Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  14. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Missio-Direktor: Synode nicht an Debatte um Weiheamt aufhängen

24. September 2019 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pater Wallner plädiert klar für den Zölibat für Priester und setzt auf Glaubensverkündigung durch Laien


Wien (kath.net/KAP) Ein klares Bekenntnis zum Pflichtzölibat für katholische Priester hat der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, P. Karl Wallner, im Vorfeld der Amazonien-Sondersynode abgegeben. Der Zölibat sei etwas Wertvolles und die Kirche könne sich "nicht selbst frei erfinden, es handelt sich beim Priestertum um ein Sakrament", sagte der Missio-Chef vor Journalisten in Wien. Bei der Synode wird auch darüber diskutiert werden, ob künftig sogenannte "bewährte Männer" ("viri probati") geweiht werden können. Wallner kritisierte in diesem Zusammenhang einen Fokus auf die Ämterfrage und eine "Klerus-Fixierung". "Es ist dem Papst ein Anliegen, dass sich die Synode nicht auf diesem Thema aufhängt, sondern etwas Grundmissionarisches bringt", so seine Einschätzung.


Als Kirche missionarisch zu werden, in dem Sinn, "dass das gesamte Volk Gottes dafür Sorge trägt, dass der Glaube weitergegeben wird" - dieser Grundimpetus des Papstes wird aus Sicht des Missio-Nationaldirektors durch die Fixierung auf die Klerikerfrage und die Debatte um die Schaffung von Weiheämtern "abseits der sakramentalen Struktur, die die Kirche seit 2.000 Jahren prägt" zu leise wahrgenommen. Eine Stärkung des Missionarischen in der Kirche lasse sich nicht durch die Änderung von Zulassungsbedingungen zu Leitungsämtern erreichen. Sinnvoller wäre es vielmehr, Laien bei der Verkündigung des Glaubens stärker einzusetzen, so Wallner. Die Kirche könne sich überlegen, "in welcher Weise Menschen, die getauft und gefirmt sind, stärker eingesetzt werden, um den Glauben zu verkünden".

Konkret sprach sich der Missio-Nationaldirektor für die Ausbildung von Katechisten aus, die bereit seien, den Glauben zu verkünden und weiterzugeben. Schließlich sei es Aufgabe des gesamten Volk Gottes, den Glauben weiterzugeben. Vorbild könne hier Afrika sein. Wallner verwies auf Nigeria oder Kenia, wo er selbst erlebt habe, wie verheiratete, junge Katechisten mit ihrer Familie am Sonntag äußerst lebendige Wortgottesdienste halten, und zwar "nicht bloß als Eucharistiefeier-Ersatz, weil der Pfarrer kommt dann am Mittwoch vorbei und feiert mit der Gemeinde die Eucharistie."

"Ergänzend" zum Weiheamt gebe es in der Kirche viele Dienste, die sich in Europa angesichts einer hohen Klerusdichte in der Vergangenheit schlicht nicht entwickelt hätten, so Wallner weiter. Im Gegenteil: "Wir haben eine große Verschwiegenheit des Glaubens auch in den Familien, in denen die Glaubensweitergabe faktisch abgebrochen ist. Dann alles darauf zu fokussieren, klerikale Ersatzlaien zu schaffen, die dann unsere Gottesdienstkultur oder das Kulturchristentum erhalten, das sehe ich nicht als den letzten Sinn und nicht als zukunftsführend", so Wallner.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischofssynode

  1. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  2. Kardinal Fernandez, Präfekt des Glaubensdikasteriums: „Synodalität: Warum nein und warum ja?“
  3. Synodenrat gibt Auftrag für allgemeine Kirchenversammlung 2028
  4. Das Schweigen der Synode zum Alten Ritus
  5. Bischof Barron in ‚offenem Widerspruch’ zum Abschlussbericht der Synode über die Synodalität
  6. Erzbischof Fisher/Sydney: Nicht alles dem Heiligen Geist zuschreiben
  7. ‚Verwirrt und verwirrend’ – Kardinal Zen äußert Bedenken zur laufenden Bischofssynode
  8. Mexikanischer ‚Dubia’-Kardinal: Synode hat keine lehramtliche Autorität
  9. Kardinal Zen befürchtet Manipulation der Synode über die Synodalität
  10. Bischof Bonnemain: Sexualmoral ‚kann und muss ... vertieft und weiterentwickelt werden’






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  5. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  6. Grösse
  7. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  8. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti
  9. William Donohue: Bürgermeister Mamdani soll nicht an Gedenkveranstaltung zu 9/11 teilnehmen
  10. „Warum ich katholisch bin“
  11. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  12. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  13. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  14. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog
  15. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz