Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  7. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  8. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  11. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  12. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  13. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  14. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  15. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò

Chinesischer Untergrundbischof mit 94 Jahren in Haft gestorben

3. Februar 2015 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Seit 1954 wurde er wiederholt und teils über längere Zeiträume inhaftiert oder zu Zwangsarbeit verurteilt, etwa in Kohlegruben. Shi, 1982 im Geheimen zum Bischof geweiht, war am 13. April 2001 festgenommen worden. Seither fehlte von ihm jede Spur.


Bangkok (kath.net/KNA) Cosmas Shi Enxiang (Foto), katholischer Bischof der Untergrundkirche Chinas, ist im Alter von 94 Jahren in Haft gestorben. Wie der asiatische katholische Pressedienst Ucanews (Montag) unter Berufung auf eine Großnichte Shis meldet, informierte ein Behördenvertreter die Angehörigen am Freitag telefonisch über den Tod, ohne die genaue Zeit und die Umstände preiszugeben. Shi, 1982 im Geheimen zum Bischof geweiht, war am 13. April 2001 festgenommen worden. Seither fehlte von ihm jede Spur.

Shi wurde den Angaben zufolge 1921 geboren und 1947 zum Priester geweiht. Seit 1982 zunächst Weihbischof in Yixian in der Provinz Hebei, übernahm er 1995 die Leitung dieses Bistums. Seit 1954 wurde er wiederholt und teils über längere Zeiträume inhaftiert oder zu Zwangsarbeit verurteilt, etwa in Kohlegruben in der Provinz Shanxi.


Nach dem Tod Shis ist laut Ucanews Su Zhimin (83) der einzige noch lebende Untergrundbischof, der an einem unbekannten Ort interniert ist. Erst vergangene Woche seien vier Angehörige Shis drei Tage festgehalten worden, nachdem sie bei einem Mitglied des Politbüros Auskünfte über den Verbleib des Bischofs einfordern wollten.

Rund 13 Millionen der gut 1,3 Milliarden Einwohner der Volksrepublik China sind Katholiken; die Behörden verzeichnen lediglich 6 Millionen. Eine Besonderheit des chinesischen Katholizismus ist die Teilung in zwei Gruppierungen: Neben einer regimenahen und staatlich zugelassenen «Patriotischen Vereinigung der Katholiken Chinas» gibt es die sogenannte Untergrundkirche in Gemeinschaft mit dem Papst.

Die «patriotischen Christen» können seit 1957 beziehungsweise wieder seit Ende der chinesischen Kulturrevolution (1966-1976) mit staatlicher Erlaubnis aktiv sein. Gegen die Mitglieder der Untergrundkirche kommt es dagegen regelmäßig zu staatlichen Sanktionen. Immer wieder werden Priester und Bischöfe verhaftet oder verhört. In den vergangenen Jahren wurden auf Druck der staatlichen Führung wiederholt Bischöfe ohne päpstliche Zustimmung geweiht.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. "Ein tragisches Unrecht"
  3. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  4. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  5. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  6. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  7. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus
  8. China steuert auf Bevölkerungskrise zu
  9. Peking düpiert Vatikan mit Bischofsernennung
  10. Vatikan kritisiert unerlaubte Bischofsernennung in China






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  12. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  13. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  14. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  15. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz