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"Der Weg des Schismas ist nicht christlich"

11. September 2019 in Aktuelles, 97 Lesermeinungen
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Papst Franziskus bei "Pressekonferenz" zu seinen Kritikern: "Wenigstens haben die, die Kritik offen aussprechen, den Vorteil der Ehrlichkeit!"


Rom (kath.net)
Papst Franziskus hat bei einer „Fliegenden Pressekonferenz“ auf dem Rückflug von seiner Afrikareise zu verschiedensten Themen Stellung genommen und unter anderem gemeint, dass er sich nicht nicht vor einem Schisma fürchte. Dies berichtet "Vaticannews". Franziskus bete allerdings darum, dass es keines gebe. Kritik, wie er sie „nicht nur von Amerikanern, sondern ein bisschen von überall her, auch in der Kurie“ höre, sei grundsätzlich „immer hilfreich, immer“, auch wenn sie einen manchmal „ärgerlich“ mache.

„Wenigstens haben die, die Kritik offen aussprechen, den Vorteil der Ehrlichkeit! Mir gefällt es nicht, wenn die Kritik unter dem Tisch erfolgt: Die lächeln dich an, dass du ihre Zähne siehst, und dann geben sie dir einen Stich in den Rücken… Das ist nicht loyal, es ist nicht menschlich.“ Eine „Giftpillen-Kritik“, die gar keine Antwort wissen wolle, helfe nicht. „Sie hilft nur kleinen Grüppchen… Kritik vorbringen, ohne in einen Dialog einzutreten, heißt, dass man die Kirche nicht liebt, sondern einer fixen Idee folgt. Den Papst auszuwechseln. Oder ein Schisma durchzuführen.“


Es habe laut Franziskus in der Kirche „viele Schismen“ gegeben. Dazu verwies er auf den Protest der Altkatholiken gegen das Erste Vatikanische Konzil („Mittlerweile weihen sie Frauen zu Priestern, aber damals waren sie streng“) sowie auf die Piusbruderschaft nach dem Zweiten Vatikanum. „Ich habe keine Angst vor den Schismen! Doch ich bete darum, dass es keine geben möge, denn da geht es um das geistliche Heil vieler Menschen… Der Weg des Schismas ist nicht christlich.“

Schismatiker lösten sich „vom Volk, vom Glauben des Volkes Gottes“, so der Papst. Sie dächten „elitär“ und „ideologisch“. Dass die Kirche in Bewegung sei, liege am Zweiten Vatikanischen Konzil, „nicht an diesem oder jenem Papst“. Mit seinen oft kritisierten Äußerungen zu sozialen Fragen liege er übrigens auf einer Linie mit dem heiligen Johannes Paul II.: „Ich kopiere ihn!“ . Eindringlich warnte Franziskus „vor vielen Schulen der Strenge in der Kirche“; diese seien zwar keine Schismen, „aber pseudo-schismatische christliche Wege, die übel enden“. „Wenn ihr strenge Christen, Bischöfe, Priester seht, dann stecken dahinter Probleme, nicht die Heiligkeit des Evangeliums.“

Foto: (c) L'Osservatore Romano


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