Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Journalist von Gersdorff: Bischöfen in Deutschland „fehlt schlicht und ergreifend Bekennermut“
  2. ‚Polithetze gegen die einzige Opposition’ – AfD kritisiert Grundsatzpaper der deutschen Bischöfe
  3. Bestätigt Fiducia Supplicans Häresie?
  4. Identität des nächsten Papstes: Kardinal schreibt
  5. Kardinal Nichols verbietet Ostertriduum im Alten Ritus für Erzdiözese Westminster
  6. Gericht verbietet Falschbehauptung! - Müssen deutsche Bischöfe AfD-Papier zurückziehen?
  7. P. Karl Wallner: "Bei der Weltsynode spielen deutsche Bischöfe keine Rolle mehr"
  8. FDP-Taktiktipp für Bätzing/DBK: Mit Rom reden aber gleichzeitig Synodalen Rat weiter vorantreiben
  9. Papst trifft Pater Andrzej Komorowski, Leiter der Petrusbruderschaft
  10. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  11. Ablehnung der AfD? - „Eine wenig überzeugende Einstimmigkeit der Deutschen Bischofskonferenz“
  12. Brauchen wir DBK-Wahlempfehlungen?
  13. Evanglische Kirche im Rheinland schafft Sonntagsgottesdienst ab
  14. Schlimmste Gefahr ist heute die Gender-Ideologie, die die Unterschiede aufhebt!
  15. Kardinal Sarah ‚sehr stolz’ auf afrikanische Bischöfe nach Ablehnung von Fiducia supplicans

"Eines Tages, im Himmel, werden wir zusammen in einer Mannschaft spielen"

30. Dezember 2022 in Jugend, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Brasiliens Kirche trauert um Pelé und erinnert an den Glauben des Fußballstars "Ich hoffe, dass Gott mich im Himmel so empfangen wird, wie mich die ganze Welt heute dank unseres geliebten Fußballs empfängt"


Brasilia (kath.net/KAP) Der Tod von Edson Arantes do Nascimento, besser bekannt als Pelé, hat auch in der katholischen Kirche Brasiliens Trauer ausgelöst. Nachdem der 82-jährige "König des Fußballs" am Donnerstag infolge von Komplikationen seiner Darmkrebserkrankung und einer Atemwegsinfektion in einem Krankenhaus von Sao Paulo starb, rief der Erzbischof der Küstenmetropole, Kardinal Odilo Scherer, alle Gläubigen zum Gebet für ihn auf. "Ein Gebet für Pelé, möge Gott ihn in seiner unendlichen Barmherzigkeit annehmen", schrieb der brasilianische Kardinal auf seinem Twitter-Account. Auf den Social-Media-Konten des Superstars, den vielen als "größten Fußballer der Geschichte" sahen, hieß es am Donnerstag: "Inspiration und Liebe kennzeichneten den Weg von König Pelé, der heute friedlich verstorben ist".

Pelé habe auf seiner Reise die Welt "mit seiner Genialität verzaubert", einen Krieg gestoppt, weltweit soziale Arbeit geleistet und das verbreitet, "woran er am meisten als Heilmittel für all unsere Probleme glaubte: Liebe". Pelé wurde am 23. Oktober 1940 im Teilstaat Minas Gerais in armen Verhältnissen geboren. Mit 17 Jahren begann er seine Profi-Karriere als Fußballer, wurde mit der brasilianischen Nationalmannschaft als einziger dreimal Weltmeister. Er erzielte in seiner Karriere 1.284 Tore in 1.366 Spielen und wurde mit seiner Trikotnummer 10 beispielgebend für viele anderen Fußballgrößen. Schon seit den 60er Jahren galt er als Kultfigur und wurde zu einem der bekanntesten Menschen des Planeten, wobei er Angebote aus Europas Top-Ligen stets ausschlug und mit seinem Verein, dem FC Santos, durch die Welt tourte, bis er zwei Jahre vor seinem Ruhestand, 1975, nach New York wechselte, was ihm damals viele Fans übelnahmen. Von 1995 bis 2002 war Pelé Brasiliens Sportminister und setzte sich gegen Korruption der Funktionäre ein, was ihn jahrelang in Streit mit dem Weltfußballverband Fifa brachte.


Sein Privatleben bescherte ihm teils den Ruf eines "Playboys". Dass er einen Teil seiner Familie regelrecht verstieß und trotz positivem Vaterschaftstest jahrelang einen Rechtsstreit um die Anerkennung einer Tochter führte, nahmen ihm viele Landsleute in seiner katholisch geprägten Heimat übel, während er jedoch weltweit weiterhin Ruhm genoss. Bekennender Katholik und Marienverehrer Dennoch war Pelé ein bekennender Katholik und Marienverehrer, wie er etwa 2021 auf Twitter schrieb: "Heute bete ich zur Muttergottes von Aparecida, der Heiligen, der ich mein ganzes Leben lang Gebete gewidmet habe, dass sie die Kinder beschützt." Mehrmals traf er die Päpste - Paul VI. im Jahr 1966 auf seiner Hochzeitsreise, 1978 Johannes Paul II. im Vatikan sowie 2005 Benedikt XVI. beim Weltjugendtag in Köln, während mit Franziskus eine Begegnung 2013 beim Weltjugendtag in Rio de Janeiro geplant war, bei der Pelé dann aber nicht kam.

Dem lateinamerikanischen Papst übermittelte die Fußballlegende jedoch später ein Trikot aus Händen der damaligen Staatspräsidentin Dilma Rousseff. Noch im Dezember bekundete Franziskus, er bete für Pelé. Die mexikanische Kirchenseite "Desde la fe" erinnerte am Donnerstag an weitere Äußerungen des Weltfußballers zu seinem religiösen Glauben. Immer habe Pelé betont, dass ihm sein fußballerisches Talent und seine Fähigkeiten von Gott geschenkt worden seien, den Rest habe er durch Training und gründliche Vorbereitung erarbeitet. Pelé habe Gott auch für alle Erfolge seiner Karriere und für seine Gesundheit gedankt. Er habe sich zumindest bemüht, auch abseits des Fußballs durch seine Lebensführung einen "Unterschied" zu machen. "Gott weiß, wem er etwas gibt, und wenn er mir den Ruhm, die Zuneigung von Millionen von Menschen, die Neugierde von Hunderten von Journalisten, das Geld und die Gabe, Fußball spielen zu können, gegeben hat, dann hat er mir auch die Geduld gegeben, die Unannehmlichkeiten zu ertragen, die diese Umstände mit sich bringen können. Ich bin Pelé. Ich weiß das. Pelé ist eine Gesamtheit von Dingen, und es wäre sinnlos, die angenehmen Dinge zu akzeptieren und die unangenehmen abzulehnen", so ein weiterer Ausspruch Pelés.

Auch im Alter blieb Pelé ein gläubiger Mensch und erklärte etwa nach einem Spitalsaufenthalt 2019, er empfinde seine gesundheitlichen Beschwerden so, "als ob Gott mich um eine Rechnung bittet". Beim Tod von Diego Maradona im November 2020 erklärte er: "Eines Tages, im Himmel, werden wir zusammen in einer Mannschaft spielen. Und es wird das erste Mal sein, dass ich auf dem Spielfeld meine Faust in die Luft recke, ohne ein Tor zu feiern. Weil ich dich endlich wieder umarmen kann". Und noch in seiner aktiven Zeit hatte er bekundet: "Ich hoffe, dass Gott mich im Himmel so empfangen wird, wie mich die ganze Welt heute dank unseres geliebten Fußballs empfängt."

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Tante Ottilie 30. Dezember 2022 
 

Ich mochte ihn, so wie ich ihn kannte ...

Ja - "Pelé, möge Gott ihn in seiner unendlichen Barmherzigkeit annehmen" - wenn er denn seine Verfehlungen während seines Erdenlebens aufrichtig bereute.

Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen.

R.I.P. Pelé!


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Fussball

  1. Türkei: Deutschen Fans wurden Fußballfahnen wegen Kreuz abgenommen
  2. Niko Kovac: 'Ich finde meine Ruhe im Glauben'
  3. Frauen im Vatikan bedauern Wiener Fußball-Causa
  4. Halbherzige Entschuldigung vom FC Mariahilf beim Vatikan-Team
  5. Jürgen Klopp zu todkrankem Fan: „Ich bin Christ. Wir sehen uns“
  6. Papst kritisiert Milliardendeals im Fußball
  7. Jürgen Klopp: Dankbarkeit eines der wichtigsten Dinge überhaupt
  8. Rapid-Legende Hofmann: Glaube spielt in meinem Leben große Rolle
  9. Mit dem Rosenkranz ins WM-Finale
  10. WM: Fußball-Fans sind auch an der orthodoxen Kirche interessiert






Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  2. KOMMEN SIE MIT! EINMALIGE REISE - 13. Oktober 2024 in Fatima + Andalusien!
  3. Identität des nächsten Papstes: Kardinal schreibt
  4. Bestätigt Fiducia Supplicans Häresie?
  5. P. Karl Wallner: "Bei der Weltsynode spielen deutsche Bischöfe keine Rolle mehr"
  6. "Auf dem Berg Golgota ist es nicht unsere Aufgabe, einen Stuhlkreis zu machen“
  7. Gericht verbietet Falschbehauptung! - Müssen deutsche Bischöfe AfD-Papier zurückziehen?
  8. Brauchen wir DBK-Wahlempfehlungen?
  9. Die Goldsee-Siedlung am Busko See in Bosnien-Herzegowina
  10. Journalist von Gersdorff: Bischöfen in Deutschland „fehlt schlicht und ergreifend Bekennermut“
  11. ‚Polithetze gegen die einzige Opposition’ – AfD kritisiert Grundsatzpaper der deutschen Bischöfe
  12. Ablehnung der AfD? - „Eine wenig überzeugende Einstimmigkeit der Deutschen Bischofskonferenz“
  13. „Ein Zeuge der Wahrheit, der Freude und des Lebens“
  14. ,Kirchen, die reden wie die Welt, braucht die Welt nicht‘
  15. So kann es nicht mehr weitergehen

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz