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Katholische Universität kündigt Unterzeichnern der correctio filialis

20. Jänner 2018 in Weltkirche, 13 Lesermeinungen
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Zwei Unterzeichner der an Papst Franziskus gerichteten ‚kindlichen Zurechtweisung’ sind von der Liste der wissenschaftlichen Mitarbeiter der Katholischen Universität Mailande gestrichen worden, berichtet Marco Tosatti.


Mailand (kath.net/LSN/jg)
Zwei Wissenschaftler der Katholischen Universität des Heiligsten Herzens in Mailand sind von der Liste der Mitarbeiter der Universität gestrichen worden, offenbar weil sie die „kindliche Zurechtweisung“ (Correctio filialis) an Papst Franziskus unterschrieben haben. Dies berichtet der Vatikankenner Marco Tosatti auf seinem Blog.

Im November 2017 hätten die beiden ein Warnung von der Katholischen Universität Mailand erhalten, weil sie die Zurechtweisung mit Hinweis auf ihre Tätigkeit an der Universität unterzeichnet hätten. Dies sei nur in akademischen Zusammenhängen erlaubt, habe die Universität betont.


Dies sei nur ein Vorwand, habe ihm einer der beiden mitgeteilt. Der betroffene Wissenschaftler frage sich nun, ob die Universität alle Rechtsanwälte in Mailand zurechtweisen werde, die auf ihren Kanzleischildern ihre Verbindung zur Katholischen Universität Mailand angeben, schreibt Tosatti.

Anfang Dezember habe er festgestellt, dass er von der Liste der wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität gestrichen worden sei. Das bedeute, dass er zumindest in den kommenden Monaten keinen Forschungsauftrag von der Universität erhalten werde. Weder er noch sein Kollege hätten eine persönliche Mitteilung über diese Maßnahme erhalten, berichtet Tosatti.

Die Betroffenen wollen anonym bleiben. Die „kindliche Zurechtweisung“ (Correctio filialis de haeresibus propagatis) wurde Papst Franziskus am 11. August 2017 übergeben und am 24. August veröffentlicht. Deren Unterzeichner fordern Papst Franziskus auf, sich von häretischen Standpunkten zu Ehe, Moral und zur Sakramentenlehre zu distanzieren, die sie in der nachsynodalen Exhortation „Amoris laetitia“ enthalten sehen.


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