Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  4. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  7. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  8. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  9. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  10. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  11. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  12. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  13. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  14. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Papst in Mafia-Hochburg: Nein zu Illegalität und Korruption

26. Juli 2014 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus feierte in der süditalienischen Stadt Caserta eine Messe mit 200.000 Gläubigen


Vatikanstadt-Rom (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat bei einem Besuch in der süditalienischen Mafia-Hochburg Caserta alle Formen von Korruption und Illegalität verurteilt. Man müsse Gott die Ehre geben und Nein sagen zu allem Bösen, zu aller Gewalt und aller Unterdrückung, sagte er am Samstagabend bei einer Messe vor rund 200.000 Gläubigen. "Wir alle kennen die Namen dieser Illegalität!", rief er unter dem Applaus der Anwesenden.

Insbesondere gehe es darum, das Leben und die Gesundheit der Mitmenschen zu schützen und die Umwelt und die Natur "in diesem schönen Land" zu bewahren, forderte der Papst mit Blick auf die Camorra, die in der Zone zwischen Neapel und Caserta im großen Stil illegal giftige Abfälle verbrennt - mit gravierenden gesundheitlichen Folgen für die Bewohner. Die Region ist als "Terra dei fuochi", als "Land der Feuer" auch in die internationalen Schlagzeilen geraten.


Schon beim Anflug auf Caserta kreiste der Hubschrauber des Papstes über den Müllhalden. "Es ist schrecklich, dass ein so schönes Land so ruiniert wird", kommentierte der Papst laut Radio Vatikan. Auf ausdrücklichen Wunsch des Papstes nahmen an der Messe vor dem Königlichen Schloss von Caserta auch Eltern teil, deren Kind unlängst an einer Tumorerkrankung infolge der Umweltbelastung gestorben war.

Vorrangiges Ziel der Christen müsse es sein, Gott den Vorrang einzuräumen, sagte der Papst bei dem Gottesdienst. Das verlange ein Leben im Dienst für die Mitmenschen, für Legalität und für das Gemeinwohl. Das bedeute auch Absage an einen Egoismus und fordere einen Lebensstil, der in jeder Situation den Vorgaben des Evangeliums folgt. Denn "wer ein Freund Gottes wird, liebt den Mitmenschen".

Besondere Sicherheitsvorkehrungen

Die Messe in Caserta - 35 Kilometer nördlich von Neapel - fand unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Trotz zeitweisen Regens und bei extremer Schwüle waren schon viele Stunden vor Ankunft des Papstes Zigtausende Menschen in Autos, vor allem aber in Zügen angereist. Auf dem Platz war ein großes Transparent mit der Aufschrift "Vereint gegen Camorra und Rassismus" zu sehen.

Es war seine sechste inneritalienische Reise und die zweite binnen eines Monats, die ihn in eine von der Mafia besonders heimgesuchte
Region des Landes führte. Am 21. Juni hatte Franziskus in Cassano all'Jonio in der Region Kalabrien in einem eindringlichen Ansprache das organisierte Verbrechen verurteilt. "Jene, die dieser Straße des Bösen folgen, wie die Mafiosi, sind nicht in Gemeinschaft mit Gott, sie sind exkommuniziert", stellte er klar.

Zweiter Besuch am Montag

Vor der Messe traf der Papst mit den Priestern der Diözese Caserta zu einem Treffen zusammen. Danach fuhr er im offenen Papamobil durch
das Menschenspalier vor dem Königsschloss von Caserta, wo er den Gottesdienst feierte. In dem Schloss, das dem französischen
Versailles nachempfunden ist, residierten einst die Könige von Sizilien und Neapel. Der Barockbau zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Am Montag will Papst Franziskus erneut nach Caserta reisen, um einem aus Argentinien befreundeten evangelikalen Pfarrer einen privaten Besuch abzustatten.


Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  6. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  7. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  8. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  9. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  10. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  11. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  12. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  13. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz