Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  12. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

China Abkommen: Zen wirft Parolin Manipulation des Papstes vor

7. März 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In einem offenen Brief erhebt der ehemalige Bischof von Hongkong erneut schwere Vorwürfe gegen den Kardinal-Staatssekretär des Vatikan. Erstmals bringt er Beweise ins Spiel, ohne diese jedoch zu konkretisieren.


Hongkong (kath.net/lifesitenews/jg)
Joseph Kardinal Zen Ze-kiun, der emeritierte Bischof von Hongkong, hat in einem offenen Brief schwere Vorwürfe gegen Kardinal Pietro Parolin, den Staatssekretär des Vatikan, erhoben. Parolin habe Papst Franziskus bei dem Geheimabkommen zwischen dem Vatikan und der Volksrepublik China manipuliert. Er habe dafür Beweise, schreibt Zen.

Zen reagierte mit seinem Schreiben, das er auf seiner Internetseite veröffentlicht hat, auf einen Brief von Giovanni Battista Kardinal Re, dem neuen Dekan des Kardinalskollegiums. Re hatte am 26. Februar in einem Brief an alle Kardinäle Zen für seine Kritik an dem Abkommen zwischen China und dem Vatikan gerügt.

Zen ging in seinem Brief auf die Vorwürfe von Kardinal Re ein. Er widersprach dessen Ansicht, dass Franziskus gegenüber dem Kommunismus die Politik seiner Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. fortführe und zitiert aus dem Buch „Letzte Gespräche“ von Peter Seewald. Benedikt XVI. nimmt an einer Stelle zur Vatikanischen Ostpolitik unter Papst Paul VI. und Staatssekretär Casaroli Stellung. Diese Politik sei gescheitert. Papst Johannes Paul II. sei klar gewesen, dass man nicht versuchen solle, die kommunistischen Regimes mit Kompromissen versöhnlich zu stimmen. Vielmehr müsse man diesen klar entgegentreten. Er selbst habe diese Politik geteilt, sagt Benedikt.


Der ehemalige Bischof von Hongkong widerspricht auch der Behauptung Kardinal Res, das Abkommen entspreche einem von Papst Benedikt XVI. bereits gut geheißenen Entwurf. Um das zu bestätigen reiche es aus, wenn er das unterzeichnete Abkommen sehen könne, schreibt Kardinal Zen. Bis heute kenne er das Dokument nicht und habe auch den angesprochenen Entwurf nicht gesehen. Jedenfalls bleibe die Frage offen, warum Benedikt XVI. den Entwurf in seiner Amtszeit nicht unterschrieben habe, fährt Zen fort.

Kardinal Re hat in seinem Brief die Ansicht vertreten, „unabhängige Kirchen“ wie die regimetreue „Katholische Patriotische Vereinigung“ könnten gleichzeitig „in Einheit mit dem Papst“ sein. „Unabhängig“ dürfe nicht mehr in einem absoluten Sinn verstanden werden wie in der Vergangenheit, schreibt Re. Zen antwortet, dass diese Interpretation des Wortes „unabhängig“ nur im Denken von Kardinal Parolin existiere und vielleicht auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen sei. Es sei vielleicht derselbe Übersetzer, der bei dem Brief von Papst Benedikt XVI. an die Katholiken Chinas im Jahr 2007 mindestens zehn Fehler gemacht habe.

In diesem Zusammenhang erhebt Zen erneut den Vorwurf der Manipulation gegen Kardinal Parolin. Angesichts der Intelligenz des Vatikanischen Staatssekretärs sei es schwer zu glauben, er sei getäuscht worden. Es sei wahrscheinlicher, er habe andere täuschen wollen, schreibt Zen. Mittlerweile habe er Beweise dafür, dass Parolin Papst Franziskus bei dem geheimen Abkommen mit China manipuliert habe. Diesen Vorwurf hat Zen bereits früher erhoben. Jetzt bringt er erstmals Beweise ins Spiel, ohne diese konkret zu nennen.

Zen schließt seinen Brief mit dem von Kardinal Re vorgeschlagenen Aufruf zum Gebet für die Katholiken in China, dem er sich zu hundert Prozent anschließe.


© Foto: Kirche in Not



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Winrod 9. März 2020 
 

Ein Kardinal-Staatssekretär,

der den Papst manipuliert. Es ist mir kaum möglich, das zu glauben.


1
 
 Zeitzeuge 7. März 2020 
 

Manipulierter Papst?

Lt. Tagespost vom 03.03.20 beklagt Kardinal Zen, den ich sehr schätze,
daß der Papst seine Fragen nicht beantwortet!

Ausserdem hat Papst Franziskus öffentlich die Verantwortung für
die Unterzeichnung dieses
"Kapitulations-Abkommens" übernommen,
siehe Link.

Es ist für mich unvorstellbar, daß der
hl. Vater so extrem manipuliert wurde,
daß er anscheinend gegenüber Kritikern dieses
Papiers immunnisiert ist und diese
Kapitulation dem kommunist. Regime
gegenüber öffentl. verteidigt.

Das Gebet um die Unterscheidung der
Geister, um das richtige Handeln und
leben aus dem Glauben ist für unsere
Gegenwartskrise besonders wichtig!

Allein den Betern kann es noch gelingen!

www.vaticannews.va/de/papst/news/2018-09/apostolische-reise-baltikum-china-missbrauch-papst-konferenz.html


15
 
 Rolando 7. März 2020 
 

Deswegen Vorsicht mit Verurteilungen des Papstes

Keiner kennt die Hintergründe und Motive der Handlungen des Anderen. Das Schlechte wird oft raffiniert ins Gute verpackt. Das gilt auch für jeden einzelnen. Beten wir um den Hl. Geist, um die Gabe der Unterscheidung der Geister, um Einsicht und Erkenntnis, nicht nur für uns selber, sondern für alle.


14
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. "Ein tragisches Unrecht"
  3. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  4. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  5. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  6. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  7. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus
  8. China steuert auf Bevölkerungskrise zu
  9. Peking düpiert Vatikan mit Bischofsernennung
  10. Vatikan kritisiert unerlaubte Bischofsernennung in China







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Bin ich Konvertitin oder von Kindesbeinen an katholisch?“
  4. Auf Christus schauen!
  5. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  6. Tschechien: Kirchenkommission warnt vor prorussischer Desinformation
  7. Die Geburt des neuen Antisemitismus aus dem verurteilten alten Antisemitismus
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst Leo XIV. berät mit seinen Behördenleitern
  10. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  11. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen
  12. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  13. Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands
  14. Papst würdigt „berühmten Hymnus ‚Lead, Kindly Light‘ (Führ, liebes Licht)“ des hl. John Henry Newman
  15. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz