Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  5. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  6. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  7. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Wir machen da was mit Medien
  10. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  11. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  12. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  13. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  14. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Robert Spaemann: ‚Amoris laetitia’ hat die Kirche gespalten

9. Oktober 2017 in Weltkirche, 86 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das nachsynodale Schreiben Papst Franziskus’ sei ein Bruch mit der geltenden Lehre der Kirche. Bischofskonferenzen verschiedener Länder hätten einander widersprechende Richtlinien erlassen, kritisiert der deutsche Philosoph.


Stuttgart (kath.net/LSN/jg)
Mit der nachsynodalen Exhortation „Amoris laetitia“ habe Papst Franziskus die Kirche gespalten, sagte der deutsche Philosoph Robert Spaemann im Interview mit Maike Hickson von OnePeterFive. Bischofskonferenzen verschiedener Länder hätten einander widersprechende Richtlinien veröffentlicht, die Priester seien alleine gelassen, kritisierte Spaemann.

Er appellierte an Laien und Priester, hinsichtlich der Kommunionspendung an zivilrechtlich wiederverheiratete Geschiedene an der unveränderten Lehre und Sakramentendisziplin der Kirche fest zu halten. Das Verbot des Ehebruches sei wahrscheinlich das Gebot, das am meisten ignoriert werde, warnte Spaemann.


In einigen Diözesen seien Priester von ihren Vorgesetzten angewiesen, geschiedenen Wiederverheirateten die Eucharistie zu spenden. Andernfalls würden sie suspendiert. „Das Gebot ‚Du sollst Gott mehr gehorchen als den Menschen’ gilt auch für die Kirche“, sagte Spaemann in Bezug auf diese Situation. Wenn ein Priester überzeugt sei, den geschiedenen Wiederverheirateten die Kommunion nicht geben zu dürfen, dann müsse er den Worten Jesu und der 2000-jährigen Überlieferung der Kirche folgen. „Wenn er dafür suspendiert wird, ist er ein ‚Zeuge der Wahrheit’ geworden“, sagte Spaemann wörtlich.

In dem Interview nahm der Philosoph auch zur zwangsweisen Emeritierung von Josef Seifert durch Javier Martinez Fernandez, den Erzbischof von Granada, Stellung. Diese habe „Schockwellen“ durch die höheren katholischen Bildungseinrichtungen geschickt, sagte Spaemann.

Erzbischof Martinez hat Seifert wegen dessen Kritik an der päpstlichen Exhortation „Amoris laetitia“ in den Ruhestand geschickt. Seifert habe damit der Einheit der Kirche geschadet, schrieb Martinez in der Begründung seiner Maßnahme.

Spaemann teilt diesen Vorwurf nicht. Seifert habe auf einen Bruch mit der durchgängigen Lehre der Kirche, wie sie von Paul VI. und Johannes Paul II. ausdrücklich verkündet worden sei, hingewiesen. In der Enzyklika „Veritatis splendor“ habe Johannes Paul II. ausdrücklich jede Ausnahme für den Sakramentenempfang durch wiederverheiratete Geschiedene ausgeschlossen. Papst Franziskus habe „Veritatis splendor“ ebenso ausdrücklich widersprochen. „Die Einheit der Kirche gründet auf der Wahrheit“, sagte Spaemann wörtlich.

© Foto: Paul Badde



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Amoris laetitia

  1. Papst bekräftigt Lehre von "Amoris laetitia" zu Geschiedenen
  2. Polen: 140.000 Unterschriften für Verteidigung der Ehe
  3. Kardinal Cupichs Amoris-laetitia-Seminare mit umstrittenen Referenten
  4. Seifert: Außergerichtliche Einigung mit Erzbistum Granada
  5. Katholische Universität kündigt Unterzeichnern der correctio filialis
  6. ‚Franziskus soll 8. Kapitel von ‚Amoris laetitia’ zurückziehen’
  7. ‚Amoris laetitia’ wäre unter Franziskus’ Vorgängern abgelehnt worden
  8. ‚Amoris laetitia’ ändert Lehre und Sakramentenordnung nicht
  9. Offizielles Lehramt? Kommunion für Wiederverheiratete in Einzelfällen
  10. Theologe: ‚Barmherzigkeit heißt, Zweitehe ist nicht immer Ehebruch’







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms
  2. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  3. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  4. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  5. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  6. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  7. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  8. Im Licht der Liebe
  9. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  10. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  11. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  12. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  13. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  14. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  15. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz