willkommen heißt.“

 

Foto: Blick in den wiederaufgebauten Innenraum der Kathedrale. © Kirche in Not

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren

Syrien

  1. Syrien: katholische Melkiten sagen aus Sicherheitsgründen alle Kar- und Osterliturgien ab
  2. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  3. „Syrien darf nicht islamistisch werden“ – Missio-Nationaldirektor Wallner im Krisenland
  4. Syrien: Evangelikaler Pastor mit gesamter Familie ermordet
  5. Massaker in Syrien: Dramatischer Appell der Kirchenführer
  6. Vatikan fordert wichtige Rolle für Christen in Syrien
  7. Syriens neuer Machthaber äußert Hochachtung für Papst Franziskus







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  3. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  4. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  5. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  6. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  7. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  8. Erzbischof von Vilnius als CCEE-Präsident wiedergewählt
  9. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  10. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  11. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  12. 'Junge Menschen sehnen sich danach, mit etwas Zeitlosem verbunden zu sein'
  13. Jesus begegnen im Stift Kremsmünster
  14. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  15. „Die Kirche sieht Medjugorje heute aus geistlicher und aus pastoraler Sicht positiv“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz