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Rumänien: 16. August künftig Gedenktag für verfolgte Christen

19. Juli 2020 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Präsident Johannis unterzeichnete entsprechendes Gesetz - Am 16. August wird jeweils der Brancoveanu-Märtyrer des 18. Jahrhunderts und der bedrohten heutigen Christen gedacht


Bukarest (kath.net/KAP) Der rumänische Staatspräsident Klaus Johannis hat Ende vergangener Woche das im Juni vom Parlament beschlossene Gesetz unterzeichnet, mit dem der 16. August als nationaler Tag des Gedenkens an die Brancoveanu-Märtyrer und an die heutige weltweite Bedrohung gläubiger Christen eingeführt wird. Das hat der Informationsdienst der Stiftung Pro Oriente am Montag mitgeteilt. Ziel des neuen Gedenktags ist es, die Öffentlichkeit - "einschließlich der jungen Generationen" - über die Rolle des Christentums in der rumänischen Geschichte und über die Christenverfolgung in der heutigen Zeit zu informieren.

 


Der Abgeordnete Daniel Gheorghe, der das Gesetz im rumänischen Parlament eingebracht hatte, betonte, es sei seine Hoffnung, dass damit die Christen ermutigt werden, ihr Recht zu verteidigen, "den Glauben ohne Furcht oder Behinderung zu bekennen".

 

Jeweils am 16. August werden in Zukunft das Parlamentsgebäude, die Regierungsgebäude in Bukarest und in den Provinzen, der Triumphbogen in Bukarest und der Mogosoaia-Palast (eines der bekanntesten Kulturdenkmäler Rumäniens) in Solidarität mit den verfolgten Christen rot beleuchtet werden. Dies werde geschehen, weil den rumänischen Bürgerinnen und Bürgern bewusst sei, wie sehr Christen in aller Welt "gestern und heute" der Gewaltausübung und Verfolgung ausgesetzt sind. Die rote Beleuchtung im Zeichen der Solidarität mit den verfolgten Christen war zunächst von der internationalen päpstlichen Hilfsorganisation "Kirche in Not" in Rom (am Kolosseum) eingeführt worden.

 

Der 16. August wurde als Termin für den Tag des Gedenkens gewählt, weil die rumänisch-orthodoxe Kirche an diesem Tag die 1992 heilig gesprochenen Brancoveanu-Märtyrer feiert. Constantin Brancoveanu war - unter osmanischer Oberhoheit - von 1654 bis 1714 Herrscher der Walachei. 1714 wurde er von den Osmanen auf Grund falscher Anklagen nach Konstantinopel gebracht und dort gemeinsam mit seinen vier Söhnen und seinem Schatzmeister Ianache Vacarescu hingerichtet.

 

In Rumänien wird darauf verwiesen, dass Christen die weltweit am stärksten verfolgte religiöse Gruppierung sind. Nach Angaben von "Kirche in Not" seien 75 Prozent der Opfer "religiös motivierter" Gewalt und Unterdrückung Christen.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

Symbolbild: 21 koptische Christen unmittelbar vor ihrer Hinrichtung durch Milizen des IS


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Lesermeinungen

 stephanus2 20. Juli 2020 
 

Wie mich das freut !


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 Ehrmann 20. Juli 2020 

@Winrod: ..weil sie um den existenziellen Wert des Glaubens wissen!

Vielleicht wachen auch wir langsam auf - Corona sei Dank.


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 Winrod 20. Juli 2020 
 

Warum sind eigentlich

nur Staaten des ehemaligen Ostblocks zu solchen Aktionen fähig?


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