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Texte für Papst-Kreuzweg von Gefängnis-Gemeinde verfasst

12. März 2020 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Ob und wie in der Woche vor Ostern in Rom bereits wieder Gottesdienste stattfinden können, ist aber noch unsicher


Rom (kath.net/KAP) Die Texte für den diesjährigen Kreuzweg des Papstes am Kolosseum sind von Mitarbeitern, Seelsorgern und Inhaftierten eines Gefängnisses in Padua geschrieben worden. Dies bestätigte der Bischof der Stadt, Claudio Cipolla, der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR. Franziskus selbst hatte sich am Ende seiner jüngsten Online-Generalaudienz am Mittwoch für die Meditationstexte bedankt. Sie stammen aus der Haftanstalt "Due Palazzi" in Padua und sollen am Abend des Karfreitags in Rom vorgetragen werden.


Bischof Cipolla zufolge erscheinen in den Texten "die unterschiedlichen Gesichter" der Menschen, die mit dem Gefängnis zu tun haben. Dazu gehörten "das Opfer, die gefangene Person, der Vollzugsangestellte, der freiwillige Helfer, die Familie des Häftlings, der Untersuchungsrichter, der Bewährungshelfer, die unschuldige, mitunter zu Unrecht beschuldigte Person".

Der Auftrag an die "Gefängnis-Gemeinde", Texte zu schreiben für eine Andacht, in der an das Leiden und Sterben Jesu erinnert wird, sei eine große Ehre und Herausforderung, so der Bischof. Zumal in einer Zeit, da Padua durch die Coronavirus-Krise schwer getroffen sei. Im vergangenen Jahr hatte die Ordensfrau Eugenia Bonetti, eine Aktivistin gegen Menschenhandel, die Texte verfasst.

Ob und wie in der Woche vor Ostern in Rom bereits wieder Gottesdienste stattfinden können, ist noch unsicher. Das von der italienischen Regierung verhängte Versammlungsverbot endet - nach aktuellem Stand - kurz vorher, am 3. April. In den vergangenen Jahren hatten an der Kreuzwegandacht mit dem Papst rund ums Kolosseum jeweils rund 15.000 Menschen teilgenommen.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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