Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  5. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  6. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  7. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  10. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  11. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  12. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  13. Wir machen da was mit Medien
  14. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Kardinal Müller: Das «ganz hohe Gut» der Einheit der Kirche bewahren!

24. März 2015 in Weltkirche, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präfekt der Glaubenskongregation: Die Kirche darf den Menschen den Glauben nicht «verwässert anbieten» - Dies gelte beispielsweise auch für Zölibat, Lockerung der kirchlichen Sexualmoral, Sonntagspflicht


Düsseldorf (kath.net/KNA) Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hat sich nachdrücklich gegen ein Christentum in Lightversion ausgesprochen. «Wer Zweifel hat am ewigen Leben, dem kann die Kirche nicht einfach sagen: Egal, so wichtig ist das auch nicht, Hauptsache, du tust manchmal etwas Gutes», sagte er der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post» (Dienstag). Auch müsse jeder Katholik sonntags zur Messe gehen, sagte der Präfekt der Vatikanischen Glaubenskongregation. «Das ist unsere Agenda und nicht etwa ein Christentum zu herabgesetzten Preisen.»

Die Kirche dürfe den Menschen den Glauben nicht «verwässert anbieten» oder dem «säkularistischen Zeitgeist» einfach «Leine geben», mahnte der oberste Glaubenswächter der Kirche. Ebenso gebe es keine plausiblen Argumente gegen die Ehelosigkeit von Priestern. «Der Zölibat beruht auf einer langen Tradition», so der Kardinal. Es bestehe eine besondere Nähe zwischen dem Priestertum und dieser Lebensform. Auch Jesus habe zölibatär gelebt. «Ich erkenne keine wesentlichen guten Gründe, warum die Kirche von dieser Tradition Abschied nehmen sollte», so der frühere Regensburger Bischof.


Ebenso könne ein «einfaches Ja» Roms zu Themen wie Lockerung der kirchlichen Sexualmoral oder Sakramente für wiederverheiratete Geschiedene nicht die Antwort der Kirche auf die Herausforderung der Säkularisierung sein, sagte Müller. «Franziskus möchte, dass Menschen in schwierigen Situationen nicht alleingelassen, sondern begleitet und in die Gemeinden integriert werden, ohne jedoch Abstriche von der kirchlichen Lehre zu machen.»

Die Einheit der Kirche sei «ein ganz hohes Gut», das gewahrt werden müsse, unterstrich Müller. Es gebe im Vatikan keinen Widerstand gegen den Papst. «Die Loyalität gegenüber dem Nachfolger Petri ist Voraussetzung zur Ausübung eines Amtes, wie ich es habe», so der Kurienkardinal. «Wir geben unser Bestes, um den Papst im Bereich der Glaubenslehre zu unterstützen.»

Über Franziskus, der jetzt seit zwei Jahren im Amt ist, sagte Müller, er habe seinen «besonderen Stil» und spreche auf sehr direkte Art zu den Menschen. «Man soll in das Pontifikat nicht zu viel eigene Vorstellungen hineinprojizieren», mahnte der Kardinal. «Wenn man die gesamte Verkündigung von Franziskus wahrnimmt, wird man feststellen, dass er vor allem Zeuge der Frohen Botschaft sein will und ausgewogen argumentiert.»

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Kardinal Müller (c) Bistum Regensburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“







Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  2. Fatima-Tag in Berlin
  3. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  4. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  7. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  8. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  9. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  10. Im Licht der Liebe
  11. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  12. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz