Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  2. ADIOS!
  3. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  6. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  10. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  11. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  12. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  13. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  14. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU immer mehr unter Druck
  15. Das Porträt Leos XIV. wird nun in Mosaik-Galerie der Päpste aufgenommen

Kampf gegen Kirchensteuer: 'Christen und Atheisten, vereinigt Euch!'

26. Jänner 2015 in Deutschland, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Evangelischer Theologe Sebastian Moll kritisiert: Warum braucht die EKD ein Studienzentrum für Genderfragen, „betreibt sie denn auch Studienzentren für Meeresbiologie oder Volkswirtschaftslehre?“


Berlin (kath.net/idea) Christen und Atheisten sollen gemeinsam gegen die Kirchensteuer kämpfen. Dazu hat der evangelische Theologe Sebastian Moll (Mainz) im Debatten-Magazin „The European“ (Berlin) aufgerufen. Nach seinen Worten sind es vor allem zwei Gruppen, die sich für die Abschaffung der Kirchensteuer einsetzen: „engagierte Christen, die sich nach einer reineren Form ihrer Kirche sehnen, und radikale Kirchengegner, die von einem vollständig laizistischen Staat träumen“, also von einer strikten Trennung zwischen Staat und Kirche. In diesem Sinne könne er nur raten: „Christen und Atheisten, vereinigt euch!“ Moll zufolge gibt es unter den evangelischen Christen drei Gruppen, die für die Kirchensteuer sind. Dazu zählten die Bediensteten der Kirche: „Ihre Zahl sollte keineswegs unterschätzt werden, bildet die Kirche doch nach dem Staat den größten Arbeitgeber in unserem Land.“ Eine zweite Gruppe seien die gutgläubigen Kirchensteuerzahler. Sie glaubten immer noch, ihr Geld würde für Krankenhäuser und Kindergärten oder andere sinnvolle Einrichtungen ausgegeben. Tatsächlich gehe der Prozentsatz der Kirchensteuereinnahmen, die an die entsprechenden Institutionen fließen, gegen null. Wäre es anders, hätten Nichtkirchenmitglieder keinen Anspruch auf Behandlung in einer konfessionellen Klinik, so Moll.


Warum keine Studienzentren für Meeresbiologe und Volkswirtschaft?

Stattdessen gebe die Kirche ihr Geld lieber für Projekte wie das EKD-Studienzentrum für Genderfragen aus. Der Theologe: „Selbst wenn man mal für einen Moment von der fragwürdigen Seriosität der Genderstudien absehen will, bliebe immer noch die Frage, warum die EKD ein derartiges Studienzentrum braucht. Betreibt sie denn auch Studienzentren für Meeresbiologie oder Volkswirtschaftslehre?“ Die dritte Gruppe der Befürworter habe die Sorge, dass durch die „Privatisierung“ der Kirche eine Art „elitäres Christentum“ entstünde, in dem nur noch die Vermögenden Zugang hätten. Diese Befürchtung lasse sich jedoch durch Erfahrungen der Freikirchen nicht belegen. So wie in jeder anderen nicht staatlich subventionierten Gruppierung sei auch in einer freien Gemeinde jeder Einzelne gefordert, sich einzubringen, sei es durch Geld oder andere Gaben: „Dass diese engagierten Christen schließlich auch den Kurs der Kirche bzw. der Gemeinde bestimmen, wäre kein Nachteil der Kirchensteuerabschaffung, sondern ein Segen.“

2014 deutlich mehr Kirchenaustritte

Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist die Zahl der Austritte aus den beiden großen Kirchen im vergangenen Jahr stark angestiegen. Hauptgrund sei nach Einschätzung von Fachleuten das neue Einzugsverfahren der Kirchensteuer auf Kapitalerträge. Seit Januar führen Banken und Versicherer die auf diese Erträge entfallende Kirchensteuer direkt ab. Die Kirche müsse sich selbstkritisch fragen, ob sie die neue Regelung ausreichend kommuniziert habe, so der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München). Nach der dpa-Umfrage rechnet die Evangelische Kirche im Rheinland mit 50 Prozent mehr Austritten als 2013. Damals hatten rund 19.000 Personen die mit 2,7 Millionen Mitgliedern zweitgrößte Landeskirche verlassen. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern müsse 30.600 Austritte verkraften. 2013 seien es 18.900 gewesen. Die katholische Kirche müsse damit rechnen, dass der Aderlass im vergangenen Jahr noch größer gewesen sei als im Rekordjahr 2010 (181.193 Austritte) nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals.

Foto: © Sebastian Moll (mit freundlicher Erlaubnis)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirchensteuer

  1. Bischof Kohlgraf: Kirchensteuer könnte für Zahlungen an Missbrauchsopfer verwendet werden
  2. Wie die Diözese Bozen-Brixen ‚Kirchenaustritte’ handhabt
  3. Kirche muss reich an Glauben sein, nicht reich an Geld
  4. Es reicht
  5. BKU-Vorsitzender stellt deutsches Kirchensteuersystem in Frage
  6. Evangelische Bischöfin: Heutiges Kirchensteuermodell eine 'Mit-Ursache von Kirchenaustritten'
  7. 2019: Neues Rekordhoch bei Kirchensteuereinnahmen in Deutschland
  8. Hahne: Kirchen sollten für 2 Monate auf die Kirchensteuer verzichten!
  9. #Corona Auswirkungen für die deutschen Bistümer werden dramatisch
  10. Der deutsche Kirchensteuerirrsinn






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. ADIOS!
  8. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  9. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  10. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  11. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  12. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  13. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  14. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  15. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz