Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  9. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  14. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  15. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette

Seifert: Außergerichtliche Einigung mit Erzbistum Granada

7. Februar 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der österreichische Philosoph wird nicht an das Philosophieinstitut Edith Stein des Erzbistums Granada zurückkehren.


Rom (kath.net/jg)
Der österreichische Philosoph Josef Seifert hat sich mit dem Erzbistum Granada in der Sache seiner unfreiwilligen Pensionierung außergerichtlich geeinigt. Das gab Seifert in einem Interview mit Maike Hickson für den Blog OnePeterFive bekannt (siehe Link am Ende des Artikels). Der Philosoph war wegen seiner kritischen Haltung zum nachsynodalen päpstlichen Schreiben „Amoris laetitia“ von Erzbischof Javier Martinez Fernandez gegen seinen willen pensioniert worden und hat dagegen geklagt. kath.net hat hier berichtet: Josef Seifert klagt Erzbistum Granada

Über Inhalte des Übereinkommens und Details über dessen Zustandekommen könne er nichts sagen, da er zugesagt habe, darüber nichts an die Öffentlichkeit zu tragen. Das Erzbistum Granada habe eingestehen müssen, dass seine Pensionierung nicht auf normalem Weg erfolgt sei, sondern dass er wegen seiner kritischen Artikel zu „Amoris laetitia“ das Philosophieinstitute Edith Stein verlassen musste. Bereits vor der Einigung habe er von sich aus auf eine Rückkehr an das Institut verzichtet. Er werde also nicht nach Granada zurückkehren, sondern prüfe derzeit einige Möglichkeiten eine Forschungsprofessur anzunehmen, sagt Seifert.


In diesem Zusammenhang habe er ein erfreuliches Gespräch mit Christoph Kardinal Schönborn, dem Erzbischof von Wien, geführt. Der Vizerektor einer universitären Institution, die unter der Schirmherrschaft Schönborns stehe, habe bei ihm, Seifert, angefragt, ob er einen Lehrstuhl annehmen würde. Da Kardinal Schönborn die Ansicht vertrete, dass „Amoris laetitia“ in Einklang mit dem Lehramt der Kirche stehe, habe er erwartet, der Erzbischof von Wien werde das Vorgehen des Erzbischofs von Granada unterstützen und einen Lehrstuhl für ihn ablehnen.

Zu seiner Überraschung sei beides nicht der Fall gewesen. Schönborn habe keine prinzipiellen Einwände gegen eine Professur seiner Person an dem Institut erhoben und sei auch mit der Vorgehensweise des Erzbischofs von Granada keineswegs einverstanden gewesen. Differenzen dieser Art sollten auch nach Ansicht des Kardinals im Rahmen eines akademischen Dialoges geklärt werden und nicht mit disziplinären Maßnahmen.

Er hoffe, dass sein Fall andere Philosophen und Theologen ermutigen werde, entsprechend dem Urteil ihrem Gewissen die Wahrheit zu verkünden, auch wenn dies manchmal Kritik an einigen Punkten päpstlicher Dokumente bedeute, sagt Seifert.

Er hoffe auch, dass viele andere Denker von einer „falschen Papolatrie“ befreit würden, die einem Katholiken jedwede Kritik an einem Papst verbiete. Diese Haltung sei vielleicht durch die großen und heiligen Päpste der letzten 150 Jahre genährt worden. Sie sei aber nicht katholisch, wie die Beispiele des heiligen Athanasius, der heiligen Katharina von Siena und anderer zeigen würden. „Der Papst ist weder Herr über die Wahrheit noch der Herr der Kirche, sondern deren Diener“, sagt Seifert wörtlich.


Link zum vollständigen Interview mit Josef Seifert (englisch):

onepeterfive.com



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Amoris laetitia

  1. Papst bekräftigt Lehre von "Amoris laetitia" zu Geschiedenen
  2. Polen: 140.000 Unterschriften für Verteidigung der Ehe
  3. Kardinal Cupichs Amoris-laetitia-Seminare mit umstrittenen Referenten
  4. Katholische Universität kündigt Unterzeichnern der correctio filialis
  5. ‚Franziskus soll 8. Kapitel von ‚Amoris laetitia’ zurückziehen’
  6. ‚Amoris laetitia’ wäre unter Franziskus’ Vorgängern abgelehnt worden
  7. ‚Amoris laetitia’ ändert Lehre und Sakramentenordnung nicht
  8. Offizielles Lehramt? Kommunion für Wiederverheiratete in Einzelfällen
  9. Theologe: ‚Barmherzigkeit heißt, Zweitehe ist nicht immer Ehebruch’
  10. Kardinal Pujats: ‚Amoris laetitia’ bedarf einer Klärung






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  4. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  7. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  8. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  9. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus
  10. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  11. Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
  12. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  13. Goethes Lieblingsheiliger: Ein Meister der Freude und der Seelenschau
  14. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  15. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz