Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  11. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer

USA: Evangelikale lehnen Trump-Vorstoß überwiegend ab

10. Dezember 2015 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Republikanischer Präsidentschaftskandidat fordert Einreiseverbot für Muslime


Washington (kath.net/idea) Die Forderung des republikanischen US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump, Muslimen die Einreise zu untersagen, stößt bei Evangelikalen in den USA überwiegend auf Ablehnung, findet aber auch Zustimmung. Trump hatte nach dem Anschlag im kalifornischen San Bernardino durch zwei radikalisierte Muslime mit 14 Toten die „vollständige und komplette Schließung“ der Grenzen für Muslime gefordert, „bis die Vertreter unseres Landes herausfinden können, was vor sich geht“. Trump begründete seine Forderung mit einer Umfrage, in der eine große Zahl der befragten Muslime Gewalt gegen US-Amerikaner bejahte. Solange diese „gefährliche Bedrohung“ bestehe, „darf unser Land nicht das Opfer von schrecklichen Attacken von Leuten sein, die nur an den Dschihad glauben.“ Später erklärte Trump, das Einreiseverbot solle nicht für muslimische Angehörige der US-Streitkräfte oder solche Muslime gelten, die in den USA leben.


Südliche Baptisten: Wer Muslime aussperrt, kann das auch mit Evangelikalen tun

Der Präsident des Komitees für Ethik und Religionsfreiheit der Südlichen Baptisten, Russell Moore (Washington), verurteilt die Forderung in einem Kommentar für die Internetzeitung Christian Post (Washington) scharf. Jeder, der auch nur ein bisschen Wert auf das Gut der Religionsfreiheit lege, müsse diese „rücksichtslose und demagogische Rhetorik“ ablehnen. Zwar solle und müsse die Regierung den Terrorismus bekämpfen. Dabei dürften aber nicht ganze Glaubensgemeinschaften unter Generalverdacht gestellt und gesetzestreue Bürger dafür bestraft werden, dass sie ihre religiösen Überzeugungen lebten, so Moore. Christen forderte er auf, sich nicht nur für die eigene Religionsfreiheit stark zu machen, sondern auch für die anderer Gemeinschaften: „Eine Regierung, die die Grenzen für alle Muslime schließen kann, nur weil sie Muslime sind, könnte dasselbe auch mit evangelikalen Christen machen.“ Auch der frühere Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Geoff Tunnicliffe (New York), äußerte sich kritisch. Trumps Rhetorik verschaffe radikalen Strömungen in aller Welt nur mehr Zulauf. Seine fremdenfeindlichen und nationalistischen Äußerungen widersprächen dem biblischen Gebot der Nächstenliebe zutiefst. Jesus habe Brücken gebaut und nicht Mauern errichtet. Zuvor hatte bereits das Weiße Haus Trumps Vorstoß verurteilt. Er widerspreche „amerikanischen Werten“. Der Chef des Rates für amerikanisch-islamische Beziehungen, Ibraham Hooper (Washington), bezeichnete den Vorschlag als „faschistisch“.

Graham: Wir müssen potenzielle Gefährder fernhalten

Der US-Evangelist Franklin Graham (Charlotte/US-Bundesstaat Nord-Carolina) dürfte hingegen Verständnis für Trumps Forderung haben. Denn der 63-jährige Präsident der Billy-Graham-Gesellschaft und des Hilfswerks „Samaritans Purse“ (Geldbörse des Samariters) hatte sich Anfang des Monats über das soziale Netzwerk Facebook bereits ähnlich geäußert: „Herr Präsident (Barack Obama – Anm. d. Red.), wir brauchen keine schärferen Waffengesetze, wir benötigen Grenzkontrollen. Es sollten so lange keine Muslime in das Land kommen, bis es eine Möglichkeit gibt, sie vollständig zu überprüfen. Wir müssen diejenigen, die eine potenzielle Bedrohung darstellen, so lange fernhalten, bis der Krieg gegen den radikalen Islam vorüber ist.“ Auch der in den USA bekannte CBN-Journalist David Brody äußerte Sympathien für Trumps Vorstoß. Er sei der einzige Kandidat, der den Mut habe, so etwas zu sagen. Von den 320 Millionen Einwohnern der USA bezeichnen sich rund 80 Millionen als evangelikal.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. Walt Disney World kehrt zu klassischer Begrüßung ‚Ladies and Gentlemen‘ zurück
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. USA: Konservative haben mehr Kinder als Linksliberale
  4. Lebensschützer Mark Houck erhält siebenstelligen Betrag als Entschädigung
  5. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  6. US-Vizepräsident Vance kündigt Buch über seinen persönlichen Rückweg zum katholischen Glauben an
  7. USA: Mehr als die Hälfte der Männer der Gen-Z und Millenials lesen wöchentlich in der Bibel
  8. US-Erzdiözese Boston: Rekordzahl an Erwachsenentaufen zu Ostern
  9. „Da tut sich was“ – USA: Bemerkenswerter Anstieg von Konversionen in die röm.-kath. Kirche
  10. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz