Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  10. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  13. Schönborn: Kirchenübergaben an andere Kirchen ist der richtige Weg
  14. Generalbundesanwalt: 94 Prozent der neuen Terror-Ermittlungen mit Bezug zu Islamismus
  15. Papst Leo XIV. legt neues Grundgesetz für den Vatikanstaat fest

Evangelischer Theologieprofessor ruft zur Mission unter Muslimen auf

11. September 2016 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ulrich Eibach: Wenn eine Kirche nicht missioniert, ist sie überflüssig


Bonn (kath.net/idea) Zur Mission unter Muslimen hat der evangelische Theologieprofessor Ulrich Eibach (Bonn) die Kirchen aufgefordert. Wie er in einer „kleinen Handreichung zum Dialog mit dem Islam aus theologischer Sicht“ schreibt, macht sich eine Kirche überflüssig, „die sich nicht mehr die Aufgabe stellt, missionarische Kirche zu sein“. Sie werde aussterben. Eibach: „Die von Jesus bezeugte Wahrheit gilt allen Menschen.“ Angehörige anderer Religionen oder auch Atheisten dürften zwar nicht genötigt werden, an die frohe Botschaft der Bibel zu glauben, aber zu dieser Wahrheit müsse „mit Worten und dem Lebenszeugnis“ eingeladen werden. Eibach: „Es ist die vornehmste Aufgabe der Kirche Jesu Christi, dass sie für alle ein Wegweiser zu der Wahrheit wird, die Gott in Jesus Christus geoffenbart hat.“


Ein leidender Gott ist für Muslime eine Gotteslästerung

Laut Eibach gibt es zwischen zentralen biblisch-theologischen Aussagen und denen des Islams zahlreiche Widersprüche. Christen und Muslime glaubten nicht an denselben Gott. Zwischen dem Gott des Islams und des Christentums lägen vielmehr unüberbrückbare Gräben. So sei die christliche Vorstellung, dass Gott aus Liebe für die Menschen leide und am Kreuz sogar das Böse und den Tod auf sich nehme, für Muslime ebenso Gotteslästerung wie die christliche Vorstellung von der Dreifaltigkeit Gottes. Eibach: „Deshalb müssen nach Ansicht vieler Muslime die Kreuze in deutschen Krankenhäusern und Schulen entfernt werden.“ Jesus sei im Islam ein Prophet, der aber nicht getötet worden sei. Vielmehr sei nach islamischer Vorstellung ein anderer Mensch am Kreuz gestorben: „Hier liegt der tiefste und unauflöslichste Widerspruch beider Religionen.“ Allah gegenüber müsse der Mensch sich unterwerfen, der christliche Gott werde dagegen als „Vater“ verehrt, „der die Gemeinschaft mit den Menschen sucht“.

Ein Dialog ist immer mit missionarischen Absichten verbunden

Wie Eibach weiter ausführt, sollte ein Dialog zwischen Christen und Muslimen in dem Verständnis geführt werden, dass beide Seiten „von dem die eigene Religion übergreifenden Wahrheitsanspruch ausgehen“. Ein solcher Dialog werde immer mit missionarischen Absichten verbunden sein. Die Anschauung, dass „Mission“ und „Dialog“ Gegensätze seien, sei „abstrakt und lebensfern“. Im Dialog nähmen Muslime Partner nicht ernst, „die die Wahrheit ihres Glaubens nicht ernst vertreten“. Eibachs Handreichung wurde auf der Internetseite des Instituts für Demographie, Allgemeinwohl und Familie (St. Augustin bei Bonn) veröffentlicht.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 11. September 2016 

Sind wir eine "überflüssige" Kirche geworden?

Sicher noch nicht ganz. Man stösst immer wieder auf ehrliche und ernsthafte Anstrengungen der Missionierung, nicht zuletzt auch der dringend nötigen Missionierung in unserer eigenen Gesellschaft. Es gibt aber auch viele Tendenzen, diesem Auftrag des Herrn auszuweichen, aus Bequemlichkeit einerseits, aber auch weil die Religionspädagogik von heute glaubt, die Menschen im Werbestil von heute, d.h. unter Ausklammerung auch der kleinsten "anstosserregenden" Wahrheiten, für Gott gewinnen zu können. Doch der "Erfolg" dieser Methode spricht längst eine andere Sprache.


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Mission

  1. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  2. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  3. „Die Vision des hl. Ansgar war größer als nationale oder regionale Horizonte“
  4. P. Wallner: Weltmission Schlüssel für Aufbruch der Kirche in Europa
  5. Holy Family Mission – ein missionarisches Projekt zur Erneuerung der Kirche in Irland
  6. Befreite Ordensfrau aus Mali: Mission muss weitergehen
  7. Christlicher Missionar aus Türkei ausgewiesen
  8. Papst: Jeder ist zur Mission aufgerufen
  9. Jüngster US-Abgeordneter spricht über Bekehrung von Moslems und Juden
  10. Vatikan betont Bedeutung der Mission in Zeiten der Pandemie






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  7. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  8. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  9. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  10. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  11. Der Karmel in Christchurch/Neuseeland: Die Blüte im Verborgenen
  12. „Nur zur Klarstellung: Ich sehe mich eher als den Papst, der zufällig Amerikaner ist“
  13. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden
  14. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  15. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz