Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  8. Realitätsverlust im Bistum Chur
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  12. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  13. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  14. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Missio-Direktor: Synode nicht an Debatte um Weiheamt aufhängen

24. September 2019 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pater Wallner plädiert klar für den Zölibat für Priester und setzt auf Glaubensverkündigung durch Laien


Wien (kath.net/KAP) Ein klares Bekenntnis zum Pflichtzölibat für katholische Priester hat der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, P. Karl Wallner, im Vorfeld der Amazonien-Sondersynode abgegeben. Der Zölibat sei etwas Wertvolles und die Kirche könne sich "nicht selbst frei erfinden, es handelt sich beim Priestertum um ein Sakrament", sagte der Missio-Chef vor Journalisten in Wien. Bei der Synode wird auch darüber diskutiert werden, ob künftig sogenannte "bewährte Männer" ("viri probati") geweiht werden können. Wallner kritisierte in diesem Zusammenhang einen Fokus auf die Ämterfrage und eine "Klerus-Fixierung". "Es ist dem Papst ein Anliegen, dass sich die Synode nicht auf diesem Thema aufhängt, sondern etwas Grundmissionarisches bringt", so seine Einschätzung.


Als Kirche missionarisch zu werden, in dem Sinn, "dass das gesamte Volk Gottes dafür Sorge trägt, dass der Glaube weitergegeben wird" - dieser Grundimpetus des Papstes wird aus Sicht des Missio-Nationaldirektors durch die Fixierung auf die Klerikerfrage und die Debatte um die Schaffung von Weiheämtern "abseits der sakramentalen Struktur, die die Kirche seit 2.000 Jahren prägt" zu leise wahrgenommen. Eine Stärkung des Missionarischen in der Kirche lasse sich nicht durch die Änderung von Zulassungsbedingungen zu Leitungsämtern erreichen. Sinnvoller wäre es vielmehr, Laien bei der Verkündigung des Glaubens stärker einzusetzen, so Wallner. Die Kirche könne sich überlegen, "in welcher Weise Menschen, die getauft und gefirmt sind, stärker eingesetzt werden, um den Glauben zu verkünden".

Konkret sprach sich der Missio-Nationaldirektor für die Ausbildung von Katechisten aus, die bereit seien, den Glauben zu verkünden und weiterzugeben. Schließlich sei es Aufgabe des gesamten Volk Gottes, den Glauben weiterzugeben. Vorbild könne hier Afrika sein. Wallner verwies auf Nigeria oder Kenia, wo er selbst erlebt habe, wie verheiratete, junge Katechisten mit ihrer Familie am Sonntag äußerst lebendige Wortgottesdienste halten, und zwar "nicht bloß als Eucharistiefeier-Ersatz, weil der Pfarrer kommt dann am Mittwoch vorbei und feiert mit der Gemeinde die Eucharistie."

"Ergänzend" zum Weiheamt gebe es in der Kirche viele Dienste, die sich in Europa angesichts einer hohen Klerusdichte in der Vergangenheit schlicht nicht entwickelt hätten, so Wallner weiter. Im Gegenteil: "Wir haben eine große Verschwiegenheit des Glaubens auch in den Familien, in denen die Glaubensweitergabe faktisch abgebrochen ist. Dann alles darauf zu fokussieren, klerikale Ersatzlaien zu schaffen, die dann unsere Gottesdienstkultur oder das Kulturchristentum erhalten, das sehe ich nicht als den letzten Sinn und nicht als zukunftsführend", so Wallner.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Montfort 24. September 2019 

Danke, P. Wallner, für das Eintreten für die Weiterführung des sakramentalen Ordo!

Nur bei einer Formulierung musste ich schmunzeln: Statt "klerikale Ersatzlaien" müsste es wohl heißen: "klerikale Berufslaien als Kleriker-Ersatz oder Pseudo-Kleriker". Die Laien brauchen ja keinen Ersatz. ;-)


7
 
 lesa 24. September 2019 

Lebendigmacher

Dank an Pater Wallner!
@winrod: Vielleicht denkt Pater Wallner, z.B. an solche Laien, die sich am "lebendigen Rosenkranz" beteiligen, zu dem er motiviert hat und die sich Zeit nehmen zu beten - was, wie Pater Wallner berichtet, schon ganz Erstaunliches bewirkt hat …
@Stefan Fleischer: Dann gibt es gewiss auch Nachschub vom Heiligen Geist, damit sich Ihre (Unser!) Vision erfüllt.
Laien, die sich mit den Glaubengrundlagen befassen und sich an ihnen orientieren.


8
 
 Chris2 24. September 2019 
 

Bischof Overbeck hat die Katze aus dem Sack gelassen,

als er über die Amazonas-Synode sagte: "Nichts wird mehr sein wie zuvor". Undenkbare Worte für einen Hirten der Herde Christi, der sich dessen göttlichem Auftrag verpflichtet fühlt.


10
 
 mphc 24. September 2019 

P. Karl Wallner sagt, worauf es ankommt

und als Missionsverantwortlicher in Österreich und der Mann, welcher als Rektor die päpstliche Hochschule in Heiligenkreuz hochgebracht hat, ist er ein hoch kompetenter Priester.


13
 
 Stefan Fleischer 24. September 2019 

@ Winrod

Und natürlich Laien, welche bezüglich bezüglich der Lehre der Kirche sattelfest sind und treu zu dieser Lehre stehe, in Wort und Tat.


13
 
 Winrod 24. September 2019 
 

Welche Laien?

Es müssten aber Laien sein, die nicht von der Emanzipationsideologie angefressen sind.


14
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischofssynode

  1. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  2. Kardinal Fernandez, Präfekt des Glaubensdikasteriums: „Synodalität: Warum nein und warum ja?“
  3. Synodenrat gibt Auftrag für allgemeine Kirchenversammlung 2028
  4. Das Schweigen der Synode zum Alten Ritus
  5. Bischof Barron in ‚offenem Widerspruch’ zum Abschlussbericht der Synode über die Synodalität
  6. Erzbischof Fisher/Sydney: Nicht alles dem Heiligen Geist zuschreiben
  7. ‚Verwirrt und verwirrend’ – Kardinal Zen äußert Bedenken zur laufenden Bischofssynode
  8. Mexikanischer ‚Dubia’-Kardinal: Synode hat keine lehramtliche Autorität
  9. Kardinal Zen befürchtet Manipulation der Synode über die Synodalität
  10. Bischof Bonnemain: Sexualmoral ‚kann und muss ... vertieft und weiterentwickelt werden’






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  12. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  13. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  14. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit
  15. Der stumme Gott unserer Zeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz