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‚Kreative’ liturgische Initiative, ‚inspiriert’ von Papst Franziskus

15. November 2017 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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Durch eine Lectio Divina während der Messe soll das Evangelium den Menschen näher gebracht werden. Der Messritus sieht das allerdings nicht vor.


Wellington (kath.net/LSN/jg)
John Kardinal Dew, der Erzbischof von Wellington (Neuseeland) hat die Pfarren seiner Erzdiözese aufgerufen, den Lesungsteil der heiligen Messe durch eine „Lectio Divina“ des Evangeliums zu ersetzen. Diese soll von einem Laien durchgeführt werden.

Diese „kreative Initiative“ sei durch Papst Franziskus inspiriert, sagte der Kardinal. Die Erzdiözese Wellington wolle auf diesem Weg der Aufforderung des Papstes nachkommen, die heilige Schrift besser bekannt zu machen und weiter zu verbreiten. Der Papst habe dazu aufgefordert, kreative Maßnahmen zu setzen um „lebendige Gefäße für die Verkündigung des Wortes Gottes“ zu werden. Die Lectio Divina sei ein „wunderbarer Weg“ für das Erzbistum, dieser Aufforderung Folge zu leisten, ist Dew überzeugt.

Die Lectio Divina ist eine alte benediktinische Gebetspraxis, bei welcher die heilige Schrift gelesen und reflektiert wird, gefolgt von Gebet und Kontemplation. Sie wird für gewöhnlich individuell praktiziert, kann aber auch in Gruppen durchgeführt werden. Für die heilige Messe ist sie nicht vorgesehen.

In der Erzdiözese Wellington sollen die beiden Lesungen und der Antwortpsalm in der Sonntagsmesse wegfallen. Ein „Lectio Divina Lektor“ soll das Evangelium vorlesen und die Gläubigen anschließend durch die Lectio Divina führen, in der sie das Gehörte reflektieren und in Stille beten sollen.

Die Anweisung des Erzbischofs verletze gleich zwei liturgische Regeln, sagt der Theologe Dr. Peter Kwasniewski, der am Wyoming Catholic College unterrichtet und zwei Bücher zur Liturgie veröffentlicht hat. Erstens sei das Evangelium immer von einem geweihten Mann, also einem Bischof, Priester oder Diakon zu lesen. Zweitens müssten alle für den jeweiligen Tag vorgesehenen Lesungen in der Messe gelesen werden.

Eine Änderung dieser Regeln könne durch den Heiligen Stuhl erfolgen, nicht aber durch einen Diözesanbischof, sagt Dr. Joseph Shaw, Philosophieprofessor an der Universität Oxford und Vorsitzender der Gesellschaft für die Lateinische Messe in England und Wales. Die beschriebene liturgische Initiative in Wellington hat nach seiner Ansicht nicht viel mit der klassischen benediktinischen Lectio Divina zu tun, betont er.


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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 15. November 2017 
 

Wen wundert's...

In Ozeanien liegt in der Kirche sehr viel im Argen.
John Atcherley Dew wurde v. P. Johannes Paul II noch in sehr jungem Alter zu Koadjutor-Erzbischof v. Wellington (Neuseeland) ernannt; und am 21. März 2005 beim Rudestand des Amtsinhabers automatisch zu Erzbischof v. Wellington.
P. Franziskus erhob ihn (theologische Kenntnissse inklusive) zu Karidnalpriester 2015 weil "das Erzbistum Wellington traditionsgemäß mit dem Kardinalat verbunden ist"(sic Wikipedia).
Warum Erzbischof Msgr. Léonard, der in schwierigsten Zeiten und unter heftigem Beschuß von modernistischen Mainstreammedien die katholische Lehre im von Dannneels und Konsorten abgewracktem Belgie die katholische Lehre treu und tapfer verteidigte, unter gleichen Umständen v. P. Franziskus NICHT zu Kardinal erhoben wurde, der anrüchige DeKesel dagegen fast sofort, ist das Geheimnis v. P. Franziskus und das Leid von Belgien.
Me miseret.


10
 
 elisabetta 15. November 2017 
 

Das ist die logische Folge,

wenn der Papst dazu auffordert, kreative Maßnahmen zu setzen, um „lebendige Gefäße für die Verkündigung des Wortes Gottes“ zu werden. Ist unter dem Deckmantel der Kreativität alles erlaubt oder gibt es auch Grenzen? Wieder eine Frage an den Papst...


13
 
 Stefan Fleischer 15. November 2017 

Finger weg von der Heiligen Liturgie!

Selbstverständlich kann sich die Liturgie ändern. Aber solche Änderungen müssen in der Tradition und aus der Tradition heraus wachsen. Eigenmächtigkeiten sind hier absolut fehl am Platz. Die Liturgie darf nie zum Experimentierfeld auch noch so gut meinender "Experten" verkommen. Hier sind nicht irgendwelche "Glanzideen" gefragt, sondern Dankbarkeit, Demut und Gehorsam. Schlussendlich feiern wir hier den Tod unseres Herr, der für uns Menschen und um unseres Heiles willen, „gehorsam war bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.“
Und noch so nebenbei: Eine Kirche, in der "jeder macht was er will, keiner macht was er soll, aber alle machen mit" ist sicher nicht nach dem Willen ihres Gründers, der für sie gebetet hat "dass alle eins seien!" „Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens.“ (1.Kor 14,33) „Wo nämlich Eifersucht und Ehrgeiz herrschen, da gibt es Unordnung und böse Taten jeder Art.“ (Jak 3,16)


13
 
 lesa 15. November 2017 

@Bücherwurm: Zustimmung. Ein paar Erläuterungen vorher oder nachher, viele braucht es nicht. Das Wort wirkt selber Licht und Kraft. Das Wort Gottes beiseiteschieben heißt den Heiligen Geist aussperren. Derlei Kürzungsversuche werden doch seit Jahrzehnten praktiziert an vielen Orten. Es war oft gut gemeint. Man dachte, bei diesem oder jenem Anlass sei ein anderer Text passender. Oder: Diese oder jene Lesung verstehen die Leute nicht, also nehmen wir eine andere. Sind die Kirchen voller geworden? "Lebendig und kraftvoll ist das Wort" (Hebr.) Und "Das Wort verlässt nicht meinen Mund, ohne dass es bewirkt, wozu ich es ausgesandt habe. (Jes 55). Es wirkt oft in einer Tiefe, die wir nicht messen und ahnen können. Etwas vom schönsten: jedes Jahr neue Aspekte zu sehen, wie die Lesung das Evangelium erläutert. Durch die Liturgie der Kirche mit ihren Lesungen spricht Gott durch Wort und Fleischwerdung des Wortes. Die Menschen brauchen diesen Tisch des Wortes Gottes.


5
 
 bücherwurm 15. November 2017 

Ich habe nichts gegen eine lectio divina bei der Hl. Messe - DAVOR oder DANACH

kann man das ganz prima machen! ;)


20
 
 Gandalf 15. November 2017 

Tragisch, dass auch Kardinäle wenige theolog. Bildung haben


22
 
 girsberg74 15. November 2017 
 

Wenn es ihm gefällt?

Lieber nicht; nicht schon wieder etwas anderes oder Neues. Mir wird langsam schwindelig.

Kann denn niemand mal für eine Weile ruhig sein und bleiben, bevor die alten Sachen, wie die Dubia, nicht erledigt sind?


23
 
 julifix 15. November 2017 

Hl. Messe - Teil Wortgottesdienst

[...]Die Lectio Divina ist eine alte benediktinische Gebetspraxis, bei welcher die heilige Schrift gelesen und reflektiert wird, gefolgt von Gebet und Kontemplation.[...]
Und was ist eigentlich in der Hl. Messe vorgesehen? Nach den Lesungen eine Homilie! Und warum wird die Homilie nicht zur "Lectio Divina" - zur Katechese? Was ist nach der Homilie vorgesehen? Stille (Kontemplation) und Gebet!
Da man sich heute aber dem Willen des Zeitgeistes unterwirft, darf eine Homilie bestenfalls am Sonntag sein und dann max. 15min und damit die Hl. Messe nicht zu "lang-weilig" wird, fertigt man sogar die Sonntagsmesse in 30 - 40 min max. ab. Nur ja nicht beim Schäfchenvolk anecken mit einer lehrreichen Katechese als Homilie. Und wehe der Pfarrer braucht länger für die Messe als 45min - Aufstand im Volk. Also Anpassung und kuschen vor den (Volks-)wölfen.
Wo sind die waren Hirten?? Die meisten geistig davon gelaufen, weil sie bezahlte Knechte sind!


14
 
 Smaragdos 15. November 2017 
 

Die Lectio Divina hat ihren Platz vor der Messe, aber nicht in der Messe! Das sollte ein Kardinal wissen.


22
 

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