Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  11. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

Bischof Glettler: Es sollte jährlich „52 Wochen für das Leben geben“

8. Juni 2018 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Deutscher Moraltheologe Schockenhoff: Das menschliche Leben beginnt mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle, damit beginne auch die Schutzwürdigkeit dieses menschlichen Wesens.


Innsbruck (kath.net/pdi) Im Rahmen der „Woche für das Leben“ lud die Diözese Innsbruck am 5. Juni zu einem Ethikforum über den Beginn des menschlichen Lebens ins Haus der Begegnung in Innsbruck. In seiner Begrüßung meinte Bischof Hermann Glettler, dass es im Jahreslauf nicht nur eine, sondern „52 Wochen für das Leben geben soll.“ Liebe zum Leben, so Glettler, sei "immer umsonst, gratis, zweckfrei, absichtslos und zuvorkommend", die Liebe sei in diesem Sinne stets ein Geschenk.

Für den Moraltheologen Univ.-Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff vom Institut für Moraltheologie an der Albert-Ludwins-Universität in Freiburg (D) beginnt das menschliche Leben mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Damit beginne auch die Schutzwürdigkeit dieses menschlichen Wesens. Zwei Grundregeln stehen für Schockenhoff bei allen Überlegungen zum Thema fest: „Erstens, wir entscheiden über die Lebensfähigkeit eines anderen Wesens. Wir müssen dabei, auch aus Gründen der Fairness, immer die Perspektive des Embryos einnehmen". Zweitens dürften "Entscheidungen unter Risiko nicht zu Lasten des menschlichen Wesens getroffen werden, sondern immer zugunsten des Lebens.“ Leben sei nicht nur ein hohes Gut, sondern Das fundamentale Gut schlechthin. Leben könne nicht teilweise eingeschränkt werden, es gehe dabei um Sein oder Nicht-Sein und nicht nur um eine gewisse zumutbare Einschränkung.


Über konkrete Fortschritte im Bereich der Reproduktionsmedizin berichtete die Direktorin der Univ.-Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin in Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Bettina Toth. Als konkretes Beispiel berichtete sie über den Fall einer Frau mit Krebsdiagnose, welcher durch reproduktionsmedizinische Unterstützung ihr Kinderwunsch erfüllt werden konnte.

In ihrer täglichen Arbeit mit den Fragen des Lebensbeginns und der Lebensfähigkeit konfrontiert ist die Direktorin der Universitätsklinik für Pädiatrie II (Neonatologie) in Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Ursula Kiechl-Kohlendorfer. Dabei sei das sorgsame Abwägen und Bewertung medizinischer Indikatoren bei drohender Frühgeburt für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Kichl-Kohlendorfer: „Die individuell zu treffenden Entscheidungen im Zusammenwirken mit den Eltern haben dabei immer einen klaren Fokus: Was ist das Beste für das Kind.“

In der anschließenden Podiumsdiskussion, die von der Chefredakteurin der Zeitschrift "Welt der Frauen", Dr. Christine Haiden, moderiert wurde, wurden vor allem die Überschneidungen, aber auch die Unterschiede zwischen medizinischem und theologisch-ethischem Standpunkt über die Frage des Lebensbeginns hinterfragt. Dabei wurde auch deutlich, dass viele Menschen den Wunsch nach einem besseren Zugang zu Beratung und Information haben.

Das Ethikforum wurde von der Abteilung Familie und Lebensbegleitung und dem Frauenreferat der Diözese Innsbruck, dem Katholischen Bildungswerk Tirol, dem FH-Bachelor-Studiengang Hebamme des fhg-Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol, dem Institut für systematische Theologie und der Forschungsgruppe "Sophia forscht" veranstaltet.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Innsbruck

  1. Kirche in Tirol verwüstet – Polizei sucht Zeugen
  2. Laienseelsorger der Diözese Innsbruck führen ‚tröstende Salbung‘ durch
  3. LGBT-Popup Fenster auf der Internetseite der Katholischen Jugend Innsbruck
  4. Diözese Innsbruck: Seelsorgeräume statt Groß-Pfarren
  5. Innsbrucker Kirche soll in Zukunft auch als Kletterhalle genutzt werden
  6. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  7. ‚Bloody Mary’ – Frauenreferat der Diözese Innsbruck lädt zum ‚Zyklusstammtisch’ ein
  8. Regenbogenpastoral in der Diözese Innsbruck
  9. Drastische Nacktzeichnungen in katholischer Kapelle in Tirol ausgestellt
  10. Bischof Glettler schweigt über Kosten für Kunstaktionen zur Fastenzeit






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  14. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  15. Nicht spektakuläre Gesten sondern kleine Taten der Treue

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz