Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. „Warum bin ich Christ“
  4. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  5. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  10. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  11. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  15. Nach Sperre: Au-pair-Plattform stimmt Vergleich mit christlichem Vater zu

Ein lange fälliges Papier deutet sich an

19. März 2018 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Man halte Gendermainstreaming und den Kampf gegen diese verheerende Ideologie nicht für ein Randthema! Es betrifft den Kern der menschlichen Existenz." - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net/pw)
Immer wieder in der Vergangenheit hatte sich Papst Franziskus zu Gendermainstreaming geäußert. Meist war es in Predigten. In der Regel handelte es sich um Randbemerkungen. An Klarheit mangelte es da nie. Eine dämonische Ideologie nannte es der Papst schon einmal. Erstmals hatte sich Papst Benedikt XVI. in seiner Weihnachtsansprache an die Kurie zu Gendermainstreaming geäußert.

Seitdem ist die Haltung der Kirche zu Gender recht klar erkennbar. Es besteht seitdem allerdings auch der Wunsch einer etwas offizielleren lehrmäßigen Äußerung aus Rom. Es braucht hier etwas mehr Verbindlichkeit als ein Nebensatz in einer Rede oder eine Randnote in einer Predigt. Viele, insbesondere jüngere Katholiken mit Kindern, sind von den praktischen Auswirkungen der Genderideologie betroffen.

Gender stiftet Unheil und Verwirrung. Gender schadet zudem der Volkswirtschaft in erheblichem Maße. Dieser Schaden entsteht nicht zuletzt durch über 200 Genderlehrstühle und deren Projekte mit zweifelhafter wissenschaftlicher Relevanz.


Gendermainstreaming breitet sich in der Gesellschaft aus und beeinflusst Rechtsnormen zu Ungunsten der Menschen. Darüber hinaus macht sich die Genderideologie in Gestalt einer verwirrten und verwirrenden Sexualpädagogik bemerkbar. Oft machen Menschen hier ihre ersten praktischen Erfahrungen damit und sind schockiert, was ihren Kindern in Schule und Kindergarten zugemutet wird. Es ist nicht auszuschließen, dass Kinder Schaden durch derartige Sexualaufklärungspraktiken erleiden.

Es gilt also nicht nur, einer böswilligen Ideologie das Handwerk zu legen, es gilt die Schwächsten in der Gesellschaft, die Kinder, zu schützen. Eltern stehen oft genug völlig hilflos davor. Erzieherinnen sind nicht selten völlig arglos und überfordert. Es braucht nicht zuletzt deshalb ein klares Wort dazu. Es braucht dies klare Wort mit deutlicher Verbindlichkeit, damit Katholiken Klarheit gewinnen können.

Dabei geht es nicht zuletzt darum, sich gegen die Genderlobby in Bildung und Erziehung wehren zu können. Ein päpstliches Schreiben zu Gendermainstreaming wäre folglich hoch willkommen. Die hinterlistigen Strategien der Genderprotagonistinnen versuchen gerne mal den Eindruck äußerster Harmlosigkeit zu erwecken. Man tut so, als ginge es nur um Gleichstellung von Mann und Frau. Das allerdings dürfte längst kein Thema mehr sein.

Ein Kampfbegriff der Gender-Szene ist erhellend. Da spricht man geradezu vernichtend von der „bipolaren Heteronormativität“. Tatsächlich ist der Mensch von Gott bipolar erschaffen. „Als Mann und Frau erschuf er sie.“(Gen 1,27) Und die Menschen sind aufeinander hin geschaffen. „Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau und sie werden ein Fleisch.“ (Gen 2,24) Schöpfungstheologisch gälte es, diesen Kampfbegriff zunächst einmal zurück zu erobern und positiv zu erklären, dass die Welt der Menschen genauso von Gott geschaffen und gewollt ist: geschlechtlich bipolar und heteronormativ auf einander zu geordnet. Der Papst wird sicher die richtigen Worte dafür finden.

Dann gilt es, die Schöpfungstheologie für Katechese, Unterricht und nicht zuletzt politische Praxis wieder neu zu erschließen. Man halte Gendermainstreaming und den Kampf gegen diese verheerende Ideologie nicht für ein Randthema! Es betrifft den Kern der menschlichen Existenz.

Archivfoto Peter Winnemöller



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Apostolisch und nix anderes
  2. Was auch immer Synodalität sein soll
  3. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Die Krise des Bischofsamtes
  7. Der Bischof und der Denunziant
  8. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  9. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  10. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  3. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  6. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. „Warum bin ich Christ“
  9. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  10. Mit dem Rosenkranz im Gym
  11. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  14. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz