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Katholisches College erwirbt Freimaurertempel

12. August 2026 in Chronik, keine Lesermeinung
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Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten, die von den Studenten des College of St. Joseph the Worker durchgeführt werden, soll das Gebäude seine Tore als Ort des Gebets, als Restaurant und als Athenaeum öffnen.


Steubenville (kath.net/jg)
Im November 2026 werden die Freimaurer von Steubenville ihre letzte Veranstaltung in dem Tempel abhalten, den sie fast ein Jahrhundert lang genutzt haben, und das Gebäude anschließend verlassen. Das College of St. Joseph the Worker beabsichtigt, das Gebäude zu erwerben, es segnen zu lassen und der Stadt als Ort des Gebets, als Tisch und als Athenaeum zurückzugeben, heißt es auf der Internetseite des College.

Ein Athenaeum ist der Ort, an dem ein College aufhört, nur über sich selbst zu sprechen und die Stadtgemeinde in das intellektuelle Gespräch einlädt. Das erste Athenaeum war eine Halle, die der römische Kaiser Hadrian der Minerva errichtete und in der Dichter lasen und Redner debattierten. Die Kirche, in ihrer langen Gewohnheit, das Gute zu übernehmen, wo immer sie es findet, hat diese Institution getauft und in die christlichen Jahrhunderte hinübergetragen. Fast jede ernsthafte amerikanische Stadt besaß früher ein solches Haus: einen Raum, in dem die Gemeinde ihre Bücher aufbewahrte, Musik hörte und über die höchsten Dinge debattierte. Das Ohio Valley hat sie alle verloren. Das College of St. Joseph the Worker will eines davon wiederherstellen.


Das Theater des Tempels bietet Platz für fünfhundert Personen. Diese Zahl ist entspricht der Größe, bei der ein Orchester und ein zahlendes Publikum denselben Raum füllen können und bei der ein Redner, ein Streichquartett oder ein Chor ohne Verstärkung gehört werden können.

Nach der Restaurierung sollen dort Symphonien und geistliche Chorprogramme, Kammerkonzerte und Polyphonie, eine öffentliche Vortragsreihe zu Philosophie, Theologie, Geschichte und Literatur, literarische Festivals mit Hauptbühne und Gesprächen in den angrenzenden Räumen, Filmvorführungen, Abschlussfeiern und die bürgerlichen Zeremonien stattfinden, die eine Stadt braucht. Der Saal wird den Schulen, Chören und Bürgergruppen der Region zu Preisen offenstehen, die eine tatsächliche Nutzung ermöglichen. Es handelt sich nicht um ein College-Auditorium, das gelegentlich die Öffentlichkeit zulässt, sondern um eine öffentliche Halle, in der das College of St. Joseph the Worker die Öffentlichkeit willkommen heißt.

Unter demselben Dach ergänzen zwei weitere Räume das Vorhaben. Ein Schrein wird erstklassige Reliquien und eine Nachbildung des Turiner Grabtuchs beherbergen, zugänglich für die Öffentlichkeit und für Pilger. Der eigentliche Zweck des Gebäudes wird auf diese Weise sichtbar gemacht, ein lange der Stadt verschlossener Raum wird wieder geöffnet und Gott zurückgegeben. 

Dazu kommt Clement’s Café, das erste gehobene Restaurant im Zentrum von Steubenville. Ein Konzertsaal ohne Tisch in der Nähe leert sich mit dem letzten Ton, und eine Innenstadt, die nach 18 Uhr keinen Anlass mehr bietet, zu bleiben, ist noch keine echte Innenstadt. Kontemplation, Gottesdienst und ein gutes Essen gehören seit langer Zeit zusammen. Es gibt keinen Grund, sie jetzt zu trennen.

Das College of St. Joseph the Worker wurde 2022/23 gegründet. Der Studienbetrieb begann 2024. Das College arbeitet eng mit der katholischen Universität Steubenville zusammen und verbindet eine akademische Ausbildung in katholischen Studien mit praktischer Ausbildung in verschiedenen handwerklichen Berufen, darunter Schreinerei/Zimmerei, Sanitär, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik sowie Elektrotechnik. Das College möchte „Kopf, Herz und Hände bilden“. Es verleiht einen Bachelor in katholischen Studien. Die Umbauarbeiten am Freimaurertempel sollen von den Studenten durchgeführt werden.


Foto: Screenshot von der Internetseite des College St. Joseph the Worker

 


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