Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  11. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  14. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  15. Die Heilige Schrift als Wort Gottes und Raum der Offenbarung in menschlicher Sprache

Kardinal Filoni über IS-Terror: 'Wirklich teuflische Dinge'

19. September 2014 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


IS-Terrormiliz baut in ihrem Machtbereich im nördlichen Irak ein totalitäres System auf


Rom-Erbil (kath.net/KAP) Als "wirklich teuflische Dinge" hat Kardinal Fernando Filoni, Präfekt der vatikanischen Missionskongregation und früherer Nuntius in Bagdad, die Enthauptungen westlicher Geiseln durch Terroristen des "Islamischen Staats" (IS) im Irak bezeichnet. "Niemand darf im Namen Gottes so etwas tun", so der Kurienkardinal, der kürzlich als Sondergesandter von Papst Franziskus Flüchtlinge im Nordirak besucht hatte, gegenüber CNN.

Filoni wollte sich nicht darauf einlassen, dass man jetzt "Krieg" gegen die IS-Terrormiliz führen müsse. "Der Papst hat oft Nein zum Krieg gesagt", so der Präfekt, und weiter: "Wir reden hier nicht über Krieg, sondern über etwas anderes". Es gehe um die "Verteidigung von Menschen, die in Not sind". Gut ausgerüstete Terroristen seien im Irak über unbewaffnete "einfache Bauern, Familien und Dorfbewohner" hergefallen. "Da ist es unsere erste Pflicht, diese Menschen zu verteidigen, aus menschenrechtlichen Gründen, um des Heils der Menschheit willen".


Kurdische Politiker hätten ihm gegenüber bei seinem Irak-Besuch angegeben, sie bräuchten lediglich Ausrüstung, nicht etwa ausländische Soldaten, um sich selbst zu verteidigen. Filoni dazu: "Natürlich hat als erstes die irakische Regierung die Pflicht, die Menschen zu verteidigen. Aber wenn sie dazu nicht imstande ist und sich die Menschen selbst nicht verteidigen können, dann muss jemand anderes diese Aufgabe übernehmen."

Mittlerweile festigt der IS im Irak sein totalitäres System, wobei vieles nach Ansicht von Beobachtern darauf hindeutet, dass "Konvertiten" aus dem europäischen Raum am Werk sind, wie die Stiftung "Pro Oriente" berichtet. Nach Angaben der Internet-Agentur "ankawa.com" haben IS-Funktionäre angeordnet, dass in ihrem Einflussbereich in Mosul und in der Ninive-Ebene jeder Hinweis auf das Christentum in der schulischen Erziehung zu unterbleiben habe, was indirekt als Hinweis betrachtet wird, dass es im IS-kontrollierten Gebiet nach wie vor Christen gibt. Außerdem müssen alle Schulen, die christliche Namen tragen, umbenannt werden; ebenso wurde der Unterricht in aramäischer Sprache - der Sprache der Christen im mesopotamischen Raum - untersagt.

Laut "ankawa.com" zielen die Maßnahmen der IS-Leute darauf ab, in ihrem Einflussbereich alle Spuren von kulturellem und religiösem Pluralismus zu tilgen und die Schulen in "Propaganda-Instrumente für den dschihadistischen Wahn" zu verwandeln.

Erst im Februar hatte das irakische Bildungsministerium angeordnet, dass in 152 öffentlichen Schulen der Provinzen Bagdad, Ninive und Kirkuk (mit mehr als 20.000 Schülerinnen und Schülern) christlicher Religionsunterricht und aramäischer Sprachunterricht eingeführt werden sollen. Die Maßnahme war als Pilotprojekt gedacht und sollte später auf weitere Gebiete ausgedehnt werden.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Terror

  1. Sydneys Erzbischof: "Angriff auf Juden ist Angriff auf uns alle"
  2. „Die katholische Gemeinschaft hat heute Morgen für unsere jüdischen Nachbarn und Freunde gebetet“
  3. Großbritannien: Brandstiftung an einer Kirche, Vorbereitung terroristische Handlungen
  4. Terrorismus breitet sich im Norden Mosambiks aus
  5. „Terror in Südostasien frisst sich immer weiter vorwärts“
  6. Karl-Peter Schwarz: "Werden die Islamisten ihren Krieg gegen Europa gewinnen?"
  7. Chefredakteur-Digital der WELT: ‚Hören wir auf, uns etwas vorzumachen!’
  8. „Aufstehen gegen jede Art von Radikalismus“
  9. "Wir wollen und werden keine IS-Schergen unter uns dulden"
  10. Sri Lanka: „Über Nacht war das ganze Land getauft“






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  7. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  8. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  9. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  10. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  11. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  12. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  13. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  14. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  15. Die große Täuschung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz