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Papst kritisiert Milliardendeals im Fußball

26. Mai 2019 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Bitte an Fußballmanager bei Audienz für 6.000 junge italienische Fußballer im Vatikan: "Schönheit des Fußballs soll nicht in finanziellen Verhandlungen enden".


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Papst Franziskus hat kritisiert überzogene Gehaltsverhandlungen im Profifußball kritisiert. "An die Fußballmanager: Ich bitte euch, dass die Schönheit des Fußballs nicht in finanziellen Verhandlungen endet", sagte er am Freitag im Vatikan unter Applaus. Auch Profispieler, Trainer und die Eltern junger Fußballtalente nahm der Papst in die Pflicht. Oftmals werde dem Sport auch im Jugendbereich die Freude am Spiel genommen: "So kann man einige Eltern beobachten, die zu Ultras werden oder sich in Manager oder Trainer verwandeln", so der Papst bei einer Audienz für 6.000 junge italienische Fußballer.

Der Spaß am Sport dürfe nicht verloren gehen, nur "um krampfhaft Meister zu werden", betonte Franziskus, der zu Beginn der Audienz per La-Ola-Welle begrüßt wurde. Gerade Profis mahnte Franziskus zu einem vorbildlichen Lebensstil und Solidarität mit den Schwächsten: "So ermutigt ihr die Jugend, groß im Innersten zu werden und vielleicht auch Champions im Leben."


"Schönste Sportart der Welt"

Franziskus bekannte sich selbst als Fan des Sports: "Viele definieren Fußball als schönste Sportart der Welt. Das denke ich persönlich auch." Den Mannschaftssport würdigte er als Beispiel für Teamgeist. "Liebe Freunde, Fußball ist ein Mannschaftssport, alleine macht er keinen Spaß. Wenn Fußball so gelebt wird, ist er gut für das Herz und den Kopf." Dies sei besonders wichtig in einer Gesellschaft, "in der Einseitigkeit immer wichtiger wird, die Fixierung auf das eigene ich fast zum absoluten Prinzip".

Der Papst rief dazu auf, junge Spieler in schwierigen Momenten, etwa bei Niederlagen oder Auszeiten auf der Bank, zu ermutigen. Es gehe darum, dies als Gelegenheit zu Verbesserung zu sehen und als Chance für andere. Große Fußballstars mahnte der Papst, ihre eigene Herkunft nicht zu vergessen.

Die Papstaudienz war von der italienischen Sportzeitung "Gazzetta dello Sport", dem Ministerium für Unterricht, Universitäten und Forschung sowie dem Fußball-Dachverband "Federazione Italiana Giuoco Calcio" organisiert worden. Die Begegnung stand unter dem Motto "Der Fußball, den wir lieben".

Papst Franziskus ist schon seit seiner Kindheit Anhänger des argentinischen Fußballklubs San Lorenzo, der 1908 von einem Salesianerpater gegründet wurde. Seit dem 100. Vereinsjubiläum 2008 ist Jorge Mario Bergoglio auch Ehrenmitglied des Clubs aus Buenos Aires. Bis heute zahlt "Mitglied 88.235" per Einzugsermächtigung seine Beiträge, wie die Club-Führung stets versichert. Noch als Kardinal von Buenos Aires hat Bergoglio die Kapelle des neuen "Gasometer-Stadions" in "seinem" Stadtteil Flores geweiht.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 zeitblick 27. Mai 2019 

Sportmaffia

Da hat sich der Papst aber mit einer mächtigen Liga angelegt! Interessant, dass trotz dem Wissen um unlautere Finanzierungsquellen dieses Sportes der Hype ungebrochen auch vor vielen (durchaus mehr männlichen) Christenherzen nicht stoppt.


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