Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  7. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  10. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  11. Realitätsverlust im Bistum Chur
  12. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  13. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  14. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  15. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen

Turnovszky: Pandemie-Geschehen ein moderner "Kreuzweg"

13. März 2021 in Spirituelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Weihbischof ermutigt in Niederösterreichischen Nachrichten zur Wiederentdeckung des Kreuzwegs


St. Pölten (kath.net/KAP) In jeder katholischen Kirche gibt es in der einen oder anderen Form einen Kreuzweg: Darauf hat der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky in seiner wöchentlichen Kolumne in den Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN, aktuelle Ausgabe) hingewiesen. Er rief dazu auf, gerade in der Corona-Krise den Kreuzweg neu zu entdecken.

Die Andachtsform des Kreuzweges hat sich nicht so sehr aus der Bibel als aus dem Empfinden der Gläubigen entwickelt, stellte der Bischof fest. Begonnen habe es damit, dass man ab dem 14. Jahrhundert Kalvarienberge baute, um die heilige Stätte von Jesu Tod und Auferstehung nicht nur im fernen Heiligen Land, sondern auch in Europa vor Augen zu haben, so Turnovszky: "Die Menschen wollten sich aber nicht nur eine teure Reise ersparen, sondern vor allem einen einfachen und alltäglichen Zugang zur Betrachtung des Leidens Jesu haben. Denn viele vom Leid bedrückte Menschen fanden darin Halt, dass sie sehen und nachvollziehen konnten, dass selbst Jesus, der Sohn Gottes, gelitten hatte." So könne das betende Betrachten des Kreuzweges eine Brücke bauen zwischen der Situation Jesu und der des Betrachtenden sein. Denn der Inhalt der Stationen "ist irgendwie zeitlos und einfach übertragbar".


Diese Übertragbarkeit gelte auch für die aktuelle Pandemie, so Turnovszky: "Das Leid so vieler Menschen spiegelt sich in den Stationen: Ungerechtigkeit (Wer darf seinen Betrieb aufsperren und wer nicht? Wer wird geimpft, wer nicht?), Erschöpfung, aufgeben und weitermachen, ausgegrenzt werden, Einsamkeit, Verlust lieber Menschen, wahre und falsche Freunde, der Tod."

Er wolle dazu ermutigen, so der Weihbischof, sich in diesen Tagen in eine Kirche zu begeben, die Kreuzwegstationen zu betrachten und mit dem leidenden Jesus ins Gespräch zu kommen. Millionen Menschen hätten schon die Erfahrung gemacht, "dass das einen Unterschied für sie gemacht hat, dass ihnen die Last des Lebens dadurch leichter wurde".
In der Lebensspur bleiben

In die gleiche Kerbe wie der Wiener Weihbischof schlägt auch der Eisenstädter Bischofsvikar P. Karl Schauer in einem aktuellen Beitrag in der Kirchenzeitung "Martinus". Kreuzwegandachten seien "ein Stück konkrete Lebenserfahrung der Menschen". Der Kreuzweg sei "keine Flucht, sondern die unaussprechliche Wirklichkeit Gottes, der ein heruntergekommener, gefolterter, durchkreuzter Gott ist." Diesen Weg gehen, könne auch heißen: "Gott nagelt dich nicht fest am Kreuz, er eröffnet dir einen Ausweg: Ostern, Auferstehung, Leben." Die Kreuzwege seien "stille Einladungen, in der Spur des Lebens zu bleiben, auch wenn die Wege oft durchkreuzt werden".

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 14. März 2021 

@ Bene16

Ja, LEIDER ist es der einseitigen Verkündigung der Nähe Gottes gelungen, Gott beinahe vollständig auf die horizontale Ebene herunter zu holen, seine Grösse und Herrlichkeit und seine Gerechtigkeit vergessen zu lassen. Und das Ganze geschah schleichend, immer so, dass man keine theologischen Irrtümer nachweisen konnte. Eine der grossen Triebfedern dabei war und ist die Befreiungstheologie, welcher es gelang und immer mehr gelingt die an sich zentrale Erlösungstheologie abzuwürgen. Solange es nicht gelingt hier das Steuer herum zu reissen, kann es nicht besser werden. Herr, sende uns wieder grosse Propheten, mächtig in Wort und Tat, welche uns allen die Augen öffnen und uns die Umkehr zu Dir, unserem Herrn und Gott wieder lehren.


1
 
 Bene16 13. März 2021 
 

@Stefan Fleischer

LEIDER ist die Zusammenfassung korrekt. Auch diese Kolumne bleibt völlig auf der horizontalen, rein menschlichen Ebene.


1
 
 Stefan Fleischer 13. März 2021 

Eine Frage lässt mich nicht los

Gibt dieser Artikel die Aussagen richtig, bzw. vollständig wieder? Oder verstehe ich etwas falsch? Für mich ist es nämlich ein himmelweiter Unterschied, ob Christus, der Herr, deswegen gestorben ist, damit wir, "die vom Leid bedrückte Menschen, darin Halt finden, weil wir sehen und nachvollziehen können, dass selbst Jesus, der Sohn Gottes, gelitten hat", und dem, was wir bei den Kreuzwegandachten unserer Jugend bei jeder Station beteten: «Wir beten dich an, Herr Jesus Christus und sagen Dir Dank, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt (aus Sünde und Schuld) erlöst.»


1
 
 sr elisabeth 13. März 2021 
 

Zeit für Gott

Wie sehr freut mich diese Anregung!!! Ich eile in dieser Fastenzeit fast täglich in der Mittagspause von der Arbeit in unsere Franziskanerkirche und bete dort den Kreuzweg. Es ist dies eine Zeit mit und für Gott, die mich mit neuer Kraft und Zuversicht erfüllt und mir die Verheißung des Ostergeschehens vor Augen stellt: Jesus Christus hat den Tod besiegt, wer an ihn glaubt hat das ewige Leben. Geht es sich einmal nicht aus: mein Sohn hat mir die Kreuzwegstationen (es sind so schöne alte Bilder) abfotografiert, dann schaue ich sie am PC an und bete halt so.


3
 
 Stefan Fleischer 13. März 2021 

Kreuzweg und Fastenzeit

Mir kam dieses Jahr in den Sinn, dass meine Tochter im Kloster vor einigen Jahren einmal sich als Fastenübung vorgenommen hatte, in dieser Zeit regelmässig den Kreuzweg zu beten. Ich weiss es, weil sie mich damals gebeten hatte ihr zur Abwechslung auch jenen Text zu senden, den ich selbst einmal für mich geschrieben hatte. Nun begleiten mich diese Betrachtungen durch die diesjährige Fastenzeit. Sie sind schon bald 40 Jahre alt. Irgendwie habe ich ihn ganz neu erfahren. Ich kann eine solche Übung nur empfehlen.

Für den Fall, dass irgend jemand hier sich für diesen Text ingtertessiert, hier der Link:

www.stefanfleischer.ch/GEBETE/kreuzweg.html


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Spiritualität

  1. Spiritualität verbessert Lebensqualität von Krebspatienten
  2. Gebetsgemeinschaft RSK hat aktuell 300.000 Mitglieder weltweit
  3. Gebetsnacht in Zürich
  4. Dank an und Ehre für die Muttergottes
  5. Kinder gestalteten Meditationen für Papst-Kreuzweg am Karfreitag
  6. Jeder soll sich fragen: Was will der Herr uns durch diese Zeichen sagen?
  7. "Den Weg Gottes finden"

Fastenzeit

  1. „Laetare Jerusalem“ – Freude mitten in der Bußzeit
  2. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien des Vatikans: „Hoffnung vermitteln“
  3. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  4. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Bernhard der Realist“
  5. „Eine Begegnung mit einem Engel ist immer persönlich, nicht ersetzbar durch Download oder Chatbot“
  6. Varden: „Als Jesus erklärte, was es bedeutet, bei ihm zu bleiben und in das Reich Gottes einzugehen…
  7. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Der entschärfte Gott
  15. Achtung, Christfluencer!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz