Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  3. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  4. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  7. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  8. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  9. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  10. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  13. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  14. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  15. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘

'Humanstoffnutzende' Forschung

16. November 2016 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Menschen werden verwendet und möglicherweise geschädigt, um der Gesundheit anderer Menschen zu dienen. Gastkommentar zur Bundestagsentscheidung über Arzneimittelforschung an Demenzkranken von Alexandra Linder


Berlin (kath.net/pl) „Gruppennützige Forschung“ ist ein hübscher Begriff, er klingt selbstlos, wissenschaftlich und verführt dazu, spontan „Finde ich gut“ zu sagen. Ein anderer Begriff wäre die „uneigennützige“ Forschung, verwendbar unter der Voraussetzung, dass man persönlich zustimmt, sich für zum Beispiel Arzneimittelstudien zur Verfügung zu stellen, ohne dass man selbst einen Nutzen davon hat. Was der Bundestag in dieser Woche entschieden hat, ist eher eine „humanstoffnutzende“ Forschung. Der selbst nicht (mehr) einwilligungsfähige Mensch, der ausschließlich zum Nutzen anderer benutzt wird, wird zu einem solchen „Humanstoff“.


Trotz aller sinnvollen Änderungsanträge verstärkt sich damit die Tendenz zur Aufweichung einer umfassenden Menschenwürde. Das früher eherne Gesetz, nicht einwilligungsfähige Menschen nur dann heranzuziehen, wenn es ihnen selbst einen Nutzen bringt, wurde erneut gebrochen. Daran ändert auch die Forderung nach früherer Zustimmung des Betreffenden und die Einbindung von Ärzten nichts: Menschen werden verwendet und möglicherweise geschädigt, um der Gesundheit anderer Menschen zu dienen, und das überdies, wenn man Fachleuten glauben darf, ohne wirkliche Not in diesem Bereich.

Wenn man das Ganze auf lange Sicht und mit leicht übertriebenem Zynismus betrachtet, reihen sich solche Entscheidungen ein in das Thema „Wir nehmen bestimmte Gruppen von Menschen aus der Menschenwürde heraus, um andere, als höherwertig betrachtete Ziele und Zwecke zu verfolgen“: Zunächst das Selbstbestimmungsrecht der Frauen durch die Abtreibung, daraus folgend die Rettung von Menschen und die Erfüllung des Jungbrunnen-Wunsches älterer Damen durch die Verwertung abgetriebener Kinder, dann die Rettung der Sozialsysteme und Finanzen von Erben durch den assistierten Suizid und die Euthanasie, die Bewahrung von Familien und Krankenkassen vor zu hohen Kosten und Lasten durch PID und Praena-Test, und nun die Rettung von Menschen durch die Nutzung nicht einwilligungsfähiger Humanstofflager. Wer kommt als nächstes?

Alexandra Maria Linder



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  2. Marsch für das Leben/Warschau: rund 40.000 Teilnehmer!
  3. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  4. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  5. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  6. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  7. Dezidiert pro-Life: Papst erhebt Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben zum Bischof
  8. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  9. Linksradikaler Anschlag auf Veranstaltungsort eines Lebensschutz-Treffens
  10. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  8. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  9. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  10. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  13. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  14. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  15. P. Regoli, Präsident der Ratzingerstiftung: Immer mehr junge Menschen wenden sich Benedikt XVI. zu

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz