Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  5. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  6. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  7. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  10. ‚Augustiner für den Frieden‘ – Der spätere Leo XIV. bei einer Friedensdemonstration in Rom 1983
  11. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  12. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  13. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  14. Pater Karl Wallner warnt vor Naivität: 'Politischer Islam hat bei uns keinen Platz'
  15. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück

Kardinal: Päpste haben unter Vatileaks-Verrat "sehr gelitten"

9. April 2019 in Weltkirche, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kurienkardinal Becciu fordert in neuem Buch Geldstrafen für Mitglieder der Römischen Kurie, die Berufsgeheimnis verletzen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Aus den beiden Vatileaks-Skandalen hat der Vatikan zu wenig Konsequenzen gezogen. Zu dieser Einschätzung kommt der italienische Kurienkardinal Angelo Becciu in einem neuen Interview-Buch. Auch an der Kurie sollten "Verletzungen des Berufsgeheimnisses mit Geldstrafen belegt werden", so Becciu in dem Buch "I nuovi cardinali di Francesco" (Franziskus' neue Kardinäle), das dieser Tage im Verlag Edizioni San Paolo erschienen ist.

Becciu, Leiter der Vatikanbehörde für Heiligsprechungen, war von 2011 bis Juni 2018 Substitut im Staatssekretariat und damit an einer Schlüsselstelle der Kurienverwaltung tätig. Dort habe er eine Untersuchung zur Einrichtung solcher Geldstrafen gefordert; "ich hoffe, dass dies Fortschritte macht", so Becciu.


Beide Päpste, Franziskus wie Benedikt XVI., hätten unter "diesem Verrat sehr gelitten", sagte Becciu, der im Juni 2018 zum Kardinal ernannte wurde. Es gebe keine Gründe, die ein Verhalten wie in den Vatileaks-Skandalen 2011/2012 und 2015 rechtfertigen könnten. Dabei gehe es nur um "die Logik der Macht", der Verrat sei "Frucht von Frustrationen, Eifersucht, Rache" und diene manchen sogar zur Geschäftemacherei.

Einigen, die im Vatikan arbeiten, sei das Gefühl der Zugehörigkeit zur Kirche, "die Fähigkeit zu wissen, wie man im Stillen leidet - ich sage das besonders den Priestern! -, verschwunden", klagte Becciu. Das päpstliche Geheimnis und der dazu gehörende Eid bedeute einigen nichts mehr.

Zu den Anschuldigungen des vatikanischen Ex-Botschafters Erzbischof Carlo Maria Vigano wollte Becciu sich nicht näher äußern: "Der Papst hat uns gebeten, dazu zu schweigen, und daran halte ich mich." Die ganze Angelegenheit sei "sehr schmerzlich". Er wisse nicht, ob hinter Viganos Beschuldigungen Pläne zur Destabilisierung stecken. "Ich mag keine Verschwörungstheorien und will sie auch nicht beflügeln", so der Kurienkardinal.

Vigano, früherer Nuntius in USA, hat Franziskus und führenden Kreisen der Kurie vorgeworfen, von sexuellen Verfehlungen des ehemaligen Washingtoner Erzbischofs, Ex-Kardinals und mittlerweile aus dem Priesterstand entlassenen Theodore McCarrick gegen Seminaristen gewusst zu haben und nichts oder zu spät etwas unternommen zu haben.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Papst

  1. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  2. Papst Hadrian VI. (1522-1523) und sein Besuch in Monaco
  3. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  4. Leo XIV. in den Vatikanischen Grotten: Er betet auch an den Gräbern von Pius XII. und Benedikt XVI.
  5. Bemerkenswerte Rede von Papst Leo über Kardinal Merry del Val, Mitarbeiter von Leo XIII. und Pius X.
  6. Leo XIV. Brückenbauer für die Kirche - Die Biographie - Leseprobe 4
  7. Leo XIV. Brückenbauer für die Kirche - Die Biographie - Leseprobe 3
  8. Leo XIV. Brückenbauer für die Kirche - Die Biographie - Leseprobe 2
  9. Leo XIV., Brückenbauer für die Kirche - Die Biographie
  10. Kardinal Müller: Der nächste Papst muss der Homo-Lobby die Stirn bieten







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  4. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  5. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  6. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  7. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  8. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  9. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  10. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  11. Pater Karl Wallner warnt vor Naivität: 'Politischer Islam hat bei uns keinen Platz'
  12. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  13. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  14. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  15. Das Vermächtnis eines Sterbenden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz