Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Sri Lanka - Kardinal verliest in TV-Messe Papst-Solidaritätsbrief

6. Mai 2019 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus schrieb Brief an Bischöfe Sri Lankas - Kirchen weiterhin geschlossen - Zusammenstöße zwischen Muslimen und Christen in Negombo


Vatikanstadt-Colombo (kath.net/KAP) In einem von Kardinal Malcolm Ranjith (Colombo/Sri Lanka) bei einem Fernsehgottesdienst verlesenem Papstbrief hat Franziskus den Terror als eine "unsägliche Beleidigung des heiligen Namens Gottes" verurteilt. Ranjith verlas den Brief am Sonntag am Schluss der Messe und sagte, er habe ihn vor zwei Tagen erhalten. Er bete zum Herrn, dass "die vom Hass verhärteten Herzen sich seinem Willen nach Frieden und Versöhnung unter all seinen Kindern beugen mögen", so der Papst.

In seinem Schreiben versichert der Papst die durch die Attentate getroffenen christlichen Gemeinschaften in Sri Lanka seiner Nähe und seines Gebetes: "Gemeinsam mit den Anhängern aller Religionen und mit den Männern und Frauen guten Willens in aller Welt, drücke ich mein Entsetzen über diese unsägliche Beleidigung des heiligen Namens Gottes aus." Gleichzeitig verleiht er seiner Hoffnung Ausdruck, die Gläubigen des Landes sich in ihrer Trauer gegenseitig stützen und das unerschütterliche Vertrauen in die Versprechen Jesu bewahren mögen: "In dem Bewusstsein der Wunde, die der gesamten Nation zugefügt wurde, bete ich gleichermaßen dafür, dass alle Einwohner Sri Lankas entschlossen in ihrem Vorhaben seien, dafür einzutreten, soziale Harmonie, Gerechtigkeit und Frieden zu fördern", so Franziskus in seinem Brief, in dem er auch den katholischen Bischöfen seine Solidarität zusichert.


In Sri Lanka blieben die Kirchen auch am zweiten Sonntag nach den Osterattacken geschlossen. Die Katholiken versammelten sich vor den TV-Geräten, um die Messe mit Kardinal Ranjith mitverfolgen zu könnem. Am Montag blieben erneut die katholischen Schulen geschlossen. Unterdessen wurden 200 islamische Prediger des Landes verwiesen.

Die Attentate am Ostersonntag waren Regierungsangaben zufolge von einer lokalen islamistischen Terrorgruppierung begangen worden, auch wenn sich der selbst ernannte Islamische Staat (IS) im Anschluss beeilt hatte, selbst die Verantwortung für die blutigen Terrorakte auf drei Kirchen (zwei katholisch, eine protestantisch) und zwei Hotels zu übernehmen. 257 Menschen sind bislang auf der Liste der Todesopfer zu verzeichnen, darunter etwa 50 Kinder, rund 500 wurden teils schwer verletzt. Aus Sicherheitsgründen hatte der Kardinal Ranjith am Wochenende verfügt, dass die Kirchen seiner Erzdiözese nach wie vor geschlossen bleiben.

Trotz der Schließung der Kirchen begaben sich am Sonntag einige Menschen zu den vom Terror betroffenen Gotteshäusern, um dort Kerzen für die Opfer der Attentate anzuzünden. Unterdessen zeigen sich Kirchenvertreter besorgt: "Die Gläubigen durchlaufen ein spirituelles Trauma aufgrund des Ausfalls der Messe, der Eucharistie, der Versammlung zum Gebet an seinem Ort. Es ist eine Tragödie", zitierte die Agentur AFP einen lokalen Priester.

Priester besuchen die Verletzten

Doch trotz der Schließung der Gotteshäuser bleibt die katholische Gemeinschaft laut "Vatican News" (Montag) geeint. Viele Menschen verabreden sich in der Familie oder im Freundeskreis, um wenigstens vor dem Fernseher an der Messe teilzunehmen oder gemeinsam mit lokalen Priestern zu feiern. Diese besuchen aktuell die einzelnen Gemeinschaften, gehen in die Spitäler zu den Verletzten oder Kranken und bemühen sich, Hoffnung und Trost zu spenden.

Wie das Innenministerium am Sonntag verlauten ließ, habe man angesichts der "aktuellen Situation des Landes" entschieden, "die Einschränkungen für Visa von religiösen Lehrern zu verschärfen". 200 Imame müssten das Land verlassen. Die Regierung in Colombo befürchtet, dass ausländische muslimische Hassprediger die Gläubigen des Landes dazu anstiften könnten, weitere Attentate zu begehen.

In der Stadt Negombo kam es am Sonntag zu Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen. Mehrere Fahrzeuge wurden laut Austria Presse Agentur beschädigt. In der Stadt nördlich von Colombo waren am Ostersonntag in einer Kirche mehr als hundert Menschen bei einem Selbstmordattentat getötet worden. Bei den Angriffen auf insgesamt drei Kirchen sowie drei Luxushotels waren zusammengenommen 257 Menschen gestorben, etwa 500 weitere wurden verletzt.

Der IS reklamiert die Anschläge für sich, die Regierung macht die Islamistengruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ) für die Anschläge verantwortlich, glaubt aber, dass sie Unterstützung aus dem Ausland hatte.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Archivbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung
  2. Weltverfolgungsindex 2026: Die Christenverfolgung ist weltweit auf neuem Höchststand
  3. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  4. Plakolm: Christenverfolgung ernst nehmen statt relativieren
  5. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  6. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung
  7. Pakistan: Christen trauern ökumenisch nach Ermordung des Pfingst-Pastors Kamran Michael Naz
  8. Seine Freilassung war eine Gebetserhörung
  9. Nuntius Eterović: „Christen sind die weltweit am meisten wegen ihrer Religion verfolgten Menschen“
  10. Beobachtungsstelle: Tausende christenfeindliche Straftaten in Europa






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  10. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  15. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz