Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  4. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  7. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  12. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  13. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  14. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  15. Norwegischer Bischof Hansen: „Die Evangelisierung ist der grundlegende Auftrag der Kirche“

Erzbischof von Granada schickt Josef Seifert in den Ruhestand

6. September 2017 in Aktuelles, 35 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Artikel des österreichischen Philosophen, der eine kritische Frage zu ‚Amoris laetitia’ stellt, schade der Einheit der Kirche, verwirre die Gläubigen und verbreite Misstrauen gegen den Papst, behauptet Erzbischof Martinez.


Granada (kath.net/jg)
Javier Martinez Fernandez, der Erzbischof von Granada (Spanien) hat den österreichischen Philosophieprofessor Joseph Seifert wegen dessen Kritik am päpstlichen Schreiben „Amoris laetitia“ in den Ruhestand geschickt. Seifert war in den letzten Jahren am Philosophieinstitut Edith Stein des Erzbistums Granada tätig. Dies berichtet der Blog „One Peter Five“ (siehe Link am Ende des Artikels).

Erzbischof Martinez bezieht sich auf einen Artikel, den Seifert im August unter dem Titel „Kann die reine Logik die gesamte Morallehre der katholischen Kirche zerstören?“ veröffentlicht hat. Der Artikel schade der Einheit der Kirche, verwirre die Gläubigen und verbreite „Misstrauen gegen den Nachfolger Petri“. Der Artikel diene daher nicht der Wahrheit des Glaubens, sondern weltlichen Interessen, wirft Erzbischof Martinez dem österreichischen Philosophen und langjährigen Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben vor.


Seifert hat bereits 2016 in einem Artikel geschrieben, „Amoris laetitia“ würde die Lehre der Kirche teilweise auf den Kopf stellen. kath.net hat hier berichtet: Philosoph Josef Seifert kritisiert ‚Amoris laetitia’. Erzbischof Martinez hat ihn daraufhin vom Unterricht am erzbischöflichen Priesterseminar ausgeschlossen.

In seinem nun veröffentlichten Artikel bezieht sich Seifert auf Artikel 303 von „Amoris laetitia“. Dort heißt es wörtlich: „Doch dieses Gewissen kann nicht nur erkennen, dass eine Situation objektiv nicht den generellen Anforderungen des Evangeliums entspricht. Es kann auch aufrichtig und ehrlich das erkennen, was vorerst die großherzige Antwort ist, die man Gott geben kann, und mit einer gewissen moralischen Sicherheit entdecken, dass dies die Hingabe ist, die Gott selbst inmitten der konkreten Vielschichtigkeit der Begrenzungen fordert, auch wenn sie noch nicht völlig dem objektiven Ideal entspricht.“

Im Zusammenhang des nachsynodalen Schreibens bezieht sich dieser Abschnitt auf Personen, die in irregulären eheähnlichen Situationen leben. Diese gelten in der Morallehre der Kirche als schwere Sünde. Seifert stellt nun die Frage, ob dieser Abschnitt nicht die Tür dafür öffne, weitere in sich schlechte Handlungen unter gewissen Umständen moralisch gut zu heißen, auch wenn sie „nicht völlig dem objektiven Ideal“ entsprechen. Er lässt die Antwort dabei bewusst offen und will den Papst auf die möglichen Konsequenzen seiner Formulierung hinweisen.


Link zum Artikel auf OnePeterFive (englisch):

onepeterfive.com


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Amoris laetitia

  1. Papst bekräftigt Lehre von "Amoris laetitia" zu Geschiedenen
  2. Polen: 140.000 Unterschriften für Verteidigung der Ehe
  3. Kardinal Cupichs Amoris-laetitia-Seminare mit umstrittenen Referenten
  4. Seifert: Außergerichtliche Einigung mit Erzbistum Granada
  5. Katholische Universität kündigt Unterzeichnern der correctio filialis
  6. ‚Franziskus soll 8. Kapitel von ‚Amoris laetitia’ zurückziehen’
  7. ‚Amoris laetitia’ wäre unter Franziskus’ Vorgängern abgelehnt worden
  8. ‚Amoris laetitia’ ändert Lehre und Sakramentenordnung nicht
  9. Offizielles Lehramt? Kommunion für Wiederverheiratete in Einzelfällen
  10. Theologe: ‚Barmherzigkeit heißt, Zweitehe ist nicht immer Ehebruch’






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  6. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  7. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  8. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  9. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  10. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  11. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  12. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  13. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  14. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  15. Die katholischsten Länder der Welt sind...

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz