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Mailands Erzbischof: Kollaps der Gesellschaft droht

7. Dezember 2025 in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Düstere Festansprache von Erzbischof Delpini: Schaden nicht mehr reparierbar - Größte Herausforderung fehlende Geburten und Überalterung - Unterhaltung soll Ängste "betäuben".


Rom/Mailand (kath.net/ KAP) 
Der Mailänder Erzbischof Mario Delpini übt scharfe Kritik an der gegenwärtigen sozialen und wirtschaftlichen Lage in Italien. In seiner traditionellen "Rede an die Stadt" zum Auftakt des Festes von Mailands Stadtpatron Ambrosius an diesem Wochenende sprach er von einer umfassenden Bedrohung der Gesellschaft und sagte: "Es geht nicht um einen Schaden, den man reparieren kann - sondern um die Gefahr, dass wir alle von einem ruinösen Zusammenbruch erfasst werden, der nur noch Schutt zurücklässt. Das System als Ganzes ist vom Kollaps bedroht."
Als größte Herausforderung nannte Delpini fehlende Geburten und Überalterung. Die demografische Krise scheine mittlerweile chronisch und unheilbar. Die ältere Generation müsse anerkennen, dass sie den jungen Menschen keine guten Gründe vermittelt habe, "erwachsen zu werden, sich festzulegen, eine Familie zu gründen und Kinder zu haben".


"Ich sehe Panik, Wut, Flucht, Gewalt und Einsamkeit", so der Erzbischof in seiner Rede am Freitagabend in der Basilika Sant'Ambrogio. Weiter zitieren ihn italienische Medien: "Das Fehlen von Hoffnung und Motivation erzeugt Misstrauen und Verlorenheit." Daher gebe es neben jungen Leuten, die das Leben ernst nähmen und sich engagierten, immer mehr und immer Jüngere, die sich isolierten und aufgäben.
Viele versuchten, "ihre Angst durch Unterhaltung zu betäuben", sagte der Erzbischof; das führe zu Suchtverhalten mit Drogen, Spiel, Alkohol und Sex. Das Phänomen habe inzwischen "dramatische Ausmaße erreicht - und zu viele Menschen und Institutionen sind sich dessen nicht hinreichend bewusst". Es gebe Eltern, Lehrer und Erzieher, die angesichts ihres Unvermögens gegenüber den Jugendlichen verängstigt seien.

Scharf kritisierte Delpini auch die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt in der Finanzmetropole Mailand. In einer Stadt, in der sich nur noch wenige Bürger Wohnraum leisten könnten, sehe man die negativen Folgen eines "kranken "Kapitalismus". Angesichts der dramatischen Lage rief der Erzbischof alle Bürger auf, aktiv zu werden, um das Gemeinwohl zu retten. Mit gemeinsamem Einsatz werde das gemeinsame Haus trotz aller Bedrohungen nicht einstürzen.
Mailand ist mit fünf Millionen Katholiken das größte Erzbistum in Europa. Delpini leitet die Diözese seit 2017; im kommenden Jahr erreicht er die bischöfliche Altersgrenze von 75 Jahren. Mailands grüner Bürgermeister Giuseppe Sala begrüßte die Rede des Erzbischofs und sagte: "Es war eine strenge Rede - aber sie war auch voller Hoffnung."

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


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Lesermeinungen

 modernchrist 9. Dezember 2025 
 

in Deutschland werden jedes Jahr

ca. 200 000 ungeborene Kinder abgetrieben - und das seit 3 Jahrzehnten. Das sind 6 Millionen Tote bisher. Diese Kinder fehlen als Jugendliche, als Arbeitskräfte, als Steuerzahler. Dafür heißt es, dass jedes Jahr 200 000 Leute einwandern sollen! Wir töten die Kinder und holen aus anderen Ländern Leute, um unseren Wohlstand zu sichern. Und dabei gibt es kirchliche Funktionäre, die unsere Abtreibungsgesetzgebung "einen guten Kompromiss" nennen!


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 Versusdeum 8. Dezember 2025 
 

Wann hat man in D zuletzt Mut zum Kind gemacht?

Richtig. In den 80ern oder 90ern. Seit damals spielen Familien nicht einmal mehr während der Lügen im Wahlkampf eine Rolle. Nur noch die Ideologien Buntstreifenfahne, Multikulti und der Kampf gegen alles Nichtlinke. Wo wir heute stehen, kann man diversen Statistiken entnehmen (Pisa, Kriminalität, BIP, Wirtschaft, Sorgen um Meinungsfreiheit, Abgrundreife Spaltung der Gesellschaft durch Hass und Hetze von oben etc.) und am Mittwoch sogar in ZDFInfo in der Dokureihe "Blutsbande - Clans in NRW" ab 18:45 bewundern. Da werden auch zwei neue Folgen gezeigt, die die Zusammenarbeit von Islamisten und libanesischen und syrischen Clans beleuchten. Eine hochexplosive Mischung, die u.a. dank der "Brandmauer" ungestört weiterwuchern kann und die man, ginge es nach den "Grünen", nicht einmal mehr "Clankriminalität" nennen dürfte.


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 Fink 7. Dezember 2025 
 

Eine Wohltat: ein Bischof, der Klartext redet.

Sonst hören wir eher verweltlichte Schönrednerei (Bätzing & Co).
Auffällig, auch jetzt, wo die Zukunftsfähigkeit des Rentensystems stark diskutiert wird, wird der Geburtenmangel (und der Mangel an jungen Familien) NICHT angesprochen. Seit Jahrzehnten ein Tabu-Thema.
Ja, das Zerstörungswerk ist weit fortgeschritten.
In Italien regieren jetzt "die Rechten". Da besteht Hoffnung auf Besserung.

schott.erzabtei-beuron.de/


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