Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  12. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

In der Kirche sein, nicht an der Rezeption stehen bleiben

28. Oktober 2014 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Jesus Christus schafft die Kirche. Die Kirche gründet auf ihm, der betet und heilt und nicht die Sünde misst, sondern auf das Herz des Sünders blickt. So betet und heilt die Kirche. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die Kirche schafft Jesus. Er tat dies vor 2000 Jahren, als er die Zwölf als die Säulen erwählte, um seine Kirche zu errichten, während er selbst der „Schlussstein“ ist. Dies betonte Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Dienstag der 30. Woche im Jahreskreis, Fest der heiligen Apostel Simon und Judas Thaddäus.

Der Papst ging bei seinen Betrachtungen von der ersten Lesung aus dem Brief an die Epheser (Eph 2,19-22) und parallel dazu vom Evangelium aus, das von der Wahl der Zwölf berichtet (Lk 6,12-19). Nach der „Arbeit“ der Gründung der Kirche habe Christus deren Türen unterschiedslos für alle geöffnet, da er daran interessiert sei, zu lieben und die Herzen zu heilen, nicht die Sünden zu vermessen.

Der Papst lenkte die Aufmerksamkeit auf die Handlungen, die die Gründung der Kirche begleiten: Jesus, der sich zum Gebet auf den Berg zurück zieht, dann herabsteigt, zu den Jüngern geht, zwölf von ihnen auswählt und gleichzeitig den aufnimmt und heilt, der versucht, ihn zu berühren.


„Jesus betet, Jesus beruft, Jesus wählt, Jesus entsendet die Jünger, Jesus heilt die Menge“, so Franziskus: „In diesem Tempel verrichtet dieser Jesus, der der Schlussstein ist, diese Arbeit: er ist es, der die Kirche auf diese Weise voranbringt. Wie Paulus sagte, ist diese Kirche auf dem Fundament der Apostel gebaut. Das ist es, was er hier gewählt hat: er wählte zwölf. Alles Sünder, alle. Judas war nicht der größte Sünder: ich weiß nicht, wer der größte Sünder gewesen ist... Judas, der kleine arme Mann, ist jener gewesen, der sich der Liebe verschlossen hat und deshalb zum Verräter wird. Doch alle sind sie im schwierigen Moment der Passion fortgegangen und haben Jesus alleine gelassen. Alle sind sie Sünder. Doch er – er erwählte sie“.

Jesus wolle die Menschen in der Kirche: „Ihr seid jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes“ (Eph 2,19). Der Papst unterstrich, dass wir nicht nur vorübergehend in der Kirche sind: „Wir sind dort verwurzelt. Unser Leben ist dort!“.

„Wir sind Bürger“, so der Papst, „Mitbürger dieser Kirche. Wenn wir nicht in diesen Tempel eintreten und wenn wir nicht Teil dieses Baus sind, damit der Heilige Geist in uns wohne, dann sind wir nicht in der Kirche. Wir stehen vor der Tür und schauen: ‚Tja, das ist schön... ja, schön ist das...’. Christen, die nicht weitergehen als bis zur Rezeption der Kirche: sie stehen dort, an der Tür... ‚Aber ja doch, ich bin katholisch, ja, aber nicht zu sehr, nein, einfach so halt’“.

Ein derartiges Verhalten habe keinen Sinn in Anbetracht der völligen Liebe und Barmherzigkeit, die Jesus für einen jeden Menschen hege. Der Beweis hierfür finde sich in der Haltung Christi gegenüber Petrus, den er an die Spitze der Kirche gestellt habe. Auch wenn die erste der Säulen Jesus verrate, antworte dieser, indem er vergebe und ihn an seinem Platz belasse:

„Jesus interessierte sich nicht für die Sünde des Petrus: er suchte das Herz. Um aber dieses Herz zu finden und es zu heilen, betete er. Jesus, der betet, und Jesus, der heilt, auch für einen jeden von uns und jeden von uns. Ohne diesen Jesus, der betet, ohne diesen Jesus, der heilt, können wir die Kirche nicht verstehen. Der Heilige Geist lasse uns alle diese Kirche verstehen, die ihre Kraft im Gebet Jesu für uns hat und so fähig ist, uns zu heilen, uns alle“.


Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz