Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  2. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  8. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  9. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  10. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  11. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  12. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  13. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  14. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  15. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität

Der Preis der KJG ist für die Kirche zu hoch

6. August 2018 in Kommentar, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn sich die KJG Rottenburg- Stuttgart vor den Karren der LGBT- Bewegung spannen lässt und der zuständige Bischof schweigt - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Auf dem vergangenen CSD (Christopher Street Day) in Stuttgart wurde eine Gruppe der KJG (Katholische Junge Gemeinde) Rottenburg Stuttgart mit einem Preis für ihre Teilnahme ausgezeichnet. Vorweg trug die Gruppe ein Plakat von Papst Franziskus. Gott liebe alle Menschen unabhängig ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung, zitiert ein Nachrichtenportal die Diözesanleiterin der KJG, Miriam Lay. Dass diese damit eine Binsenweisheit verkündet, die keinesfalls die Teilnahme an einem moralisch hoch fragwürdigen Event rechtfertigt, dürfte klar sein.
Ebenso sollte eigentlich klar sein, dass eine Gruppe, die aus der katholischen Kirche hervorgegangen ist und die sich vor den Karren der LGBT- Bewegung spannen lässt, künftig kaum noch mit Finanzierung aus Kirchensteuermitteln rechnen können sollte. Wie man die kirchlichen Verhältnisse in Deutschland kennt, dürfte der Fehltritt der jungen Katholiken folgenlos bleiben. Dabei ist das keineswegs harmlos. Es ist eine Schande für den zuständigen Bischof, wenn er bislang nicht reagiert hat und den jungen Menschen womöglich aus Feigheit vor dem Meinungsmainsteam die Chance zu Umkehr und zur Orientierung an der Wahrheit raubt.


Der einzig sinnvolle Umgang mit Veranstaltungen wie dem CSD hatte Weihbischof Athanasius Schneider in einem Beitrag ( auf kath.net beschrieben ). Darin wären auch Hinweise zu finden, wie man Jugendliche, die in allerbester Absicht in die Irre gehen, zu einem wahrhaftigen Umgang mit der Homosexualität anleitet.

Der Bischof warnt darin allerdings auch: „Der Totalitarismus der Ideologie der Homosexualität bzw. der Gendertheorie verfolgt sein ehrgeizigstes Ziel, nämlich die Eroberung der letzten Widerstandbastion, die katholische Kirche. Leider hat dieses Bestreben inzwischen einige Erfolge erzielt.“
Selbst die passive Unterstützung eines Bischofs, der seine KJG eben nicht dafür maßregelt, an einem solchen Umzug teilgenommen zu haben, verbeugt sich schon vor dem Altar der totalitären Ideologie dieser Veranstaltungen, verbrennt damit ein paar Weihrauchkörnchen vor dem heidnischen Götzen.

Die Preisverleihung hingegen ist so durchsichtig, wie sie nur sein könnte. Die KJG Rottenburg- Stuttgart hätte statt eines Papstbildes auch einen Besenstiel vorweg tragen können. Eine „katholische“ Gruppe, die zustimmend teilnimmt, das musste ausgezeichnet werden. Eine solche propagandistische Steilvorlage konnte man sich nicht entgehen lassen.

Die Veranstalter des CSD haben einen Punktsieg errungen, der noch einmal bis ins Absurde übersteigert wird, wenn dieser auch noch in kircheneigenen Medien bejubelt wird. Man steht ratlos davor. Dabei kommt einem die Propaganda, die mit pastoralen Worten des Papstes betrieben wird, fast schon zynisch vor. Denn natürlich ist Papst Franziskus, wie jeder Priester, als Seelsorger auch homosexuellen Menschen liebevoll zugewandt. Dem Papst aber zu unterstellen, gerade diesen Menschen die Wahrheit vorzuenthalten, ist extra dreist.

In lehrmäßigen Ansprachen äußert sich der Papst nämlich durchaus auch mal klar zu Fragen der Genderideologie oder zum Problemkomplex der Homosexualität. So hatte Papst Franziskus klargestellt, dass homosexuelle Partnerschaften keine Familien sind und italienischen Bischöfen dringend geraten homosexuelle Männer nicht in die Priesterseminare aufzunehmen.

Ob die KJG auch ausgezeichnet worden wäre, wenn sie solche Zitate ebenso auf Plakate gedruckt und mitgeführt hätten?

Foto: (c) Sarah Bömer


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Geht zu denen, die Christus nicht kennen
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Panik in Magdeburg
  5. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  6. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  7. Der Tod der Theologie in Deutschland
  8. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  9. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  10. MEHR hippe Missionare in Augsburg






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  3. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  4. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  5. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  6. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  7. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  8. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  9. Vertrauenskrise in der Kirche
  10. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  11. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  12. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  13. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  14. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  15. 'Gut' gebrüllt, Löwe?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz