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Erzbischof Koch warnt: 'Ehe für alle stärkt die AfD'

3. Juli 2017 in Deutschland, 75 Lesermeinungen
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Berlins Erzbischof sagt im „Spiegel-Online“-Interview: Bei ihm gingen „stapelweise Briefe“ ein, in denen behauptet werde, dass die AfD „die einzige Partei“ sei, die noch christliche Inhalte vertrete.


Berlin (kath.net) Der Berliner Erzbischof Heiner Koch warnt, dass der Bundestagsbeschluss zugunsten der „Ehe für alle“ die AfD stärke. Bei ihm gingen „stapelweise Briefe“ ein, in denen behauptet werde, dass die AfD „die einzige Partei“ sei, die noch christliche Inhalte vertrete, sagte er in einem Interview mit „Spiegel Online“.. Doch bezweifle er, dass katholische Kirche und AfD bei der Frage von Ehen Homosexueller „tatsächlich die gleiche Zielrichtung vertreten“. Der AfD geht es vorrangig um die Bewertung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, uns geht es um den gesetzlichen Schutz von Vätern, Müttern und ihren Kindern“.


Es sei ihm zwar klar, dass der Staat auch andere Beziehungen als die Ehe zwischen Mann und Frau „stärken, schützen und juristisch klären“ könne, so Koch, doch verstehe er nicht, warum man das dann alles aber Ehe nennen müsse. Auch erstaune ihn, dass „viele von denen, die noch vor Kurzem die Ehe als lebensfeindliches Auslaufmodell bezeichnet haben“, „heute glühende Verfechter der Ehe für alle“ seien.

Es ärgere ihn, so Koch, dass diese bereits so lange diskutierte Frage „aus wahlkampftaktischem Kalkül so abrupt, innerhalb weniger Tage entschieden wurde“. Dies sei nicht nur befremdlich, sondern es sei auch „weder der Familie noch dem Grundgesetz angemessen“. Die Verfasser des Grundgesetzes hätten „Mütter und Väter schützen“ wollen, „die Kinder großziehen“. Es gehe um diesen Schutz, „und nicht um Fragen wie Gleichwertigkeit und Respekt vor anderen Lebensentwürfen“.

Berlins Erzbischof hatte – auch in seiner Funktion als Familienbischof der Deutschen Bischofskonferenz – sowohl vor wie auch nach der Bundestagsabstimmung klar Position für die Ehe zwischen Mann und Frau bezogen.

Link zum „Spiegel-Online“-Interview in voller Länge: Katholischer Erzbischof zur Ehe für alle "Es muss nicht alles gleich sein, damit es gleichwertig ist"


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