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| ![]() Jesus ist lebendige Gegenwartvor 3 Stunden in Spirituelles, keine Lesermeinung Eucharistische Anbetung in der Schule der hl. Therese von Lisieux, der hl. Margareta Maria Alacoque, der hl. Mutter Teresa von Kalkutta und des hl. Charles de Foucauld. Zusammenfassung des Vortrags von Père Florian Racine (MSE) von Stefan Borneis. Saint-Maximin-la-Sainte-Baume (kath.net/ pm) Therese war überzeugt, dass Jesus in der heiligen Eucharistie wirklich gegenwärtig ist, auch wenn das Brot äußerlich Brot bleibt. Bei der eucharistischen Anbetung lernt der Mensch, die Tugenden Jesu zu leben, die er vor 2000 Jahren vorlebte und heute in der konsekrierten Hostie aktualisiert. Mit einfachen, doch tiefgründigen Worten erklärt sie, dass der Herr in der kleinen Hostie präsent ist – „klein wie ich” – und dass man sich in Demut der Demut Gottes nähern soll. Die Verehrung der heiligen Eucharistie ruft dazu auf, Jesus nicht als ferne Idee, sondern als lebendige Gegenwart zu erfassen und in der Nachfolge Jesu die eigene Berufung als Jünger und Apostel zu leben. Therese von Lisieux dient somit als Vorbild dafür, wie man durch kontemplative Nähe zu Jesus in der heiligen Eucharistie die Liebe in konkrete Lebensvollzüge verwandelt. Eine weitere bedeutende Anbeterin ist die heilige Margareta Maria Alacoque. Im 17. Jahrhundert sprach Jesus zu ihr in Paray-le-Monial. Er teilte ihr mit, dass außerhalb seines liebenden Herzens im Allerheiligsten Sakrament weder Vergnügen noch Freude oder Trost im Leben zu finden seien. Die Eucharistie ist keine Sache, sondern eine Person: das Herz Jesu, ein menschliches Herz, das von der Göttlichkeit durchdrungen ist und die unendliche Liebe Gottes in sich birgt. Dieses Herz hat in der Menschheitsgeschichte geliebt und gelitten; es sehnt sich danach, von jedem Menschen mit gleicher Liebe geliebt zu werden. Margareta Maria erkennt, dass das menschliche Herz Jesu Gefühle hat – es seufzt, weint, freut sich und leidet – und dass all dies in der Eucharistie gegenwärtig ist. Die sich in diesem Kontext stellende Frage, ob Jesus heute im Allerheiligsten leidet, wird mit ja und nein beantwortet. Einerseits hat Jesus vor zweitausend Jahren gelitten; andererseits wird dieses Leiden in der Gegenwart der heiligen Eucharistie gegenwärtig gemacht. Wie der Engel Jesus am Ölberg tröstete, so können auch wir Jesus heute während der eucharistischen Anbetung durch unsere Treue trösten. Nach der Gründung ihrer Gemeinschaft erkennt Mutter Teresa, dass sie nicht genug Zeit hat, um sich um all die Armen in Kalkutta zu kümmern. Im Gebet bittet sie Gott um Hilfe und erhält eine überraschende Antwort: Sie solle mehr Zeit vor dem Allerheiligsten Sakrament verbringen. Daraufhin widmet sie täglich eine Stunde der eucharistischen Anbetung, was zu einer besseren Organisation ihres Tages führt und es ihr ermöglicht, den Bedürfnissen der Gemeinschaft gerecht zu werden und neue Helfer zu gewinnen. Mutter Teresa betont, wie wertvoll die Zeit mit Jesus im Allerheiligsten Sakrament ist: „Die Zeit, die du mit Jesus im Allerheiligsten Sakrament verbringst, ist die beste Zeit, die du auf der Erde verbringen kannst. Jeder Augenblick, den du mit Jesus verbringst, wird deine Vereinigung mit ihm vertiefen, deine Seele unsterblich, herrlicher und schöner im Himmel machen und dazu beitragen, ewigen Frieden auf die Erde zu bringen." In einem Brief erklärt sie, das Gebet könne die Welt retten, und rief die Pfarreien dazu auf, der Anbetung Zeit einzuräumen. Sie ist fest davon überzeugt, dass dieses Gebet die notwendigen Gnaden schenkt, um die eigene Berufung zu erfüllen. Papst Benedikt XVI. fasst all das in Sacramentum Caritatis zusammen: „Das Gebet als Mittel, um immer wieder neu die Kraft Christi zu schöpfen, wird hier zu einer ganz konkreten Dringlichkeit. Wer betet, vertut nicht seine Zeit, selbst wenn die Situation alle Anzeichen der Dringlichkeit besitzt und einzig zum Handeln zu treiben scheint. Die Frömmigkeit schwächt nicht den Kampf gegen die Armut oder sogar das Elend des Nächsten. Die heilige Teresa von Kalkutta ist ein sehr offenkundiges Beispiel dafür, dass die Gott im Gebet gewidmete Zeit dem tatsächlichen Wirken der Nächstenliebe nicht nur nicht schadet, sondern in Wirklichkeit dessen unerschöpfliche Quelle ist. Und sie bezeugt: ‚Die heilige Stunde vor der Eucharistie muss uns zur heiligen Stunde vor dem Armen führen.“ Der heilige Charles de Foucauld lebte von 1858 bis 1916 und ist für seine tiefe Frömmigkeit und Liebe zu Jesus in der heiligen Eucharistie bekannt. Nach einem ausschweifenden Leben begibt er sich schließlich auf die Suche nach Antworten auf die existentiellen Fragen. Eines Tages wendet er sich an Abbé Huvelin, der ihn zur Beichte auffordert. Diese drei- bis vierstündige Beichte hilft Charles de Foucauld, Gottes Liebe wiederzuentdecken und sein Leben radikal zu verändern. Er widmet sich intensiv dem Gebet, insbesondere nach seinem Umzug nach Tamanrasset in der Wüste, wo er täglich bis zu fünfzehn Stunden vor dem Allerheiligsten betet und den Wunsch hat, die Tuareg zu bekehren und eine Gemeinschaft zu gründen. Er sagt: „Die am besten genutzte Stunde unserer Lebenszeit ist die, in der wir Jesus am meisten lieben. Je mehr wir Jesus lieben, desto mehr Sinn hat unser Leben. Die Anbetung des Allerheiligsten Sakraments ist Erholung, Erfrischung, Freude. Die Anbetung der heiligen Hostie sollte der Kern des Lebens eines jeden Menschen sein. Welche unermessliche Freude, mein Gott, mehr als 15 Stunden damit zu verbringen, nichts anderes zu tun, als dich anzuschauen und zu dir zu sagen: ‚Herr, ich liebe dich.‘“ Trotz seines starken Wunsches erlebt Charles de Foucauld zu Lebzeiten keine Bekehrungen. Er tauft lediglich ein paar Kinder und gründet keine Gemeinde. Daher könnte man denken, sein Leben sei unfruchtbar gewesen. Doch nach seinem Tod entstehen zahlreiche Gemeinschaften, die von seinem Leben und seinem Zeugnis inspiriert wurden. Seine Geschichte spiegelt Jesu Worte wider, dass man in ihm bleiben müsse, um Frucht zu bringen, und zeigt, dass das Gebet tiefere, oft zunächst unsichtbare Wirkungen hat. Er vergleicht seine Mission mit der der Jungfrau Maria. Sie brachte Jesus, der in ihrem Schoß war, zu Elisabeth, woraufhin es eine Ausgießung des Heiligen Geistes gab, die Johannes den Täufer im Schoß von Elisabeth hüpfen ließ. Elisabeth spürte die Gegenwart des Heiligen Geistes. Auf die gleiche Art und Weise will Charles de Foucauld dem Volk der Tuareg die heilige Eucharistie bringen. Er ist davon überzeugt, dass es dadurch, dass er Jesus anbetet, eine eucharistische Ausstrahlung gäbe, durch die Jesus die Herzen berührt, das Leben erleuchtet und die Seelen rettet, die vielleicht Gott anbeten, ohne ihn im christlichen Glauben zu kennen, durch Jesus Christus, der allein uns zum Vater führt. Der 39-minütige Vortrag von Père Florian Racine aus dem Jahr 2015 kann bei bonifatius.tv unter folgendem Link auf Deutsch angeschaut werden:
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