Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kirchen laufen die Gläubigen in Scharen weg, weil sie zu zeitgemäß sind!
  2. Wachsendes Interesse unter jungen Katholiken an der Alten Messe
  3. Glauben Katholiken an ‚Zeichen von den Toten’?
  4. Einspruch – um der Ehre der Gottesmutter Maria willen!
  5. US-Prediger sagte im März 2024 das Trump-Attentat voraus!
  6. Nur 0,001 Prozent der Deutschen bezeichnen sich als ‚divers’
  7. New York Times: Neu geweihte Priester sind selbstbewusst und konservativ
  8. Ab jetzt werden die Einnahmen aus der Kirchensteuer sinken
  9. Gab es am Fatima-Tag einen besonderen Schutz für US-Präsident Donald Trump?
  10. Elon Musk twittert an deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz: „@Bundeskanzler, was ist das?“
  11. Mailänder Erzbischof betont für Heiliges Jahr 2025 besonders das Beichtsakrament
  12. In Tirol finden sich keine neuen Ärzte mehr für Abtreibungen
  13. Trump ernennt einen gläubigen Katholiken zu seinem running mate: J.D. Vance
  14. Gunnar Schupelius: „Rechtschreibrat lehnt Gendern ab – warum gibt es den Stern noch?“
  15. Irischer Priester verweigert Pro-Abtreibungspolitiker die Kommunion

Papst: Lehmann war Brückenbauer in Kirche und Gesellschaft

13. März 2018 in Chronik, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Am Sonntag verstorbener deutscher Kardinal suchte "über Grenzen von Konfessionen, Überzeugungen und Ländern hinweg das Verbindende"


Vatikanstadt-Bonn (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat den verstorbenen Kardinal Karl Lehmann als herausragenden Kirchenmann und als Brückenbauer gewürdigt. In seinem langjährigen Wirken als Theologe und Bischof wie auch als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz habe Lehmann das Leben von Kirche und Gesellschaft mitgeprägt, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Beileidsschreiben an Lehmanns Nachfolger in Mainz, Bischof Peter Kohlgraf.

Kardinal Lehmanns Anliegen sei stets gewesen, "offen zu sein für die Fragen und Herausforderungen der Zeit und von der Botschaft Christi her Antwort und Orientierung zu geben". Dabei habe er über die Grenzen von Konfessionen, Überzeugungen und Ländern hinweg das Verbindende gesucht, so der Papst.


Franziskus versicherte die Gläubigen der Diözese Mainz seiner Anteilnahme und seines Gebets für den Verstorbenen. "Jesus, der Gute Hirt, schenke seinem treuen Diener die Vollendung und Fülle des Lebens in seinem himmlischen Reich", schrieb der Papst.

Glück: Wegen Lehmann weniger Austritte

Der frühere Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück würdigte am Montag Lehmanns Bereitschaft zum konstruktiven Streit. Dies sei für die katholische Kirche wichtig gewesen, sagte Glück dem Bayerischen Rundfunk (BR). "Ansonsten wären sehr viel mehr Menschen ausgezogen aus dieser Kirche. Sie hätten Kirche nicht mehr als gesprächsfähig erlebt."

Lehmann hat nach den Worten von Glück "Außergewöhnliches" geleistet, für die Kirche, aber auch in die Gesellschaft hinein. Er sei ein brillanter Wissenschaftler gewesen, vor allem aber ein Mensch, "der ganz unkompliziert natürlich Nähe gegeben hat, zugehört hat". Die Gespräche mit ihm seien nie belanglos gewesen und immer mit viel Humor, erinnerte sich der Ex-ZdK-Präsident.

Doch der Kardinal habe auch schwierige Zeiten durchgemacht und dabei die "schmerzlichen Kehrseiten der Kirche" persönlich erfahren müssen. Dennoch sei es ihm gelungen, die katholische Kirche in Deutschland in ganz schwierigen Jahrzehnten zusammenzuhalten.

Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, schrieb im Berliner "Tagesspiegel" (Montag) über Karl Lehmann, der Kardinal sei ein Vermittler gewesen. "Er pflegte Traditionen und förderte Neues, wo immer es überzeugte und sich verwirklichen ließ." Mehr als ein halbes Jahrhundert lang habe Lehmann "wie kein anderer die Gespräche zwischen deutschen katholischen und evangelischen Theologen geprägt", so Huber. Seine Einsicht, "dass die Lehrverurteilungen des 16. Jahrhunderts nicht mehr die ökumenischen Partner im 20. oder 21. Jahrhundert treffen", habe den Ausgangspunkt für neue Gemeinsamkeiten im Verständnis des christlichen Glaubens geprägt. Lehmann sei ein großer Mensch und Christ, ein herausragender Bischof und Theologe gewesen. "Und ein unvergesslicher Freund."

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Chris2 14. März 2018 
 

Lieber @Stefan Fleischer

Noch vor kurzem habe ich auch so gedacht: Jetzt nicht, weil, dann nicht, wegen. Die blutigen und gewalttätigen letzten Tage in Deutschland haben mich aber gelehrt, künftig niemals mehr eine Verdunkelung weder der (götllichen) Wahrheit zu erlauben noch zu "weltlichen" Lügen und vertuschungsaktionen an der Realität = Wahrheit zu schweigen (Fake News, vor allem den alltäglichen von Links durch weglassungen entscheidender Fakten. So. RIP Kardinal Lehmann. Möge der Herr seiner Seele gnädig sein.


4
 
 zeitundewigkeit 13. März 2018 
 

@Stefan Fleischer
de mortuis nihil nisi bene
ob da nicht der Lüge Vorschub geleistet wird?


2
 
 myschkin 13. März 2018 
 

Es gibt keine

Kardinalserhebungen erster und zweiter Klasse. Die Päpste entscheiden diesbezüglich kraft eigener Souveränität.


1
 
 Stefan Fleischer 13. März 2018 

de mortuis nihil nisi bene

Das wussten schon die alten Römer. Ich glaube, wir können uns auch hier daran halten.


3
 
 Adamo 13. März 2018 
 

@serafina - Ihren Worten kann ich nur beipflichten.

Noch gut kann ich mich im Fernsehbericht daran entsinnen, als der Papst Joh.Paul II von seinem Fenster zum Petersplatz hinaus im Nachhinein so ganz beiläufig erwähnte, dass Lehmann auch noch zum Kardinal erhoben worden ist. Das klang für mich wie eine Erpressung des Papstes, aber nicht wie eine normale Kardinalsernennung.


8
 
 serafina 13. März 2018 
 

naja

Papst Joh. Paul II hat es sich mit der Kardinalsernnung von Lehmann nicht leicht gemacht. Immerhin brauchte es zwei Anläufe und massiven Druck von außen (z. B. durch Altbundeskanzler Helmut Kohl+ und div. Medien), bis er sich dem Druck beugte und Lehmann schließlich in den Stand der Purpurträger erhob.


9
 
 st.michael 13. März 2018 
 

Herr Glueck

Von Herrn Glueck gelobt zu werden ist so eine Sache.
Christus wird seine Nachfolger und Diener auf Erden fragen : "Was hast DU aus meiner Kirche gemacht ?"
Was dieser Tote braucht sind keine diesseitigen Lobhudeleien, sondern das Gebet, denn mit dem Mainzer Bischof ist untrennbar zb. eine "Koenigsteiner Erklaerung" sowie liberale Einstellungen zu Glaubens (Liturgie) und Sittenfragen einhergegangen.
Christus braucht keine Brueckenbauer, er braucht Arbeiter in seinem Weinberg.


16
 
 wedlerg 13. März 2018 
 

Alois Glück hat keine Ahnung

Mein Onkel hat als Pfarrer Lehmann ganz anders erlebt: Planlos, immer dem Kompromiss alles opfernd. An der Basis war von Popularität nicht die Rede. wenn dann wurde er in anderen Lagern gelobt: in Politik und Wirtschaft, bei den Protestanten und Konfessionslosen.

Und die Austrittszahlen sind in der Ära Lehmann gestiegen nicht vorher. Ein klarer Hirte, wie Höffner, hätte es nicht soweit kommen lassen.

Im übrigen war auch Lehmanns wissenschaftliches Bestreben immer einzig auf Dialog und Kompromisse ausgelegt. In einer Zeit, als die Kirche an den Unis von links geentert wurde, fatal.

Lehmanns Motive mögen edel gewesen sein, seine politische Fassung der katholischen Lehre war jedenfalls falsch - so wie sie bei Marx jetzt falsch sind.

Der Herr wird Kardinal Lehmann das gute vergelten. Einen Mythos um sein politisches Werk zu legen, kann die Kirche in D aber jetzt gerade nicht gebrauchen.


21
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lehmann

  1. DBK-Vorsitzender Lehmann im Jahr 2000: „Ich kann nur davor warnen“!
  2. „Auf Wiedersehen!“
  3. „Auf Wiedersehen!“
  4. Kardinal Lehmann in der Bischofsgruft des Mainzer Domes beigesetzt
  5. Kardinal Lehmann in der Bischofsgruft des Mainzer Domes beigesetzt
  6. Erstes Requiem für Kardinal Lehmann
  7. Der Mainzer Kardinal Lehmann ist verstorben
  8. Kritischer Zustand von Lehmann - Kohlgraf ruft Gläubige zum Gebet auf
  9. Mainz: Rücktritt von Kardinal Lehmann von Papst angenommen
  10. Kardinal Lehmann tritt vom Mainzer Bischofsamt zurück






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Eine Bitte an Ihre Großzügigkeit
  2. US-Prediger sagte im März 2024 das Trump-Attentat voraus!
  3. Kirchen laufen die Gläubigen in Scharen weg, weil sie zu zeitgemäß sind!
  4. Gab es am Fatima-Tag einen besonderen Schutz für US-Präsident Donald Trump?
  5. Ab jetzt werden die Einnahmen aus der Kirchensteuer sinken
  6. New York Times: Neu geweihte Priester sind selbstbewusst und konservativ
  7. Trump ernennt einen gläubigen Katholiken zu seinem running mate: J.D. Vance
  8. Vamos España - 'Ohne Gott hat nichts im Leben einen Sinn.'
  9. Einspruch – um der Ehre der Gottesmutter Maria willen!
  10. Glauben Katholiken an ‚Zeichen von den Toten’?
  11. Der Parteitag der Republikaner und ein Gebet zum Hl. Erzengel Michael
  12. Wachsendes Interesse unter jungen Katholiken an der Alten Messe
  13. Wer war Feuerwehrmann Corey Comperatore, der beim Attentat auf Trump starb?
  14. KATH.NET-Leserreisen 2025-2026 - ROM - MALTA - BALTIKUM - ISLAND und MEDJUGORJE
  15. "Ein Hoch auf die katholischen Bischöfe in den Vereinigten Staaten!"

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz