Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  13. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen

Chinas Kommunisten schränken Religionsfreiheit weiter ein

20. Mai 2022 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Kommunistische Partei Chinas ist dafür berüchtigt, ihre Versprechen zu brechen. Langfristig müsse die Untergrundkirche Chinas vielleicht ohne Bischöfe und Priester auskommen, befürchtet Vincent Woo, ein Priester der Diözese Hongkong.


Hongkong (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) habe die Grenzen für die katholische Kirche in Hongkong enger gezogen. Wenn Priester oder Bischöfe Kritik an der KPCh üben, müssten sie mit schlimmen Konsequenzen rechnen, sagte Vincent Woo, ein Priester der Diözese Hongkong im Interview mit Raymond Arroyo für den katholischen Sender EWTN.

Die KPCh sei dafür berüchtigt, ihre Versprechen zu brechen, sagte Woo. Die chinesische Regierung habe bereits die Freiheiten aufgehoben, die sie Hongkong im Vertrag mit dem Vereinigten Königreich 1984 zugesagt habe. Nach der Beseitigung der Rede-, Presse- und Versammlungsfreiheit sei die Religionsfreiheit das nächste Ziel der Regierung, die alles in der Gesellschaft kontrollieren wolle, sagte der Priester.


Die kommunistische Propaganda spreche von „Sinisierung“ und vermische dabei die beiden Begriffe „Inkulturation“ und „Sinisierung“. Sinisierung bedeute de facto die Anpassung der christlichen Lehre an die sozialistische Doktrin des Regimes. Alle Inhalte der Heiligen Schrift, die nicht mit den kommunistischen Prinzipien übereinstimmen würden, müssten weggelassen werden, damit die Verkündigung der Parteilinie der KPCh entspreche, sagte Woo.

Sobald sich Priester und Bischöfe bei der Regierung registrieren lassen und damit der Chinesischen Katholisch-Patriotischen Vereinigung beitreten, erkennen sie die Oberhoheit der KPCh über die Kirche und der kommunistischen Doktrin über die Lehre der Kirche an. Geistliche die diesen Schritt tun erhalten eine Lizenz, die ihnen das Predigen und die Seelsorge erlauben. Diese Lizenz könne ihnen jederzeit entzogen werden, sobald die Regierung oder die Partei kritisiert würden. Bevor die Lizenz erneuert werde, könnte das Regime Schulungen verlangen.

Er lobte die Standhaftigkeit der Priester und Bischöfe der Untergrundkirche, die sich diesem System der Kontrolle widersetzen. Leider seien die Bischöfe der Untergrundkirche entweder in Haft oder schon alt. Es bestehe die Gefahr, dass die Untergrundkirche auf lange Sicht ohne Bischöfe und damit ohne Priester auskommen müsse.

Das Abkommen zwischen dem Vatikan und dem kommunistischen Regime Chinas sei für die Katholiken von Hongkong eine Enttäuschung gewesen. Das gelte insbesondere für die jungen Katholiken. Sie würden die KPCh verstehen und deren Vorgehen richtig einschätzen, sagte Woo.

Kardinal Joseph Zen, der emeritierte Bischof von Hongkong, sei eine „mutige Stimme“ für die Freiheit der Kirche. Er sei eine Inspiration für viele junge Priester und Gläubige. Sein Beispiel zeige, wie man bei Verfolgung Widerstand leisten könne.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Religionsfreiheit

  1. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  2. Katholische Bischöfe Kanadas: Gesetz gegen "Hass" gefährdet Religionsfreiheit
  3. Nicaraguas Regierung verbietet Kreuzweg-Prozessionen
  4. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  5. Religionsfreiheit in den USA: Florida schneidet am besten ab
  6. Warnung vor Einschränkung der Religionsfreiheit in den USA
  7. Nicaragua: Ortegas Regime schließt Radio Maria

China

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. "Ein tragisches Unrecht"
  3. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  4. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  5. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  6. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  7. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Schisma auf leisen Sohlen
  8. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz