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Süditalienische Diözese Locri gewährt Ablass für reuige Mafiosi

7. Oktober 2018 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Anlass der Initiative ist ein diözesanweiter Gebetstag gegen die Mafia.


Rom (kath.net/ KAP)
Reuige Mafiosi können am kommenden Wochenende im kalabrischen Marienheiligtum Nostra Signora dello Scoglio einen Ablass gewinnen. Der Nachlass der Sündenstrafen wird per Verfügung des päpstlichen Gnadengerichtshofs solchen Personen gewährt, die dem organisierten Verbrechen abschwören, wie die süditalienische Diözese Locri-Gerace vorab auf Anfrage bestätigte. Man wolle zur Abkehr von einer Mentalität ermuntern, die "Ausdruck einer Kultur des Todes" und dem christlichen Glauben radikal entgegengesetzt sei.


Anlass der Initiative ist ein diözesanweiter Gebetstag gegen die Mafia, der von Bischof Francesco Oliva im vergangenen Jahr Anfang Oktober eingeführt worden war. Die Region gilt als Hochburg der kalabrischen 'Ndrangheta. Zur Diözese Locri gehört der Ort San Luca, aus dem auch der mutmaßliche Drahtzieher der Mafia-Morde im deutschen Duisburg im August 2007 stammt.

Der Ablass tilgt die sogenannten zeitlichen Sündenstrafen. Weitere Bedingungen neben dem Besuch des bezeichneten Heiligtums sind eine Beichte mit sakramentaler Sündenvergebung, der Empfang der Kommunion und ein Gebet im Sinn des Papstes.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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